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von Susan Hill
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von Susan Hill
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von Vena Cork
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von Phil Rickman
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von Stephen Booth
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Das erste Vergnügen, das die Jagd begleitete, das rasche Zuschlagen und das Töten war vorüber ... die Erregung, die in mir aufwallte, glich keiner, die ich je zuvor gespürt hatte. Wie eine Beichte schiebt Susan Hill die anonymen, das furchtbare Verbrechen ahnenden Monologe zwischen die Handlung, deren Schauplatz kleinstädtische Idylle ist. Wir sind nicht mehr als ein Marktflecken mit einer Kathedrale. Eigentlich ließe es sich hier also ganz beschaulich leben: da ist die junge Ärztin Dr. Deerborn, der Chor des Ortes, die Polizeistation und deren Chef Serrailer. Er hat mehr Herzen gebrochen, als ich warme Mahlzeiten genossen habe. Freya wird von einer Freundin gewarnt.
Und je heimischer man sich bereits in der beschaulichen Idylle des kleinen Dörfchen als Leser fühlt, umso schauriger erlebt man das Grauen mit, das sich um die Verschwundenen zusammenballt. Heile Welt und Abgrund des Bösen kontrastieren aufs Schärfste. Professionell hält die Autorin die Spannung zwischen Verbrechen und Aufklärung. Farbig schildert Susan Hill die Szenerie, wozu auch jene wachsende Zahl an alternativ Heilern gehört, die sich im Nachbarstädtchen ansiedeln. Viele New-Age-Anhänger tauchen im Frühjahr dort auf. Quacksalber und Scharlatane. Haben sie etwas mit den Vermissten zu tun?
Viele Personen spielen mit, aber keine Bange, sie werden geschickt und gut dosiert ins Geschehen eingeführt, nie verliert man den Überblick. Langsam öffnet sich der Schauplatz, das Ensemble vergrößert sich, eine Struktur entsteht, Handlung wird lebendig. Und das alles erzählt Susan Hill ohne Druck, Eile oder Hast, ganz im Gegenteil. Daraus sollte aber keineswegs der voreilige Schluss gezogen werden, es könne mit der Spannung nicht so weit her sein, ebenfalls ganz im Gegenteil: langsam und schleichend, unanwendbar und unabänderlich kristallisiert sich das Verbrechen heraus, überrascht schließlich und raubt bis dahin Schlaf und Atem. Wie einen Kokon spinnt die Autorin den Roman um den Leser, der das aber erst merkt, wenns zu spät ist. Bestens gelungen die Figur der jungen Freya, privat, persönlich, dienstlich, eine Kommissarin, die überzeugt und die ihn besitzt diesen zusätzlichen Instinkt, das Gespür, die Nase für etwas ... wie auch immer man das nennen wollte, Freya Graffham hatte es. Ein klasse Thriller, 560 Seiten und keine einzige zuviel. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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