Handlung: Ein junger, leicht naiver, aber enorm schlagkräftiger Mann vom Lande kommt in die Großstadt und steht mit seiner Kampfkunst den Armen und Hilfsbedürftigen bei. Diese Story ist zwar wenig neu (gabs bereits bei Bruce Lee 1972 in Way of the Dragon), aber ich persönlich mags.
Action/Kampfszenen: Nach den ersten 30 Minuten, in denen kaum was passiert, gehts richtig zur Sache. Quasi nonstop Action bis zum Schluß. Ähnlich wie in Ong Bak wird auf Drahtseil-Action und andere Tricks verzichtet so das alle Kämpfe bodenständig verlaufen. Ebenso wie im großen Vorbild wirkt jeder Schlag, jeder Tritt und jeder Sturz geradezu schmerzlich echt. Ein weiterer Bonuspunkt ist der Einsatz der indonesischen Kampfkunst Pencak Silat. Diese hat man, so weit ich weiß, noch in keinem Film bewundern dürfen. Das alles ist für Liebhaber des Genre toll anzusehen, aber letztendlich wird nicht ganz das Niveau von Ong Bak erreicht. Das liegt zum einen daran, das es schwer fällt einen echten Höhepunkt auszumachen. Alle Fights sind sehr gut choreographiert, aber der eine Kampf, der einem wirklich im Gedächtnis haften bleibt, fehlt leider. Den Endkampf empfand ich eher als enttäuschend, da er unfair verläuft und Iko Uwais Gegner über wenig Ausstrahlung verfügen.Der zweite Grund warum ich Ong Bak vorziehe ist der, das Tony Jaas Erstwerk neben den tollen Kämpfen noch andere gute Action bietet. Wer erinnert sich nicht an Jaas akrobatische Einlagen bei der Flucht über dem Marktplatz oder die Verfolgungsjagd mit den Tuc Tucs? Dergleichen gehört nicht zwingend in einen Martial Arts Film, ist aber meiner Meinung nach, eine gelungene Abwechslung zu all den Kämpfen.
Fazit: Merantau erreicht nicht ganz die Klasse von Ong Bak, ist aber nahe dran. Fans des Genre und insbesondere Liebhaber der Filme von Tony Jaa werden bei diesem Film voll auf ihre Kosten kommen.