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MenschInnen: Gender Mainstreaming - Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen
 
 
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MenschInnen: Gender Mainstreaming - Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen [Gebundene Ausgabe]

Barbara Rosenkranz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
  • Verlag: Stocker; Auflage: 1 (September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902475536
  • ISBN-13: 978-3902475534
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 290.856 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit dem Begriff Gender Mainstreaming (dt.: „durchgängige Gleichstellungsorientierung“) ist der Versuch verbunden, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. Der Amsterdamer Vertrag von 1997 hat dieses Konzept auch zum offiziellen Ziel der EU-Politik erhoben. Dagegen wurde von Anfang an scharfe Kritik erhoben, die im Gender Mainstreaming-Konzept einen totalitären Kern ortet. Zu den Kritikern der GM-Politik gehört auch Barbara Rosenkranz. Die Autorin zeichnet in ihrem Buch zum einen die Entwicklung des GM nach und versucht dieses Phänomen einzuordnen. Leitend für die Untersuchung sind unter anderem folgende Fragen: Was unterscheidet Gender Mainstreaming von klassischer Frauen- und Gleichstellungspolitik? Inwieweit geht GM daran vorbei oder darüber hinaus? Wer sind die hauptsächlichen Propagandisten des GM? Wie konnte es zu der Rechtsstellung des GM kommen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Feminismus und Neoliberalismus? Welche konkreten Auswirkungen hat das GM auf das tägliche Leben, insbesondere in der Verwaltungspraxis und im Erziehungsbereich? Wie stark GM bereits im öffentlichen Leben verankert ist, zeigt unter anderem die Verweiblichung von Piktogrammen und Verkehrsschildern. Auch hier spürt die Autorin den Gründen für diese schleichende Veränderung im Alltagsleben nach. Die Argumente und Beobachtungen, die Rosenkranz zusammenträgt, sind alarmierend, gelingt es ihr doch, das GM-Konzept als neomarxistische Ideologie zu enttarnen, die darauf abzielt, einen neuen, geschlechtslosen Menschen zu schaffen. Grundlage ist ein behavioristisches Menschenbild, das jeglichen biologischen Unterschied zwischen den Menschen zu leugnen bestrebt ist. Die Autorin: Barbara Rosenkranz, Jahrgang 1958, war u. a. Abgeordnete zum Niederösterreichischen Landtag 1993-2002, seit 2006 ist die Autorin Obmann-Stellvertreterin des Freiheitlichen Parlamentsklubs.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Man könnte sich fragen: Ist es überhaupt möglich, auf 153 Seiten eine fundierte und wesentliche Kritik am Gender-Mainstreaming (GM) und der ihm zugrunde liegenden Gendertheorie zu üben? Meine Erfahrung mit dem Buch von Barbara Rosenkranz lässt mich diese Frage mit einem klaren »Ja« beantworten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Grundlagen von GM auf Ideologien aufsetzen. Und da Ideologien meist auf fatalen Denkfehlern und Wahrnehmungsdefiziten beruhen, kann man ihre Schwachstellen auch leicht finden und ihre inneren Widersprüche aufdecken. In diesem Sinne leistet das Buch hervorragende Aufklärungsarbeit.
