Als ich es zwei-drei-Mal gehört hatte war mir klar - JA! - es gibt ihn noch! Da ist er wieder, mit seinen knapp-klaren Textzeilen, seiner überlegten Instrumentation (die sich erfreulich von den teils brachialen Überladungen der letzten beiden Alben wegbewegt). Seine Texte gehen tief, und für die, die wollen, auch noch tiefer. Frage mich eigenlich seit "Bleibt alles anders", wie Herbert Grönemeyer zu seinen Weisheiten kommt "Am Strand des Lebens, ohne Grund, ohne Verstand"... Man spürt, dass er sehr nach innen ging nach seinen persönlichen Erfahrungen, die er zu verkraften hatte. Er lässt den Hörer auf seine Art teilhaben, ohne hausieren zu gehen, gibt Ausblick in einer Zeit, wo wir's brauchen können, wo Orientierung gefragt ist, wo wir gern hören, dass "alles auf dem Weg ist". - - Der Song ist rund in sich, vom Aufbau her allein schon, überlegte Ressourcenverwertung der beteiligten Instrumente, unterschiedlicher Ausgesang des Refrains, na wow, thats Grönemeyer! "Mensch" - Klasse!!