Unter seinem schwarzen Kaschmirmantel trug er einen schicken Nadelstreifenanzug, eine fantastische rote Krawatte und ein leuchtend weißes Hemd. Falls er der geheimnisvollen Vampirin doch in die Arme laufen sollte, wollte er so gut wie möglich aussehen. Sein dunkles Haar war auf eine lässige, ungekämmt wirkende Art aus der Stirn gestrichen, die total cool wirkte. Und die Schuhe von Gucci, echte Gucci. Schwarzes Leder, glänzendes Goldzeug. Der Typ ist angezogen wie Mr Perfect - das ist Butch. Der Typ sieht umwerfend aus und die Fans der Black Dagger Reihe lieben ihn.
Butch ist eigentlich nicht immer bei der Brüderschaft gewesen. Er war viele Jahre ein Cop und mit seinen Ermittlungen zur Explosion einer Bombe startete er vor einem Jahr seinen bizarren Trip in die Vampirwelt. Bis dato hat er niemals nur in Betracht gezogen, dass es Vampire überhaupt gibt. Aber in Folge einiger wirklich absonderlicher Ereignisse hatte er sich der Bruderschaft angeschlossen, nachdem er wegen Polizeibrutalität an die Luft gesetzt wurde. Es hat ihm nicht viel ausgemacht, da ihn sein Job bei der Mordkommission beinahe aufgefressen hatte. Und er hatte sowieso kein vernünftiges Zuhause, bis dato auch keine Frau, die auf ihn gewartet hätte, keine Familie, die ihm nahe stand.
Die Brüderschaft wurde zu seiner Familie.
Aber Butch sitzt auch hier irgendwie in der Zwickmühle. An der Seite der Brüderschaft kann er nicht kämpfen, weil er kein Vampir ist, in die Welt der Menschen zurückkehren kann er auch nicht, weil er zu viel weiß. Eine Zeit lang hatten die Veränderungen die Realität verdrängt. Aber nach und nach fiel ihm auf, dass er trotz aller Unterschiede nicht besser dran war als damals, als er noch in seinem alten Leben nirgends dazu gehörte.
Er könnte von der Bruderschaft alles haben, aber Butch ist von seinem Charakter her kein Schmarotzer. Vor allem, er ist nicht der Typ, der sich vornehm zurückhält, wenn ein Unschuldiger in Bedrängnis gerät. Die Bruderschaft hielt ihn zwar von den Lessern fern, aber Butch ist auf vieles vorbereitet. Nur auf das nicht, was ihm die Gefangenschaft bei den Lessern eingebracht hat.
Ich fieberte ständig mit Butch mit, denn für ihn gibt es auch einige Hindernisse, die er überwinden muss, bis er endlich mit der einzigen Frau, die ihm je den Atem verschlagen hatte - Marissa zusammen bleiben kann, aber das macht ja den Reiz des Buches aus. Je verzwickter, umso besser.
Butchs Lebensgeschichte ist nicht weniger interessant als die von seinen vampirischen Freunden. Er war mir schon vom Anfang der Reihe sehr sympathisch. Butch ist einfach ein cooler Typ. Als Liebhaber ist sehr zärtlich und vor allem sehr geduldig. Marissa macht es ihm nicht gerade leicht.
Sie ist eine sehr schöne Frau voller ungestillter Leidenschaft und geheimer Sehnsüchte und gleichzeitig auch voller Zweifel. Aber aus einer schüchternen Frau wird im Laufe des Buches eine Frau mit einer starken Persönlichkeit.
Die beiden sind so süß und leidenschaftlich. Man kann gar nicht genug von ihnen bekommen.
Zwischen ihnen herrscht eine sexuelle Anziehungskraft seit dem ersten Buch dieser Reihe und ich wartete stets darauf, wann es endlich zwischen den beiden so richtig funkt. Das ständige Hin und Her zeigt nur, wie sich die Beziehung zwischen den beiden aufbaut. Und diese Spannung gefiel mir besonders gut. Man fragt sich, wie soll denn eine Beziehung zwischen ihnen funktionieren. Sie eine Aristokratin der Vampirwelt, er ein ganz gewöhnlicher Mensch. Nun, mir fällt nur eine passende Antwort ein: Die Liebe kennt keine Grenzen. Die Autorin J.R. Ward weiß es viel, viel besser.
Wie schon die anderen Teile dieser Reihe hat mir auch die Geschichte über Butch und Marisa sehr gefallen. Es ist das beste Buch der Reihe, weil es auch von Seite zu Seite spannender wird . Ich habe es in wenigen Tagen fertig gelesen.
Diese Serie hat Suchtpotenzial.
Natürlich hat es mich gefreut, Bekannte aus den anderen Teilen der Reihe wieder zu treffen, die das allgemeine Bild der Familie beleben. Leider weiß man von Thor immer noch nichts. Sein Pflegesohn John hat es in seiner momentanen Phase kurz vor der Transition sehr schwer. Er tut mir leid und ich hoffe, es geht ihm bald besser. Und natürlich spielt Vishous hier eine große Rolle. Er ist für Butch etwas ganz Besonderes.
Ich empfehle: Lesen und nichts verpassen!