Die Autorin schildert als Österreicherin zwar vornehmlich österreichische Gegebenheiten, nimmt aber auch immer auf die bundesdeutsche oder die europäische Realität Bezug, die sich eigentlich deswegen nicht groß unterscheidet, weil GM eine europäische Richtlinie ist, die für alle EU-Länder bindend ist. Wer über »Geschlecht« redet, kommt an »Fortpflanzung« nicht vorbei, denn das ist die eigentliche biologische Funktion der Geschlechter. Dementsprechend geht die Autorin am Anfang des Buches kurz auf die demoskopische Situation ein. Bekannt ist, dass die Kinderquote pro Frau in fast allen Industriestaaten kleiner als zwei ist. Die reproduktive Rate von 2,3 wird hier schon lange nicht mehr erreicht. Damit ist klar, dass solche Populationen aussterben werden, wenn die Rate nicht wieder über die 2,3 geht. Die Autorin belegt auch, dass dies in erster Linie ein Problem der Eliten ist, denn je höher der Bildungsgrad ist, desto geringer fällt die Kinderzahl aus. Unter Journalistinnen, wo die Genderthesen am stärksten rezipiert werden und die auch den größten Einfluss auf die öffentliche Meinung haben, ist mit ca. 67% die Kinderlosigkeit am größten. Des Weiteren belegt die Autorin mit vielen Zahlen, dass den erklärten Zielen der Frauenpolitik und des GM die Interessen der Bevölkerung (besonders der weiblichen) klar entgegen stehen. Es handelt sich hier um ein Programm "von oben", das "nach unten" durchgesetzt werden soll, ohne dass es öffentlich diskutiert wurde, geschweige denn demokratisch legitimiert wäre. Die Umsetzung geschieht nach dem Kaderprinzip, das auch schon in der ehemaligen Sowjetunion eingesetzt wurde, um von oben festgelegte Prinzipien effizient nach unten durchzusetzen.
Im weiteren Verlauf des Buches beschäftigt sich Barbara Rosenkranz etwas genauer mit dem GM. Dabei legt sie offen, dass dieser Begriff gar nicht so klar definiert ist und dass scheinbar auch kein allzu großes Interesse besteht, dass er in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Jedenfalls ist er bei der Bevölkerung kaum bekannt. Offiziell wird er mit Gleichstellung assoziiert und es wird betont, dass GM auf beide Geschlechter ziele. Schaut man jedoch hinter die Kulissen, dann tauchen dort das Gender-Kompetenzzentrum und die "Gender Studies" auf. Das Gender-Kompetenzzentrum berät vor allem Politiker und Entscheidungsträger in Genderfragen und es unterhält Kontakte zur Genderforschung. Die "Gender Studies" selbst gründen auf dem Genderparadigma, das »Geschlecht« - sogar biologisches - als soziales Konstrukt "dekonstruiert". Ausgeheckt haben das in erster Linie Soziologen, Philosophen und Literaturwissenschaftler (Judith Butler, eine der maßgeblichen Theoretikerinnen des postmodernen Feminismus und der Gendertheorie ist Philosophin und Literaturwissenschaftlerin). Dass das soziale Geschlecht durchaus kein Konstrukt sein könnte und mit dem biologischen korrespondiert, ist in den "Gender Studies" Denktabu und darf keinesfalls in einem offenen interdisziplinären Dialog mit Biologen und Psychologen diskutiert werden. Um das rund zu machen, muss man natürlich den Kontrahenten in epistemisch-relativistischer Manier die Kompetenz absprechen, indem man ihnen unterstellt, sie seien von dichotomen Denkkategorien korrumpiert, die von den Genderisten längst dekonstruiert seien. Namhafte Leute, wie z.B. der Mainzer Soziologe und Kriminologe Prof. Dr. Dr. Bock, die GM und Gendertheorie öffentlich kritisieren, werden mundtot gemacht. Da GM alle öffentlichen Richtlinien durchdringt, stehen als Druckmittel hier die Kürzung von Fördergeldern, die Vergabepraxis öffentlicher Aufträge, dienstliche Beurteilungen und öffentliche "Brandmarkung" zur Verfügung. Wenn also ein Prinzip und seine zugrunde liegende Theorie auf zweifelhaften Voraussetzungen fußt, den interdisziplinären Dialog nicht sucht, sich stattdessen gegen jede Kritik von außen immunisiert und versucht, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen, dann kann es sich hier nur um eine totalitäre Ideologie handeln.
In "Die Wurzeln des Gender Mainstreamings" zeigt die Autorin die historischen Quellen des GM auf. Hier weist sie an vielen Zitaten von Marx, Engels, Bebel u.a. nach, dass die Ideen des GM und der Gendertheorie bereits bei den "fossilen" Linken angelegt waren. Neue Aspekte (insbesondere die These vom Geschlecht als sozialem Konstrukt) haben Simone de Beauvoir u.a. hinzugefügt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass den Protagonisten allesamt nicht auffällt, dass sie das, was sie kritisieren, durch die Hintertür wieder einführen. Sie prangern nämlich den alten "Rollenzwang" für Männer/Frauen an und wollen im selben Atemzug Männern und Frauen neue Rollen aufdrängen, die nun mit allen Mitteln politisch durchgesetzt werden sollen. Es ist das Kennzeichen jedes Totalitarismus, dass er Menschen zu neuem Verhalten umerziehen will.
