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Läßt sich der Begriff Gutsein allgemein "Rückerinnerung"lehren, fragt Sokrates Menon. Menon versucht sich an dem Begriff und erklärt ihn an unterschiedlichen Beispielen. Sokrates hinterfragt jeden dieser Gedanken und stellt fest: "Was ich nicht kenne und wovon ich nicht weiß was es ist, wie könnte ich davon wissen, wie es beschaffen ist?"
Nun folgt ein Dialog mit Menon, in dem verschiedene Beispiele erklärt werden, um sich so einer Lösung der Frage zu nähern. Sokrates fragt Menon was ist Figur, was ist Farbe? Auch hier kommen nur einzelne Beispiele als Antwort und keine Definition. Sokrates deutet die Lösung an: Farbe ist eine Ausströmung der Figuren, die vom Sehvermögen wahrnehmbar ist.
Menon ist aber noch nicht in der Lage die richtigen Schlüsse zu ziehen. Als nächstes Beispiel entwickelt er mit einen unwissenden Diener (Sklaven) höhere Mathematik, an einem Würfel, bis dieser Sklave die Lösung durch schrittweises Erinnern findet.
Sokrates ermuntert Menon: "Deshalb mußt du Mut haben und dich bemühen, auf das, was du zufällig jetzt nicht weißt, die Suche zu richten und dich zu erinnern." Sokrates führt Menon so weiter zu der Lösung, ist das Gutsein etwa etwas "innerseelisches".
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am 11. Oktober 2009
"Da der Mensch ein denkendes Wesen ist, muss die Wahrheit irgendwann an ihn gelangen."
(Karl Jaspers; (1883-1969) in: Was ist der Mensch?)

Platonische Dialoge entsprechen der Zeit und ihrer Gegebenheiten. Menon, um 390 v.Chr. entstanden, gilt für die Hochzeit der Geistesbewegung im antiken Griechenland. Platon, natürlich wieder mit Sokrates an der Seite, ficht um die die Wahrheit, um die Tugend an sich, die Menon, sophistisch mannigfaltig versucht zu erklären. Arete, wie die Griechen sagten, ist der Ausgangspunkt einer Frage, nämlich ob sie ist oder ob sie gelehrt und damit eingeübt werden werden könne. Sokrates, direkt wie immer, zweifelt nahezu naturgegeben an, ob überhaupt (sic!) ein Athener wisse, was die Tugend sei. Denn wie kann man den Kern von etwas wissen, wenn man nicht wisse, was es ist. Menon dagegen begibt sich gelassen auf den Weg, möglichst viele Tugenden zu erklären und doch bleibt die letzte Frage, was es im Eigentlichen ist, offen. Auch wenn die "gerechte Weise" der Tugend als Erklärungsfortsatz augenscheinlich wirken könnte, ist es nicht eine Wirkung an sich. Auch weitere Beispiele bringen nicht mehr. So kann der platonische Sokrates nichts anderes, als die bekannte Methode der Anamnese ins Spiel bringen. Erinnerung, die Anamnesis, verdeutlicht, dass Lernen somit nichts anderes ist als Erinnerung an das, was mal war. So wie die Seele im Phaidon unsterblich genannt wird, weil sie im Zuge der Seelen-Wanderung immer ein neues Leben habe, so sind diese Leben nichts mehr als bekannte und damit erinnerungsrelevante Erfahrungen, die im Zuge des Lernens als Erinnerung eine neue Präsenz erleben. Alles sei schon mal gedacht, sind die aus Platon entstanden Goethe-Worte und diese Annahme zu verdeutlichen, ist Sokrates nächste Aufgabe.

Hier wählt er einen Sklavenjungen, bar jeder Kenntnis von Mathematik, als zu befragenden und stellt fest, dass auch dieser die Kenntnis habe aus der Erinnerung, dass die Fläche des Quadrats über der Diagonalen eines Quadrates der doppelten Fläche des ursprünglichen entspricht. Der Junge konnte alles Wissen als sein eigenes erinnertes preisgeben. Wie die Geometrie so lasse sich auch die Lehre der Tugend betrachten. Zwischen Wissen und Nichtwissen ist nun zu unterscheiden, denn Wissen ist lehrbar, was Nicht-Wissen ist, ist nicht lehrbar. Also wird Wissen und Meinen Grundlage eines Diskurses, welcher münden muss in einen Zwischenraum, in dem Meinen und Handeln Arete erklärt als Synthese von Handeln und Erkennen. Wenn also Tugend weder lehrbar ist noch von Natur aus besessen werden kann, dann kann sie göttliche Eingebung sein. Damit zufrieden ist nicht ein Sokrates, denn für ihn besteht nun die Aufgabe zu vermitteln, dass Arete zum Wissen wird. Dieses zu erkennen, ist Phronesis, also höchste Einsicht, die im Gebrauch, alles weitere auch nützlich werden lässt. (Aristoteles hat die Phronesis (praktische Klugheit) als Maßstab und Vollendung erfolgreichen menschlichen Handelns konzipiert.)

Aber, und dass soll man diesem Dialog durchaus anschließen, ist der spätere Platon schon auf weiteren Gedanken. In den Gesetzen unterscheidet er die natürliche Tugend und die philosophische Tugend und zu beachten ist, dass sie nicht im Wettbewerb stehen, sondern in Stufen sich aufbauen. Die natürliche Tugend als gute Anlage geht der philosophischen voraus. Die in diesem Dialog scheinbar diametrale Sichtweise wird so zusammen zu einem Ganzen geformt. Sokrates' schlussendlicher Hinweis, dass eine sichere Entscheidung erst möglich sei, wenn das Wesen der Tugend selbst genau erforscht sein wird, scheint bedeutend. Vielleicht hat Kant gemutmaßt, dass die alten Philosophen schon feste Gründe vorbrächten, dass Tugend ein Element der Vernunft sei. "Daß, um ein moralisch guter Mensch zu werden, es nicht genug sei, den Keim des Guten, der in unserer Gattung liegt, sich bloß ungehindert entwickeln zu lassen, sondern auch eine in uns befindliche entgegenwirkende Ursache des Bösen zu bekämpfen sei, das haben unter allen alten Moralisten vornehmlich die Stoiker durch ihr Losungswort T u g e n d, welches sowohl im griechischen wie im lateinischen Muth und Tapferkeit bezeichnet [...] zu erkennen gegeben" schrieb jener zu Beginn des zweiten Stücks über Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft.

Nun kann er (Kant) diesen Dialog zwischen Menon und Sokrates nicht noch einmal lesen, aber Sie, werte Leser, können sich in die Gedankenwelt der platonischen Dialoge tugendhaft einfinden.
~~
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am 6. November 2014
Das Buch befindet sich außer einem kleinen Kratzer auf er Rückseite des Einbandes in Top-Zuzstand.
Es wurde mir in sehr netter Weise zugestellt durch den versendenden Buchhandelsbetrieb.
Es war in liebenswertes Geschenkpapier eingehüllt, ein Teebeutel guter Qualität war beigefügt
und eine Visitenkarte des Buchhandeslbetriebes.

Das Buch und der Buchhändler sind uneingeschränkt mit Lob weiter zu empfehlen
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