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Das beherrschen Psychopathen perfekt. Denn ihnen fehlt ein Gewissen, das ihnen Regelverstöße erschwert. Zudem sind sie nicht in der Lage, Empathie und Mitleid zu empfinden. Hinzu kommen ein übersteigertes Gefühl der eigenen Bedeutung, Anspruchsdenken, fehlende Lernfähigkeit, Oberflächlichkeit, eine mangelnde Selbstkontrolle und antisoziales Verhalten.
Doch wie können sich Unternehmen und Mitarbeiter vor ihnen schützen? Die wichtigste und erste Verteidigungslinie ist das Einstellungsgespräch, sagen Babiak und Hare. Einzelne Mitarbeiter sollten sich zu ihrem Schutz über Psychopathie informieren (indem sie dieses Buch lesen, zum Beispiel), eigene Schwachpunkte und Empfindlichkeiten erkennen und sich klarmachen, welchen Nutzen diese Psychopathen bieten könnten. Die wichtigste Regel: Auf keinen Fall das Spiel mitspielen, sondern sich der psychopathischen Person entziehen.
So aufschlussreich dieses Buch ist, eine gewisse Gefahr liegt darin, dass man plötzlich überall Psychopathen sieht. Ist die Schablone erst einmal im Kopf, bekommt man sie so schnell nicht wieder heraus. Diese Gefahr sehen auch Babiak und Hare. Sie warnen ausdrücklich davor, den Begriff Psychopath auf Kollegen überhaupt anzuwenden. Zweifellos aber ist Menschenschinder oder Manager ein lesenswertes und nützliches Buch: für Betroffene und solche, die es nicht werden wollen.
-- Sigmar von Blanckenburg
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nicht jede Persönlichkeitsstörung lässt sich in Assessments erkennen,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit (Gebundene Ausgabe)
Wenn das FBI Serienmörder oder Terroristen ausfindig machen will, nimmt es nicht selten die Dienste von Robert D. Hare in Anspruch. Denn unter Psychologen gilt er als Experte für Psychopathen. Nun legt er mit dem Arbeits- und Organisationspsychologen Paul Babiak zusammen ein Buch vor, das die Psychopathen in den Teppichetagen näher unter die Lupe nimmt. Doch was heisst schon Psychopath, wenn sich die Jugendlichen diesen Begriff auf dem Schulhof zuwerfen? Grob gesagt ist es eine veraltete Bezeichnung für Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung, unter denen die Umwelt zu leiden hat. Ein vager Begriff. Doch selbst wenn die Autoren davor warnen, nach der Lektüre ihres Buches gleich jeden Mitmenschen und Vorgesetzten zu diagnostizieren, erhält der Leser einen anschaulichen Eindruck, welche Charaktereigenschaften Psychopathen eigen sind.
Das Bild des Psychopathen entsteht beim Leser auf dreifache Weise: Durch die fiktive Erzählung von Dave, die sich als roter Faden durch Buch zieht, durch reale Fallgeschichten und durch verständlich beschriebene Theoriemodelle. Und indem die Autoren auf ein Happyend verzichten und den widrigen Dave am Schluss aufs Siegerpodest steigen lassen, zeichnen sie die Wirklichkeit der Arbeitswelt nach. Um dieses Drama noch zu verstärken, ist das Buch auch als Drama in fünf Akten gegliedert. Das ist geschickt gemacht, weil dem Leser so auch vorgeführt wird, welche Kulissen, Requisiten und Nebenfiguren es braucht, damit der böse Held siegen kann. Denn ohne Mitspieler keine Täter. Zu den Tätern gehören aber auch oft die Menschen in Personalabteilungen. Ihnen reden die Autoren besonders ins Gewissen. Denn sind die Psychopathen erst Mal im Haus, lassen sie sich so schnell nicht mehr vertreiben. Schliesslich sind die Meister in der Kunst des Manipulierens und Täuschens. Besser ist es demnach, sie möglichst früh zu orten. Schwankend, ob ich dem Buch fünf oder vier Sterne erteilen sollte, entschied ich mich für den Abzug. Und zwar aus zwei Gründen: Mir fehlte eine Bildungsreise ins Gebiet der Verhaltenspsychologie und mir fehlte auch eine modernere Differenzierung von Persönlichkeitsstörungen. Als Leser möchte ich mehr Anhaltspunkte, weshalb Psychopathen kein Gewissen haben. Denn schliesslich gibt es zu dieser Frage interessante Antworten von Emotionspsychologen und Neurowissenschaftlern. Und ich möchte auch wissen, was wohl dazu führte, dass ich mein eigenes psychopathisches Potenzial zügeln konnte, was der widrige Karrieremensch mit mir zu tun hat und was aus weniger karrieregeilen und gescheiten Psychopathen wird. Mein Fazit: Für mich war die Lektüre dieses aussergewöhnlichen Buches ebenso faszinierend wie erschreckend. Und was die Autoren zum Thema Früherkennung von Psychopathen meinen, stärkt meinen Glauben, dass in den Köpfen von Personalverantwortlichen noch immer Ideen herumgeistern, die mit dem realen Wesen des Menschen herzlich wenig zu tun haben. Ein starkes Buch. Ich hoffe nur, dass es die richtigen Leser erreicht und sensibilisiert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geht unter die Haut!!,
