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Mephisto Gebundene Ausgabe – 1981


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Gebundene Ausgabe, 1981
 
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (1981)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498044273
  • ISBN-13: 978-3498044275
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.768.005 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Mephisto", 1936 im Exil geschrieben, war einer der ersten Romane, die sich mit den Zuständen im Dritten Reich auseinandersetzten. Das Buch war seit seinem Erscheinen heftig umstritten und wurde 1968 in der Bundesrepublik verboten. "Der zeitliche Abstand hat (inzwischen) den Roman endgültig der Literaturgeschichte übereignet."
(Wilfried F. Schoeller in der "Süddeutschen Zeitung")

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Mephisto
OA 1936 DE 1956 Form Roman Epoche Moderne
Klaus Manns Mephisto, der den Zusatztitel Roman einer Karriere trägt, setzt sich in einzigartiger Weise mit der Position des Künstlers zur Zeit des deutschen Nationalsozialismus auseinander. Mit seinem Protagonisten Hendrik Höfgen führt Mann einen von übersteigertem Ehrgeiz getriebenen Schauspieler vor, der um seiner Karriere willen einen Pakt mit dem Bösen eingeht. Darüber hinaus entwirft der Autor ein Bild von der Situation der exilierten Intellektuellen. Mephisto ist als Künstler- und Zeitroman und nicht zuletzt auch als Schlüsselroman lesbar. Er wird als wichtiges Dokument der Exilliteratur gewertet.
Entstehung: Unterstützt vom Amsterdamer Querido Verlag nahm Mann den Vorschlag seines Kollegen Hermann Kesten (1900–96) auf, eine politische Satire über Gustaf Gründgens (1899–1963), Schauspieler und Intendant des Berliner Staatsschauspiels, zu schreiben. Ehemals mit Gründgens befreundet, beobachtete Mann dessen Werdegang seit Jahren mit einer Mischung aus Faszination und Hass. Obwohl Mann – auch um den Blick auf die literarische Dimension des Werkes zu richten – stets betonte, die Personen des Romans stellten Typen und nicht Porträts dar, ist die Orientierung an außerliterarischen Vorbildern unverkennbar.
Inhalt: Im Jahr 1936 beginnend, zeigt der Roman Höfgen als umjubelten Günstling des nationalsozialistischen Regimes auf der Geburtstagsfeier des preußischen Ministerpräsidenten. Retrospektiv wird die Geschichte dieser Karriere nachgezeichnet.
Nach schauspielerischen Erfolgen in Hamburg bekommt Höfgen Ende der 1920er Jahre ein erstes Engagement am Berliner Staatstheater. Seine Bekanntheit steigert sich stetig und in der Rolle des Mephisto wird er zum Star. Zum Zeitpunkt der Machtergreifung befindet sich Höfgen im Ausland und befürchtet zunächst wegen seiner ehemaligen Mitarbeit in einem kommunistischen Kabarett nicht nach Deutschland zurückkehren zu können. Durch die Fürsprache einer Kollegin erlangt Höfgen dann aber das Wohlwollen des Ministerpräsidenten und setzt seine Arbeit in Berlin fort.
Seine vitale Darstellung der mephistotelischen Figur wird für die Nationalsozialisten zu einer faszinierenden, ästhetisch überhöhten Darstellung des Bösen. Die eigene Situation klar reflektierend, erreicht Höfgen mit der Ernennung zum Intendanten und Staatsrat einen neuen Höhepunkt seiner Karriere. Ganz mit der Sorge um sein selbst empfundenes schauspielerisches Versagen in der Rolle des Hamlet beschäftigt, lehnt er am Ende des Romans in der Konfrontation mit einem kommunistischen Widerstandskämpfer jede politische Verantwortung ab und zieht sich voller Selbstmitleid auf seine Position als »gewöhnlicher Schauspieler« zurück.
Wirkung: Der während des Dritten Reichs verbotene Roman wurde nach Kriegsende von westdeutschen Verlagen aus Angst vor dem Prozessrisiko abgelehnt. Als das Buch mit kleinen Veränderungen 1956 im Ostberliner Aufbau-Verlag erschien, versuchte Gründgens, der nach kurzer Inhaftierung bereits seit 1947 wieder eine Intendantenposition innehatte, den Verkauf in der Bundesrepublik zu behindern.
1963 gab die Nymphenburger Verlagshandlung Mephisto heraus, nachdem eine Klage von Gründgens’ Adoptivsohn Peter Gorski zunächst abgewiesen wurde. 1966 wurde die Verbreitung des Romans gerichtlich verboten. Während im Ausland Übersetzungen erschienen, kursierte in Westdeutschland nur ein Raubdruck des Romans. Als er 1981 bei Rowohlt als Taschenbuch verlegt wurde, blieb eine erneute Klage aus und Mephisto führte monatelang die Bestsellerlisten an. Im selben Jahr wurde die Verfilmung von István Szabó mit Klaus Maria Brandauer in Cannes mehrfach preisgekrönt und erhielt einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film. 1979 hatte Ariane Mnouchkine mit dem Théâtre du Soleil bereits eine Bühnenfassung erarbeitet. A. K. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 15. August 1999
Format: Gebundene Ausgabe
