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Menetekel: 3000 Jahre Untergang des Abendlandes
 
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Menetekel: 3000 Jahre Untergang des Abendlandes [Gebundene Ausgabe]

Gerhard Henschel
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

" ... ein Buch zum drin schmökern ... sehr köstlich, sehr amüsant ... " (Ijoma Mangold, ZDF Die Vorleser, 14. Mai 2010) " ... äußerst lehrreich und sehr lustig ... Ausführlich, zitatgesättigt und souverän führt Henschel die Weltuntergangsstimmung als Neurose lustunfähiger, freudenfeindlicher Nußknacker vor." (Wiglaf Droste, Junge Welt, 18. März 2010) "3000 Jahre Endzeitprognosen in einem Band, eine lustige Polonaise der Schwarzseher - am vergnüglichsten bei strahlendem Sonnenschein zu lesen." (Business Punk, April 2010) " ... unterhaltsame Studie ... Und weil es sich im schönen Umfeld am besten vom Untergang schwärmen lässt, kommt dieser Band in dekadenter Luxusausstattung daher ..." (Bücher, März 2010) witzig" ... sehr unterhaltsames Buch ... " (Knut Cordsen, Bayern 2, 24. Februar 2010)

Kurzbeschreibung

Soviel ergötzliches Unglück war nie: Eine Parade der Unheilsverkünder aus 3000 Jahren Nach allem, was wir von unseren Vor fahren wissen, sind die Klagen über den Verfall der guten Sitten so alt wie die Menschheit oder doch mindestens so alt wie die frühesten Zeugnisse unserer Schriftkultur. Und häufig waren sich die Herren der Apokalypse schnell einig darüber, wer am Niedergang aller Werte eigentlich Schuld hat: die Frauen, besser gesagt: das Weib, das sinnliche. Im zweiten Jahrhundert malte sich ein christlicher Schwarzmaler die Hölle aus: Dort würden "Weiber an ihren Flechten über jenem aufsiedenden Koth aufgehängt; das waren die, welche sich zum Ehebruch geschmückt hatten; die aber, die sich mit dem Miasma des Ehebruchs jener Weiber befleckt hatten, waren an den Füßen aufgehängt und hatten die Köpfe in jenem Koth ..." Das Muster der Verführung durch die weibliche Sinnlichkeit ist so durchgängig wie die Flucht davor: die lustfeindlichen Endzeitpropheten des Mittelalters rückten den christianisierten Sündern mit grausamen Unheilsvisionen zu Leibe. Im Zeitalter der Aufklärung meldeten sich Gegenaufklärer zu Wort, die mit der Anerkennung des Rechts auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit jedes einzelnen Menschen gleich den Fortbestand der Menschheit gefährdet sahen. Auch danach sind die Völker des Abendlands noch von unzähligen Mahnern und Warnern zu den Waffen gerufen worden und oft genug Propheten gefolgt, die ihnen einreden wollten, dass es redlicher und Gott wohlgefälliger sei, einen Massenmord zu begehen als einen Seitensprung. In seinem Buch nimmt der "Zivilist" Gerhard Henschel eine Parade der Unheilsverkünder ab, von den Kirchenvätern über die Frühhumanisten und den Poeten der Befreiungskriege bis hin zu Osama bin Laden, und er rät zur Gelassenheit im Umgang mit allen Apokalyptikern. "Ich weiß wohl, dass jeder denkende Mensch seine Zeit für die allererbärmlichste hält: aber ich muss gestehen, dass ich von der Illusion nicht frei bin." Arthur Schopenhauer

Über den Autor

Gerhard Henschel, geboren 1962, lebt als freier Schriftsteller bei Hamburg. Zuletzt erschienen seine Bücher Neidgeschrei. Antisemitismus und Sexualität (2008), Die Springer-Bibel. Ein Panorama der Mediengeschichte (2008) und Da mal nachhaken. Näheres über Walter Kempowski (2009).
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