Der Essay umfaßt 15 Teile und ist inspiriert von Goethes "Faust" (Prolog im Himmel) und Balzacs "Seraphita". Eliade entdeckt eine Symmetrie zwischen dem "Prolog im Himmel" aus dem "Faust" und Balzacs "Seraphita" in bezug auf die Mysterien der conincidentia oppositorum (die Vereinigung der Gegensätze) und auf die Ganzheit. Eliade meint: "Nach Goethes Auffasung ist Mephistopheles der Geist, der verneint, der Widerspruch erhebt, der, vor allen, den Lebensfluß anhält und verhindert, daß die Dinge ihren Lauf nehmen... Was Mephistopheles von Faust fordert, ist stehenzubleiben, "Verweile doch !" - eine Formel rein mephistophelischen Geistes" (S. 9).
"Seraphita" ist die bezaubernde phantastische Roman Balzacs und die letzte große literarische Schöpfung in Europa, die den Mythos vom Androgyn zum zentralen Motiv hat. Goethes Mephistopheles ist des verneinendes Dämons wertvollster und unermüdlichster Gehilfe. Die aktualisierten Mythen im "Faust" und in "Seraphita" können uns aus der Vorgeschichte erreichen.
Die zwei erwähnten Mythen sind eine gute Gelegenheit für den Religionswissenschaftler Eliade, um mit seiner Leser eine intelligente Reise durch die Welt der antike Kultur und Religion zu machen.