Die folgenden beiden Kapitel des Buches beschäftigen sich damit, wie und mit welchen Strategien sich GM in Politik und Gesellschaft breit gemacht hat und wie es praktisch umgesetzt wird. Dabei vergisst Barbara Rosenkranz nicht, auch darauf hinzuweisen, mit welcher Selbstverständlichkeit hier Steuergelder für die absurdesten Projekte verbraten werden (z.B. für die Her- und Aufstellung von gegenderten Verkehrsschildern wie das auf dem Buchcover ironisch übertriebene Original).
Das letzte Kapitel sollte dem Titel nach Handlungsperspektiven aufzeigen. Es ist leider etwas misslungen. Einer nochmaligen Zusammenfassung des bereits Geschriebenen, steht dann nur noch Frankreich mit seiner Familienpolitik als positives Beispiel gegenüber. Das kann ich irgendwie nicht richtig glauben. Ansonsten kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der sich kritisch mit GM und der Gendertheorie auseinandersetzen möchte. Er wird schwerlich ein zweites Buch finden, das auf so engem Raum so viel gut belegte Hintergrundinformation bringt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Welt im "Gender-Wahn" 11. Oktober 2011
Von T. Brandt
Die FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz sieht in der Umsetzung von Gender Mainstreaming (GM) den Menschen auf dem Weg in die "Geschlechtslosigkeit". In diesem Buch geht sie auf die Gender-Theorie und die Gender-Politik ein. Insbesondere das Kapitel über die Grundlagen der Gender-Theorie und ihre historischen Wurzeln ist lesenswert. Rosenkranz sieht in Karl Marx und Friedrich Engels die Vordenker der Gender-Bewegung, in der französischen Feministin und Abtreibungsaktivistin Simone de Beauvoir ("Man kommt nicht als Frau zur Welt ...") das "Bindeglied" zwischen dem Sozialismus-Kommunismus und dem Gender-Feminismus. Für die weitere Entwicklung erwähnt die Autorin den Französischen Philosophen Michel Foucault, dessen Ansichten zur "Sexualität als Konstruktion" großen Einfluss auf die spätere Gender-Theoriebildung genommen hatten. Hier geht Rosenkranz auf Judith Butler, eine US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin und maßgebliche Vordenkerin der feministischen Bewegung, und ihren diskursanalytischen Ansatz der Gender-Theorie ein. Butler glaubt, dass Geschlechtskategorien wie "Mann" und "Frau" durch performative Sprechakte hervorgebracht werden. Rosenkranz schildert auch, wie GM in kostspieligen Projekten (z. B. die 180.000 ¤ teure Studie "Gender Greenstreaming", zu deren Ergebnis gehört, dass es auch sinnvoll ist, wenn es "Motorsägenkurse für Mädchen" gäbe, S. 136) in die Praxis umgesetzt wird. Zu Recht kann man an dieser Stelle von einem "Gender-Wahn" reden.
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52 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
spannend und schockierend 13. Februar 2009
Von Roland Roth TOP 500 REZENSENT
Gender Mainstreaming - ein Begriff, den jeder einmal gehört haben sollte. Das Buch stellt klar und definiert die offensichtlichen Beweggründe und die möglichen Gefahren der angepeilten Gleichstellung der Menschen. Die Argumente und Beobachtungen, die Autorin Rosenkranz vorstellt, sind beängstigend. Dabei stellt sie in den Raum, dass das GM-Konzept eine neomarxistische Ideologie als Grundlage hat, die darauf abzielt, einen neuen, geschlechtslosen Menschen zu schaffen. Dabei ist es absolut verwerflich, jeglichen biologischen Unterschied zwischen den Menschen zu leugnen, denn was passiert, wenn ich damit eine Massengesellschaft schaffe, von denen Orwell nur hätte träumen können...?
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