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"Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!"
(frei nach Johann Wolfgang von Goethe)

Nachdem timediver® in den letzten drei Jahrzehnten eine ganze Reihe von Megalithstätten in Großbritannien, des maltesischen Archipels, den Balearen, auf Sardinien und Korsika, der Bretagne und im Kaukasus besucht hatte, war ich nunmehr auch gespannt auf die "Menhire in Deutschland". Mein erster Blick in das großformatige und kiloschwere "Megabiblio" galt dann dem Bundesland Hessen, in dem ich seit meiner Geburt beheimatet bin. Hierbei konnte ich feststellen, dass man mitunter bereits vor seiner Haustür über einen der "großen Steine" stolpern kann, die seit dem Neolithikum bis in die frühe Bronzezeit hinein aufgestellt worden waren, später jedoch anderen Zwecken, als ihren ursprünglichen dienen sollten. So wie der "Gluckenstein" am gleichnamigen Weg, der seit den 1930er Jahren jedoch bereits eine Straße ist. Der Menhir mit seiner pyramidenförmigen Spitze markiert noch heute die "Grenze" zwischen der Stadt Bad Homburg v. d. H. und ihres im Jahre 1902 eingemeindeten Stadtteils Kirdorf.

Der Ende April 2013 im aufstrebenden Mainzer Nünnerich-Asmus Verlag erschienenen 502seitigen Enzyklopädie der "Menhire in Deutschland" verschiedene lokale, auf Mitteldeutschland beschränkte Publikationen, wie das 2006 vom Mitteldeutschen Verlag in Halle (Saale) veröffentlichte Kompendium "Großsteingräber und Menhire: Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen. 15 spannende Touren zu den schönsten Megalithbauten mit Umgebungskarten" voraus. Als Herausgeber des nunmehr 13 Bundesländer (Hamburg, Brandenburg und Berlin fehlen) umfassenden Bildbandes und Nachschlagewerkes zeichnet sich mit Dr. Harald Meller (Jahrgang 1960) zeichnet sich ein Provinzialrömischer Archäologe, Prähistoriker aus. Eine über Fachkreise hinaus reichende Bekanntheit hatte der Direktor des "Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt" und Honorarprofessor für das Fachgebiet "Archäologie Europas" an der Universität Halle durch sein erfolgreiches Engagement als Lockspitzel bei der Sicherstellung der von Raubgräbern gefundenen Himmelsscheibe von Nebra und durch ihre anschließende wissenschaftliche Erforschung, erlangt. Der als Autor genannte Hamburger Fotograf Johannes Groth hatte bereits im Jahre 2006 den Band "Tempel der Ahnen. Megalithbauten in Norddeutschland" veröffentlicht, der damals vom AT Verlag in Aarau/CH herausgegeben wurde. Während Dr. Meller das Vorwort oblag, macht Groth mit seinem Beitrag "In Situ" deutlich, dass die Objekte in ihrer Originallage belassen wurden, bzw. dass sie am Ort ihrer einstigen Nutzung aufgefunden und danach nicht etwa durch geologische oder soziologische Prozesse verlagert wurden. Die nachfolgenden 33 Seiten sind drei Essays zum "Geistigen Hintergrund" der Thematik gewidmet. Während der Leiter der Abteilung 5 des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Landesmuseum für Vorgeschichte), Dr. Bernd Zich, einen über Deutschland hinaus reichenden Blick auf die "Megalithik", die Sitte Großsteingräber und Menhire zu errichten wirft, erläutert der renommierte Luftarchäologe Ralf Schwarz die Bedeutung der mitteldeutschen Menhire. Hierzu liefert er nicht nur eine Definition für den der niederbretonischen Sprache entstammenden Begriff "Menhir", sondern beschreibt auch den völkerkundlichen, volkskundlichen und literaturkundlichen Befund sowie den sozialen Kontext der "langen Steine". Im dritten Essay visualisieren Zich und Schwarz gemeinsam die faszinierende "Bild und Zeichensprache der Menhire".

Auf Seite 59 beginnt der 432seitige Hauptteil des Werkes (Fotografien/Katalog) des Werkes mit einer Übersichtskarte Deutschlands, in der die Fundstätten markiert wurden und Anmerkungen zur Systematik des Kataloges. Hierzu gehören auch die Definitionen von Begriffen wie Monolith, Grabstele, Wächterstein, Rillenstein, Steinreihe, Steinkreis und Menhiranlage. Der Katalog ist nach Bundesländern gegliedert, deren Menhire mit Baden-Württemberg beginnend in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt werden. Bis zu ganzseitige, einige Male sogar ausklappbare Fotos zeigen zunächst die professionellen und stimmungsvollen Aufnahmen der Steine. Einige davon wurden im Kontext zu ihrem modernen Umfeld gemacht und vermitteln daher ihre über Jahrtausende reichende Verbundenheit besonders deutlich. Die Fotografien wurden für jedes Bundesland extra nummeriert. Dieselben Nummern finden sich dann auch in der jeweiligen Karte des Bundeslandes und den Lemmata zu den fotografierten Objekten wieder. Zu jedem Lemma gehören eine Beschreibung, das Material, die Maße, vorhandene sagen, Literatur, Bemerkungen sowie präzise Angaben für den Zugang zum jeweiligen Objekt.

Den Abschluss der lexikalischen Pionierleistung bilden eine umfangreiche Bibliografie und ein Register. "Menhire in Deutschland" ist nicht nur ein fotografisch-künstlerisch hochwertiger Bildband und eine Enzyklopädie zum Nachschlagen. Schon jetzt muss es als Standardwerk bezeichnet werden, dass zudem viele Anregungen für eigenen Erkundungen zu bieten hat.

5 Amazonsterne.
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am 13. Januar 2014
Heute entdeckte ich durch Zufall dieses phantastische Buch. Es stand bei meinem Buchhändler etwas abseits im Schrank. Als ich es in die Hand nahm, genügte ein kurzes Durchblättern und ich war auf dem Weg zur Kasse. Als Liebhaber vorgeschichtlicher Kultstätten ist dieses Buch ein MUSS! Liebevoll aufgemacht, umfangreich, detailliert, fundiert, ästhetisch und wahrhaft nicht zu teuer. Es wird mir bei meinen Besuchen alter Kultplätze sehr dienlich sein und mein Wissen über Menhire bereichern. Als Buchautor weiß ich zudem, welche unfassbare Mühsal und Entbehrung in so einem Projekt stecken - Herzlichen Dank an die Autoren, dass sie dies für uns alle geleistet haben!
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am 10. Mai 2013
Ein tolles Buch, auf das man lange warten musste. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt hat, musste man immer auf verschiedene Quellen zurückgreifen. Hier hat man jetzt eine gute Übersicht. Neben den Angaben und Beschreibungen sind natürlich auch die Fotos etwas Besonderes.
Allerdings habe ich den "HeißenStein" von Molmerswende vermisst.

Das Buch ist sehr zu empfehlen!
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am 17. Februar 2016
Ein wirklich interessantes Buch, tolle Fotos , tolle Erörterungen, ausführliche Bericht Erstattung, Eine klare Empfehlung dieses Buch zu kaufen.
Super gemacht
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am 12. Januar 2014
Ein sehr schönes und ausführliches Buch. Umfassend und ein Muss für jeden Steinkreisliebhaber. Wir werden bald anfangen, alle Menhire Deutschlands aufzusuchen.
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