In „Mephisto" stellt Klaus Mann die Karriere eines skrupellosen Schauspielers im Dritten Reich dar, der sich dem System anbiedert, um die Erfolgsleiter immer weiter empor zu steigen und dabei auch nicht davor zurückschreckt, seine Ideale zu verkaufen. Mann hat in diesem „Roman einer Karriere" die Geschichte des Schauspielers Gustaf Gründgens verarbeitet, auch wenn er am Ende des Buches schreibt „Alle Personen dieses Buches stellen Typen dar, nicht Porträts". Aus diesem Grund war „Mephisto" auch lange Zeit in der Bundesrepublik Deutschland umstritten und zeitweise verboten. Selbst das Bundesverfassungsgericht beschäftigte sich mit dem Fall, was in dieser Ausgabe auch dokumentiert wird. Die Geschichte an sich, ist interessant geschrieben und zeigt die Probleme von Schauspielern und Künstlern im Dritten Reich, da diese nur die Auswahl hatten, sich entweder mit dem System zu arrangieren oder ins Exil zu gehen. Der talentierte Schauspieler Henrik Höfgen (der Protagonist des Buches) geht den Weg, sich dem System anzubiedern und läuft damit sehr gut. Mann ist es mit diesem Buch gelungen, tatsächlich einen Typus von Personen darzustellen, die mit dem System mitgegangen sind, um ihren eigenen Vorteil zu ziehen. Eine sehr gute Darstellung, die man gelesen haben sollte, in einer gelungenen Ausgabe. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 1. Februar 2001
Format: Gebundene Ausgabe
In seinem Roman „Mephisto - Roman einer Karriere" schildert Klaus Mann den Werdegang des karrieresüchtigen Schauspielers Hendrik Höfgen in der Zeit des Wechsels von der Weimarer Republik zum Dritten Reich. Der talentierte Protagonist ist als Schauspieler an einem mittelmäßigen Hamburger Theater angestellt. Aufgrund seines unbändigen Karrieredranges handelt Höfgen passend zur jeweiligen Lage, verliert jedoch die sehr brisante politische Lage völlig aus den Augen. Doch als die Nazis an die Macht kommen und es für die Schauspieler des linksgerichteten Hamburger Theaters nur noch die Wahl zwischen Exil und Anpassung gibt, siegt in Höfgen letzteres. Er schafft es vor allem durch seine erfolgreichste Rolle, dem Mephisto aus Goethes Faust, den nationalsozialistischen Ideologien zu entsprechen, da diese äußerst real wirkt und seinen Charakter widerzuspiegeln scheint.
Klaus Mann schafft es durch seine ironischen und sarkastischen Darstellungen, dass der Leser zu dem Protagonisten eine distanzierte Haltung einnimmt, nicht mit ihm sympathisiert. Immer wieder zeigt er auf belustigende Weise die seelischen Abgründe Hendrik Höfgens auf, sowohl in seinem Beruf, als auch in seinem Privatleben, als Neider hinter der Bühne oder als Masochist in seiner Beziehung. Trotz dieser Darstellungsweise gelingt es ihm sehr gut, dem Leser das ernste Thema zu vermitteln, da der Roman leicht lesbar und sehr anschaulich geschrieben ist. Dieses Buch ist sehr empfehlenswert, da es auf eine interessante Art und Weise Phänomene, wie Feigheit, Skrupellosigkeit, Opportunismus und Selbstbetrug, die vor allem für die damalige Zeit sehr typisch, jedoch heutzutage ebenso aktuell sind, beschreibt.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 1. Februar 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Klaus Mann sieht in seinem „Mephisto" weder ein Porträt seines Schwagers Gustav Gründgens noch dessen Lebenslauf, sondern schildert einen symbolischen Typus, der sich dem System mehr und mehr um seiner Karriere Willen unterwirft. Hendrik Höfgen (alias Gustav Gründgen) gleicht sich jedoch nur äußerlich dem System an, innerlich ist er kein Nazi und versucht sogar, Menschen durch seinen Einfluss zu retten. Dieser Konflikt, der in ihm herrscht, macht dieses Werk lesenswert und literarisch wertvoll. Klaus Mann hat geschickt kleine Nuancen Höfgens Charakters, seine hysterische Art und sein Beugen unter das Regime, miteinander verknüpft. Aber auch aus gesellschaftskritischer Perspektive kann man „Mephisto" zu den interessantesten Werken zählen. Exemplarisch wird die Reaktion der Künstler auf das Dritte Reich zum Ausdruck gebracht und die schwere Entscheidung, die diese Zeit von ihnen forderte, aus Perspektive eines Einzelnen beschrieben: Die politische Gesinnung beibehalten und die Heimat verlassen müssen, oder in Deutschland bleiben und sich anpassen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matthias Koppitz am 20. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Während des Lesens von Mephisto ist man doch arg entäuscht von der etwas zu einfachen Schilderung des Charakters Höfgens, dessen Seelenleben viel zu simple gestrickt dargestellt wird. Man vermisst die Tiefe, die ein Thomas Mann so leicht zu präsentieren versteht. Nichts desto trotz, es lohnt sich, das Buch gelesen zu haben, da die Sprache anmutig, der Gesamtaufbau fließend und spannend gestaltet ist.
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