Was Nicholson Baker mit diesem bemerkenswerten Buch aufzeigt:
Für solche Unmenschlichkeiten, wie sie in jenen Jahren gedacht und getan wurden, kann niemals nur eine Seite verantwortlich sein. Es war eben nicht nur Deutschland mit diesem unseligen Hitler und seinen Anhängern, es waren auch die USA mit dem trickreichen Roosevelt, und es war ganz besonders England mit diesem Churchill und seinem abgrundtiefen Haß gegen die deutschen Hunnen, die die Welt zu diesem schrecklichen Krieg führten. 'Hitlerismus und Churchillismus sind im Grunde dasselbe', wird Mahatma Gandhi zitiert.
Für diese Mächtigen, pervers und machtgeil, wie sie geschildert werden, sind die eigenen Völker ebenso Spielmasse wie die Juden und die wegen der Blockaden Englands dem Hunger ausgesetzten neutralen Völker Frankreichs, Norwegens, Polens, um hier nur einige zu nennen.
Und so ganz nebenbei erfährt der Leser eine Reihe von Fakten, die so ganz anders klingen, als uns von den Medien oder im Geschichtsunterricht eingebleut wurden. Hier eine kleine Auswahl: Mit Luftangriffen auf die Zivilbevölkerung des Gegners begann Churchill, und nicht Hitler. Dem neutralen Norwegen ließ ebenfalls dieser Churchill die Seehäfen verminen, gegen geltendes Völkerrecht. Und auch vor Bombardements auf Städte in Frankreich und Belgien schreckten Engländer und Amerikaner ebensowenig zurück wie vor Planungen zum Einsatz von chemischen und biologischen Waffen.
Was Nicholson Baker allerdings nicht aufzeigt, ist die Antwort auf die Frage, wer denn diese Walze an Unmenschlichkeit in Bewegung setzte. Wer waren schlußendlich die eigentlichen, planenden Hintermänner und Finanziers, die die Völker der Welt gegeneinander hetzten, um damit am Ende ihren Profit zu machen? Daß die USA aus diesem Völkermorden als die Weltmacht hervorging, damit könnte wenigstens beantwortet werden, wo diese Finanziers zu Hause waren.