Sie schreiben im Nachwort Ihres Buches "Menschenteufel", Sie freuten sich auf Rezensionen u.a. bei Amazon.
Hier wäre meine:
BITTE TUN SIE DAS NIE WIEDER!
Wie kann man denn so ein Buch schreiben? Erst wird der Leser mit nachgerade langweiligen Nebensächlichkeiten eingelullt. Zugegeben, der erste Mordfall ist skurril, aber die Profi-Leser stecken das locker weg. Fühlen sich eher belastet, vielleicht angeekelt von den ausführlichen Beschreibungen des alzheimerischen Vaters. Das kommt bei manchen Lesern nicht gut, wahrscheinlich gerade bei denen, die Eltern im Gefahralter haben.
Aber das ist ja alles nix gegen das Furchtbare, Elende, Widerwärtige, Entsetzliche, das Sie danach loslassen. In einer genialischen Mehrschichtigkeit, menschlich, psychologisch, historisch, und phantastisch. Sie verlassen nie den Boden der Realität, die Akteure mit ihren Eigenheiten und alltäglichen wie professionellen Problemen sind dem Leser nie fremd. Im Gegenteil... Und gerade das macht die Wucht, die ungebremste Gewalt aus, die dieses Buch - nein, Machwerk - beim Leser erzeugt.
Ich lese viel und gerne, auch berufsbedingt. Ich besitze eine (gelesene, nicht ererbte) Bibliothek von mehreren tausend Büchern, natürlich auch Thriller und Kriminalromane. Ihr Buch steht in meinem Regal erschreckender, eindringlicher, und wirklich GUTER Bücher in der ersten Reihe. Besonders bemerkenswert der zeitliche Kontext (03/2010!), für den Sie nichts können, was Ihr Buch umso mehr leuchten lässt. Ich bestelle jetzt Ihr Erstlingswerk, den Hamburg-Roman. Ich hoffe, dass er nicht ganz so gut ist wie "Menschenteufel". Sonst bräuchte ich Kreislauftropfen!
Weiter so!
Quälen, erschrecken, fesseln Sie uns Leser weiter. Gerne auch in variabler Abfolge!
Mit besten Grüssen,
Ihr
Dr. Jo Endres
PS: Die Aufforderung am Anfang der Rezension ist natürlich nicht ernst gemeint...