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Der Mensch im Kosmos
 
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Der Mensch im Kosmos [Taschenbuch]

Pierre Teilhard de Chardin , Othon Marbach
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 326 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 3., um ein Nachwort erweiterte Auflage (27. Mai 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406455417
  • ISBN-13: 978-3406455414
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 400.606 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Pierre Teilhard de Chardin
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Mensch im Kosmos
OT Le phénomène humain OA 1955 (postum) DE 1959Form Sachbuch Bereich Theologie
In seinem Hauptwerk untersucht Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin den Ursprung und die stammesgeschichtliche Entwicklung des Lebens und Denkens. Aus seinen Beobachtungen leitet er einen transzendenten Endpunkt der Evolution ab.
Entstehung: Der Hauptteil des Buchs entstand bereits zwischen 1938 und 1940 in China und den USA. Eine Anfrage des Autors um Druckerlaubnis beim Vatikan blieb 1941 ohne Antwort. Auch sieben Jahre später, nach Umarbeitung und Ergänzung des Texts, wurde das kirchliche Imprimatur nicht erteilt, sodass die Schrift erst postum im Jahr 1955 erscheinen konnte.
Inhalt: Der Autor stellt die Entwicklung des Universums in vier Stufen dar – 1. die Entstehung der Materie als Vorstufe des Lebens (Geogenese), 2. die Entstehung des Lebens aus der Materie (Biogenese), 3. die Entstehung des Denkens (Psychogenese) bzw. des Ich-Bewusstseins (Noogenese) innerhalb des Lebens und 4. der Zusammenschluss des Denkens zu einer »höheren Lebensform« (Konvergenz des Geistes). Die erste Materie bildet sich aus der »Granulation« einer Ur-Energie, dem Licht vergleichbar. In der Materie erscheint diese Energie in zweifacher Form: als »tangentiale«, äußere Energie, welche die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Stoffs bestimmt und als »radiale«, innere Energie, die bereits dem einfachen Stoff eine gewisse »Spontaneität«, ein rudimentäres Bewusstsein verleiht und die eigentlich treibende Kraft für den Fortschritt der Evolution darstellt. Die Materie hat von Beginn an eine »zweiseitige Struktur« und neben physischen auch psychische Merkmale.
Die Evolution erscheint Teilhard als eine Reihe »geplanter Zufälle«, die immer wieder zu sprunghafter Komplexitätszunahme in der Anordnung der Elementarteile führen – so etwa beim Übergang von unbelebter zu belebter Materie (vom Makromolekül zur Zelle) oder bei der Herausbildung des denkenden Ich-Bewusstseins beim Homo Sapiens durch Entwicklung des Nervensystems. Gleichzeitig findet eine »Erhitzung oder Konzentration des Psychischen« statt. Die physikalischen Eigenschaften der Materie treten durch die Noogenese in den Hintergrund und es entsteht eine soziale und mentale Gemeinschaft, eine Solidarität im Denken und Handeln, die als »Noosphäre«, als »denkende Schicht«, den gesamten Erdball umschließt. Das reflektive Bewusstsein des Menschen, von der Evolution hervorgebracht, richtet sich nun auf sich selbst und seine Entstehung. Er ist angehalten, die Zielrichtung der natürlichen Evolution zu erkennen, um diese aktiv (also auch mit künstlichen Mitteln wie z. B. der Technik) voranzutreiben. In diesem Sinne setzt die menschliche (Kultur-)Geschichte die »organische Bewegung des Lebens« bis zu ihrem Ende, dem »Punkt Omega«, fort. In Omega addiert und vereinigt sich das durch die Noogenese frei gewordene Bewusstsein zu einem kollektiven, planetarischen Gedächtnis und bringt als »Überpersönliches« die in sich vereinigten Persönlichkeiten zur Vollendung. Der Autor betont, dass sich die einzelnen Persönlichkeiten in der Konvergenz nicht auflösen, sondern ihr jeweiliges Ich-Bewusstsein und damit ihre Einzigartigkeit in Omega erst zur vollen Entfaltung gelangt. Das Streben des Bewusstseinsdrangs »nach immer höheren psychischen Formen« bis hin zu Omega ist unumkehrbar und sehr wahrscheinlich. Omega selbst ist von Anfang an als evolutive Kraft in der Schöpfung präsent und steht als deren Endpunkt außerhalb von Zeit und Raum. Der Gläubige erkennt in Omega Christus wieder, dessen Kraft der Liebe als Gesetz der gegenseitigen Anziehung alles Werden bestimmt, um es am Ende der Zeit in der Ewigkeit zusammenzuschließen.
Wirkung: Teilhards Anerkennung der grundlegenden Thesen der darwinistischen Evolutionstheorie und die Verneinung des Bösen als eigenständige Macht in der Welt brachten ihm von kirchlicher Seite viel Kritik ein. Sein theologisches Werk löste nach der Veröffentlichung jahrelange intensive und kontroverse Diskussionen aus. In jüngerer Zeit bezieht sich auch die US-amerikanische »Cyber-Culture« auf den französischen Jesuitenpater. Der globale Zusammenschluss von Computernetzwerken (Internet) wird hier als technische Realisation der teilhardschen Noosphäre interpretiert. S. I.

