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Menschenversuche in der Weimarer Republik
 
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Menschenversuche in der Weimarer Republik [Taschenbuch]

Andreas Jens Reuland
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Books on Demand Gmbh; Auflage: 1., Aufl. (September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833418230
  • ISBN-13: 978-3833418235
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 17 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.215.291 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Medizinische Menschenversuche ohne informierte Einwilligung der Probanden waren bis weit in die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts nicht hinterfragter Teil klinischer Normalität. Versuche aller Art wurden im Rahmen therapeutischer Forschung oder zum Zwecke des allgemeinen Erkenntnisgewinns an Klinikpatienten ohne deren Wissen durchgeführt. Als Preis für ihre stationäre Behandlung wurde eine freie Verfügbarkeit über ihre Körper für wissenschaftliche Versuche erwartet. Der Reichstagsabgeordnete und jüdische Sozialdemokrat Julius Moses wies gegen Ende der Weimarer Republik auf diese Missstände hin. Unter der Überschrift „100 Ratten und 20 Kinder! Arbeiterkinder als Experimentierkarnickel." veröffentlichte er 1928 im „Vorwärts" eine polemische Anklage gegen die Experimente eines Klinikarztes und brachte damit einen öffentlichen Skandal ins Rollen. Der Protest auf die entmündigenden Zustände im klinischen Forschungswesen und Moses' „Kampf gegen die Experimentierwut" führten schlussendlich zur Entwicklung von Forschungsrichtlinien. Diese unbequemen, bisher unbekannten Tatsachen bringt der selbst forschende Heidelberger Arzt Andreas Reuland in dieser spannenden, wissenschaftlich hochkarätigen Arbeit ans Licht.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zusammenfassung, 12. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Menschenversuche in der Weimarer Republik (Taschenbuch)
Medizinische Menschenversuche ohne informierte Einwilligung der Probanden waren bis weit in die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts nicht hinterfragter Teil klinischer Normalität. Versuche aller Art wurden im Rahmen therapeutischer Forschung oder zum Zwecke des allgemeinen Erkenntnisgewinns an Klinikpatienten ohne deren Wissen durchgeführt. Bei den Versuchspersonen handelte es sich meist um leidenserfahrene, autoritäts- und abhängigkeitsgewöhnte, sprach- und mittellose Patienten. Die überwiegende Zahl waren Frauen und Kinder aus den unteren Bevölkerungsschichten. Als Preis für ihre stationäre Behandlung wurde eine freie Verfügbarkeit über ihre Körper für wissenschaftliche Versuche erwartet.

Der Reichstagsabgeordnete und jüdische Sozialdemokrat Julius Moses wies gegen Ende der Weimarer Republik auf diese Missstände hin. Unter der Überschrift „100 Ratten und 20 Kinder! Arbeiterkinder als Experimentierkarnickel" veröffentlichte er 1928 im „Vorwärts" eine polemische Anklage gegen die Experimente eines Klinikarztes und brachte damit einen öffentlichen Skandal ins Rollen. Der Protest auf die entmündigenden Zustände im klinischen Forschungswesen während der Weimarer Republik und Moses' „Kampf gegen die Experimentierwut" führten schlussendlich zur Entwicklung von Forschungsrichtlinien.

Das Buch wurde mit dem Ruprecht-Karls Preis der Universität Heidelberg ausgezeichnet.

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