Von M.Lillith (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist die Weiterführung der einleitenden Lektüre "Gewissenlos" von Robert Hare. Beide Autoren Babiak/Hare haben hier ein ganz spezifisches, populärwissenschaftliches Werk über Menschen am Arbeitsplatz mit psychopatischen Verhaltensweisen geschaffen. Für Betroffene, die durch solche Menschen zu Schaden gekommen sind, ist es eine große Hilfe. Ich hatte beim Lesen dieses Buches ständige "Aha-Erlebnisse". Die wirtschaftlichen Schäden, die durch solche Verhaltensweisen entstehen, sind kaum bezifferbar. Ganz zu schweigen von den Schäden der Betroffenen in physicher, psychischer und materieller Hinsicht. Wie die Autoren schon beschreiben, ist es ein Buch, das ganz speziell Menschen im Bereich Personal, aber auch im Bereich der sozialen Berufe, eine Hilfe ist. Hier wird aufgezeigt, das Psychopathen "Therapieresistent" sind und es zu keiner nennenswerten Verhaltensänderung kommt. Beängstigend ist es, dass durch die gesamte sich verändernde Arbeitswelt, solche Individuuen dadurch einen Vorteil ziehen und die zukünftigen Schäden überhaupt nicht abzusehen sind. Durch die fehlenden Regularien ist es für diese Menschen einfacher geworden, durch die Netze zu schlüpfen. Kein gutes Gefühl!! Auf jedenfall lesenswert!!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verständliche Darstellung des Themas "Psychopathie",
Von Tobias Stephan "psycho-leipzig" (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit (Gebundene Ausgabe)
"Psychopathen bei der Arbeit" - der Untertitel des neuen Buches von Robert Hare, dem weltweit bekanntesten Psychopathie-Forscher, ist doppeldeutig: Hare und Paul Babiak, ein amerikanischer Arbeitspsychologe, beschreiben zum einen das manipulative Vorgehen von Psychopathen (sozusagen ihre Arbeitsweise), zum anderen steht in diesem Buch nicht der "mordende" Psychopath im Vordergrund, der einen Großteil seines Lebens im Gefängnis verbringt, sondern der Arbeitskollege, der psychopathische Merkmale aufweist.
Ein Psychopath empfindet keine Schuld, die Gefühle seiner Mitmenschen lassen ihn kalt, vielmehr manipuliert er sie um seines eigenen Vorteils willen. Das Buch ist zweigeteilt: Fallschilderungen "erfolgreicher" Psychopathen wechseln sich ab mit eher "theoretischen" Ausführungen, z.B. darüber, wie Psychopathen vorgehen, wieso sie oftmals so erfolgreich sind und ihnen viele Mitmenschen auf den Leim gehen und was man gegen sie unternehmen kann: Wie kann ich verhindern, dass ich einen Psychopathen einstelle? Und wenn er schon in meinem Betrieb arbeitet, wie gehe ich mit ihm um (oder ihm aus dem Weg)? Die Schilderungen der Autoren sind stets anschaulich und für Laien ebenso wie für Fachleute verständlich und gewinnbringend. Nachdem die Autoren sich zu Beginn noch etwas schwer tun, einen roten Faden zu entwickeln, entsteht schließlich ein gut lesbares Buch. Eins wird klar: Wenn Personalverantwortliche und Manager ihr "Handwerkszeug" beherrschen und ihre "Hausaufgaben" machen (Dokumentation, Kommunikation, Sorgfalt), haben es Psychopathen in ihren Unternehmen schwerer, Fuß zu fassen. Anzumerken bleibt, dass das Buch v.a. auf amerikanische Maßstäbe (manche Gegenmaßnahmen gegen Psychopathen dürften deutsche Datenschützer in den Wahnsinn treiben) sowie auf Wirtschaftsunternehmen zugeschnitten ist. Außerdem steht der erfolgreiche, manipulative, hoch intelligente Psychopath im Vordergrund. Es entsteht zuweilen der Eindruck, Psychopathie sei zwangsläufig mit hoher Intelligenz und beruflichem Erfolg gepaart. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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