Kurzbeschreibung

Der Autor stellt die Entwicklung des Universums in vier Stufen dar - 1. die Entstehung der Materie als Vorstufe des Lebens (Geogenese), 2. die Entstehung des Lebens aus der Materie (Biogenese), 3. die Entstehung des Denkens (Psychogenese) bzw. des Ich-Bewusstseins (Noogenese) innerhalb des Lebens und 4. der Zusammenschluss des Denkens zu einer >>höheren Lebensform<< (Konvergenz des Geistes). Die erste Materie bildet sich aus der >>Granulation<< einer Ur-Energie, dem Licht vergleichbar. In der Materie erscheint diese Energie in zweifacher Form: als >>tangentiale<<, äussere Energie, welche die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Stoffs bestimmt und als >>radiale<<, innere Energie, die bereits dem einfachen Stoff eine gewisse >>Spontaneität<<, ein rudimentäres Bewusstsein verleiht und die eigentlich treibende Kraft für den Fortschritt der Evolution darstellt. Die Materie hat von Beginn an eine >>zweiseitige Struktur<< und neben physischen auch psychische Merkmale. Die Evolution erscheint Teilhard als eine Reihe >>geplanter Zufälle<<, die immer wieder zu sprunghafter Komplexitätszunahme in der Anordnung der Elementarteile führen - so etwa beim Übergang von unbelebter zu belebter Materie (vom Makromolekül zur Zelle) oder bei der Herausbildung des denkenden Ich-Bewusstseins beim Homo Sapiens durch Entwicklung des Nervensystems. Gleichzeitig findet eine >>Erhitzung oder Konzentration des Psychischen<< statt. Die physikalischen Eigenschaften der Materie treten durch die Noogenese in den Hintergrund und es entsteht eine soziale und mentale Gemeinschaft, eine Solidarität im Denken und Handeln, die als >>Noosphäre<<, als >>denkende Schicht<<, den gesamten Erdball umschliesst. Das reflektive Bewusstsein des Menschen, von der Evolution hervorgebracht, richtet sich nun auf sich selbst und seine Entstehung. Er ist angehalten, die Zielrichtung der natürlichen Evolution zu erkennen, um diese aktiv (also auch mit künstlichen Mitteln wie z. B. der Technik) voranzutreiben. In diesem Sinne setzt die menschliche (Kultur-)Geschichte die >>organische Bewegung des Lebens<< bis zu ihrem Ende, dem >>Punkt Omega<<, fort. In Omega addiert und vereinigt sich das durch die Noogenese frei gewordene Bewusstsein zu einem kollektiven, planetarischen Gedächtnis und bringt als >>Überpersönliches<< die in sich vereinigten Persönlichkeiten zur Vollendung. Der Autor betont, dass sich die einzelnen Persönlichkeiten in der Konvergenz nicht auflösen, sondern ihr jeweiliges Ich-Bewusstsein und damit ihre Einzigartigkeit in Omega erst zur vollen Entfaltung gelangt. Das Streben des Bewusstseinsdrangs >>nach immer höheren psychischen Formen<< bis hin zu Omega ist unumkehrbar und sehr wahrscheinlich. Omega selbst ist von Anfang an als evolutive Kraft in der Schöpfung präsent und steht als deren Endpunkt ausserhalb von Zeit und Raum. Der Gläubige erkennt in Omega Christus wieder, dessen Kraft der Liebe als Gesetz der gegenseitigen Anziehung alles Werden bestimmt, um es am Ende der Zeit in der Ewigkeit zusammenzuschliessen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Teilhard schreibt die Evolution fort; für ihn ist der Mensch der "Bohrkopf" der Schöpfung. Wir sind dabei, die Welt immer tiefer zu durchdringen. Die Technik hilft uns, der Fortschritt ist Teil dieser Natur. Indem wir unser Denken vernetzen und das Geistige verbreiten, vermehrt sich auch die Liebe und das Göttliche. Das Leben ist sinnvoll und folgerichtig, es bringt Geist hervor, der letztlich den Kosmos erfüllt. Das Schönste an dieser Lektüre ist, seine optimistische, lebensbejahende Weltanschauung.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
ich habe das buch im jahre 1962 das erste mal gelesen. je länger die zeit vergeht umso mehr trifft das ein was dort geschrieben steht. einheit der welt von ihm defienirt. wir sagen halt globaliesierung. internet, datenhighway etc dazu. und das in den 30er jahren geschrieben. es gibt klare auskunft wo die menscheit derzeit steht und wohin sie wandern wird. ein muss für jeden es in seiner bibliothek zu haben.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klemens Taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Von denen, die versucht haben, diese Seiten bis ans Ende zu lesen, werden viele das Buch unbefriedigt und nachdenklich schließen und sich fragen, ob ich sie in einer Welt der Tatsachen, der Metaphysik oder des Traumes herumgeführt habe." (Teilhard de Chardin)

