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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
3.000 Jahre Untergang des Abendlandes,
Von Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Menetekel: 3000 Jahre Untergang des Abendlandes (Gebundene Ausgabe)
Ich stimme Michael Naumann zu, wenn er schreibt, dass dies wahrscheinlich eines der komischsten Bücher des Jahres 2010 wäre, wenn der Anlass und das Thema nicht so traurig stimmten. Der Untergang des Abendlandes im Buch MENETEKEL von Gerhard Henschel offenbart eine 3.000jährige Geschichte der Zerstörung, Verwahrlosung, des sittlichen Verfalls und der immer wiederkehrenden Endzeitprognosen, spätestens seit das Christentum aktiv in die Geschichtsschreibung eingegriffen hatte. MENETEKEL ist aber in der Tat ein Meilenstein in der philosophischen und geschichtlichen Analyse über Zeitumstände, Moral und Ethik wie auch dem bestreben des Menschen alles von früher irgendwie besser zu finden.Mit Genuss habe ich die ersten Kapitel des Buches regelrecht verschlungen und mich gefreut ob der Scharfzüngigkeit des Autoren Gerhard Henschel und seinen Betrachtungen zum Untergang des Abendlandes, welcher bereits seit 3.000 Jahren andauert, so hat es zumindest den Anschein. Eine regelrechte Polonaise der Untergangspropheten reiht sich hier Kapitel an Kapitel, da wird geweint, moralisiert, hämisch gegrinst, gehetzt und verdammt. Da wird die sexuelle Gier der jungen Leute dämonisiert und dies ebenfalls seit über 3.000 Jahren, wobei man sich fragen muss wo wir Heute sind, wenn der Abstieg der Menschheit bereits seit 3.000 Jahren in vollem Gange ist? Das Buch MENETEKEL ist eine Kompendium der Schwarzseher, eine Liste des weltweiten Werteverfalls und eine Sammlung aller überflüssigen und dämonisierenden Thesen gegen die Frau an sich, welche selbstverständlich mit dafür verantwortlich ist das überhaupt die Sünde in die Welt kam. Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Das Buch versammelt alle diejenigen, welche seit jeher mahnen und warnen; die vor der Verführung den Finger heben und gleichzeitig die Atombombe segnen, so lange sie aus gutem Hause stammt. Trotz aller dieser dunklen und düsteren Punkte und obwohl auch dieses Buch in schwarz eingebunden, mit schwarzem Seitenschnitt daher kommt und auch nur in einer Auflage von 6.000 Stück in der Anderen Bibliothek aus dem Hause Eichborn aufgelegt wurde, so bin ich dennoch der Meinung das dieses Buch wieder einmal dringend notwendig war auf dem Deutschen Buchmarkt. Warum? Ganz einfach, alles was Gerhard Henschel in MENETEKEL schreibt ist wahr und hält dank seiner Intensität und Konzentration den Geist wach und geschmeidig. So lange solche Autoren noch existieren, bleibt zu hoffen, dass es mit der Menschheit insgesamt doch noch bergauf geht. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt?! Sehr empfehlenswert Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Thema verfehlt,
Rezension bezieht sich auf: Menetekel: 3000 Jahre Untergang des Abendlandes (Gebundene Ausgabe)
Über 3000 Jahre Untergang des Abendlandes berichtet Henschel aber leider beschränkt er sich in seinem Buch im Grunde genommen nur auf einen Aspekt. Denn im Grunde schreibt er nur darüber, wie der vermeintlich sittliche Verfall als Vorbote des Untergangs gedeutet wurde. Bis zum Schluss wird nicht klar, nach welchen Kriterien Henschel seine Kapitel zusammengestellt hat. So widmet er er Darstellung der sexuellen Revolution in der deutschen Bild Zeitung mehr als 20 Seiten. Was nur mit dem Privatkleinkrieg, den Henschel seit mehr als 8 Jahren mit dem Chefredakteur der Bild Zeitung, Kai Diekmann, führt, erklärt werden kann.Leider sucht man in diesem Text eine fundierte Analyse vergeblich. Warum glaubten und glauben die Menschen, und wahrlich nicht die Dümmsten unter ihnen, an die Apokalypse? Mehr noch, warum sehen sie sie förmlich herbei? Welche psychologischen Muster spiegeln sich in der Hoffnung und der Furcht vor dem Niedergang wider? Welche gesellschaftliche Funktion erfüllt die Rede vom Untergang? All das beantwortet Henschel nicht. Sein Buch ist auch weniger Analyse als eine Zitatensammlung, in der der Autor fast ganz zum Verschwinden gekommen ist. Denn Henschel montiert Zitat auf Zitat. Über 60 Seiten umfassen alleine die Anmerkungen am Ende des Buches. Da bleibt wenig Platz für eine eigene Analyse. Das ist zwar nicht das Ende der Welt - und auch nicht der Untergang des Abendlandes - aber es ist es schade, dass der Autor aus einem spannenden Thema so wenig gemacht hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine fulminante Materialsammlung apokalyptischer Spekulationen,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Menetekel: 3000 Jahre Untergang des Abendlandes (Gebundene Ausgabe)
In vollem Leinen, grau und schwarz daherkommend, legt der freie Schriftsteller Gerhard Henschel in einem absolut lesenswerten Buch der "Anderen Bibliothek" auf fast 380 Seiten unter dem Titel "Menetekel" eine fulminante Materialsammlung apokalyptischer Spekulationen vor.Dabei konzentriert er sich auf die Untergangsvisionen, die schon früh in der Geschichte einhergingen mit moralischen Klagegesängen, in denen das Ende der Menschheit mit ihren sittlichen, zumal sexuellen oder "sexualethischen" Verwirrungen und Versagen begründet wurden. Er zeigt auf, dass es erst die jüdisch-christliche Weltauffassung war, die die griechisch-römische Vorstellung ablöste, die Menschheitsgeschichte wiederhole sich, alles laufe sozusagen im Kreise. Von Joachim von Fiore, dem Erfinder des dreigeteilten Geschichtsablaufs, bis hin zu Hegels Geschichtsphilosophie wird dieser neuen Vorstellung vom linearen Ablauf der Geschichte nachgegangen. Notgedrungen richtete sich dabei das Interesse immer wieder auf die letzte Phase dieser Geschichte: "Würde sie identisch sein mit dem Weltuntergang, der Auferstehung des Fleisches, dem Reich Gottes auf Erden oder schließlich gar dem Reich der Freiheit ?" Von den sexuell-phantastischen Vorstellungen und historischen Visionen mittelalterlicher Mönche und Priester bis zu den Werken von Oswald Spengler (Untergang des Abendlandes), Rolf-Dieter Brinkmann und Ror Wolf reicht Gerhard Henschels literarisch -essayistisches Spektrum der Geschichte. "Gerhard Henschels Buch könnte einer der komischsten Dokumentationen dieser Geschichte sein, wenn sie nicht so traurig wäre", schreibt der Herausgeber der "Anderen Bibliothek", Michael Naumann. Ja, traurig ist sie schon, aber auch seltsam erheiternd zu lesen. Dennoch, die verschiedenen Szenarien von Weltuntergang, die "Menetekel", sind nicht auszurotten und es ist wahrscheinlich, dass sie in vielerlei Gestalt noch zunehmen und mehr und mehr die Köpfe der Menschen beherrschen, oft, ohne, dass sie es merken,. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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