Bei diesem Buch handelt es sich um den Versuch einer zusammenfassenden Weltschau. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) war gleichzeitig Naturwissenschaftler und Theologe, was auch sein Lebenswerk bestimmte. Er beschäftigte sich mit dem Ursprung des Kosmos, der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Lebens und präsentierte eine ganzheitliche Darstellung des Universums. Der Preis für diese Synthese ist hoch. Seine Ausführungen stehen einerseits im Widerspruch zum biblischen Fundamentalismus und überschreiten andererseits den Rahmen der etablierten Naturwissenschaften. Er verknüpfte auf visionäre Weise Kausalität und Sinn miteinander, baute eine Brücke zwischen empirischen Forschungen und Offenbarungen und befand sich damit - bildlich gesprochen - zwischen allen Stühlen.

Zahlreiche Autoren haben Gedanken von Teilhard de Chardin in ihre Werke einfließen lassen. So beeinflusste er maßgeblich die New Age- Bewegung. Fritjof Capra beschreibt in "Wendezeit" (S. 338) Ähnlichkeiten mit seiner Systemlehre. Nach Teilhard de Chardin verläuft die Evolution in Richtung zunehmender Komplexität, die wiederum von einem entsprechenden Aufstieg des Bewusstseins begleitet wird und ihren Höhepunkt in der menschlichen Spiritualität erreicht. Diese Auffassung einer Teleologie - muss man deutlich sagen - steht nicht im Einklang mit den Naturwissenschaften. Kritiker sehen in dem Buch daher eine Art Naturphilosophie. Kritik kam auch seitens der Kirche. Für die Kirche stellte seine evolutionäre Synthese eine Bedrohung traditioneller Theologie dar. Das führte dazu, dass viele seiner Werke zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht werden durften.

Hoimar von Ditfurth schreibt in "Im Anfang war der Wasserstoff" (S. 246), dass sich die Entwicklung der Welt in kosmischen Maßstäben abspielt und dass sie nicht zum Stillstand kommen würde, wenn die Menschheit eines Tages aus ihr ausschiede. Dies steht im Gegensatz zu Teilhard de Chardins Ausführungen (S. 285), dass Leben einmal und nur einmal fähig war, die Schwelle zum Ich-Bewusstsein zu überschreiten. Hoimar von Ditfurth bezeichnet diese Sicht als anthropozentrische Missdeutung, da sie davon ausgeht, dass sich Leben und Bewusstsein im ganzen Universum nur auf der Erde gebildet haben könnten.

Unabhängig davon, wie man persönlich zu Teilhard de Chardins Thesen steht, handelt es sich um ein zentrales Werk, mit dem sich an Ursprungsfragen interessierte Menschen auseinandersetzen können. Eine ganzheitliche Beschreibung, in die die Erkenntnisse der Evolution und auch der Glaube an einen transzendenten Endpunkt der Evolution einfließen, hat es meines Wissens in Kontinentaleuropa vor Teilhard de Chardin nicht gegeben. Wer mehr über die Wirkung von Teilhard de Chardins Thesen wissen möchte, findet Antworten in dem 1966 erschienenen Tagungsband "Perspektiven Teilhard de Chardins", herausgegeben von Helmut de Terra.
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