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Verfilmung von Helge Schneiders gleichnamigem Theaterstück.
Blickpunkt: Film
Kein TV-Movie im üblichen Sinn, sondern eine von Theo Roos für den Bildschirm aufbereitete Inszenierung von Helge Schneiders Bühnenstück - so wie es mit Erfolg im Bochumer Schauspielhaus auf die Bühne gebracht wurde (und wird). Und wieder einmal zieht das Multitalent Schneider als Komponist, Texter und Regisseur alle Register seiner absurden Kunst. Da gibt es - nicht zwingend in dieser Reihenfolge - einen sprechenden Kegel, ein Polizisten-Brathähnchen und eine grotesk-albern tanzende Vogelfigur, die den Tod symbolisieren soll. Ganz zu schweigen vom arroganten Stallpferd, das auf den Namen Dr. Rainer Klimke hört. Warum das alles? Warum eigentlich nicht? Wer bis dato kein Freund des schneiderschen Oeuvres war, wird auch durch 'Mendy' nicht bekehrt werden. Wer sich allerdings im Kino für gewollt dilettantische Genre-Parodien wie 'Praxis Dr. Hasenbein' oder 'Texas' begeistern konnte oder gar auf das neue Leinwand-Werk des Meister, den 'Jazzclub' wartet, der wird auch am 'Wusical' seinen Spaß finden. In der Fernseh-Fassung wird dabei deutlich, wie filmreif auch dieser Stoff eigentlich ist. TV-Regisseur Roos gibt dem lebahften Geschehen auf der Bühne eine neue Dimension, indem er Kameraperspekiven bietet, die über den Blick des Theaterzuschauers hinaus reichen. Helge Schneider selbst tritt - im Gegensatz zur Bühnenfassung - selbst in Erscheinung, als konfuser Erzähler in der 'Pause'. Nüchtern betrachtet bleibt bei aller Albernheit und allem gewöhnungsbedürftigen Humor doch eines übrig: 'Mendy' ist eine rundum gelungene, bisweilen bösartige Parodie des Genres Musical. Genüsslich nimmt sich Schneider musikalische Anleihen aus Oper, Operette, Schlager, Blues und Country und lässt seine Darsteller bisweilen in schier endlosen Wiederholungs-Dialogen erstarren. Gekrönt, und mit bemerkenswerter Aktualität versehen, wird das Ganze durch ein 'Superstar'-würdiges Schnulzen-Finale, bei dem Pferde und Metzger, Eltern und Kinder, Lebende und Tote einträchtig miteinander singen. Und es gibt das wohl überraschendste Outing in der Geschichte der Reiterhof-Schmonzette: Mocca ist gar kein Pferd, sondern ein verkleideter Mensch! Zwei Stunden TV-Unterhaltung der etwas anderen Art gehen damit zu Ende, ideal für den leicht absurden Jahresausklang.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Verfilmung von Helge Schneiders gleichnamigem Theaterstück.
Kurzbeschreibung
Das Kind seiner Eltern (Wendy) reitet gerne und hat ein Lieblingspferd, Mocca. Doch die Mutter (Lady Mamma) ist streng. Vater ist an den Rollstuhl gefesselt und fährt Porsche. Sie haben auch einen Knecht, der schmutzige Stiefel hat. Er wird plötzlich mit dem Beil aus Versehen getroffen. Nachher wollen sie die Müllsäcke mit ihm vor der Polizei verheimlichen. Dann will der Vater das Pferd seiner Tochter an den Schlachtermeister verkaufen. Das gibt Geld für neue Reifen. Das Kind lässt sich aber eintauschen. Als der Schlachthof brennt, hauen alle ab, nur der Vater, der seine Frau vorher überfahren hat, hat Pech. Happy-End.
Produktbeschreibungen
Das Kind seiner Eltern reitet gerne und hat ein Lieblingspferd, Mocca. Doch die Mutter ist streng. Vater ist an den Rollstuhl gefesselt und fhrt Porsche. Sie haben auch einen Knecht, der schmutzige Stiefel hat. Er wird pltzlich mit dem Beil aus Versehen getroffen. Nachher wollen sie die Mllscke mit ihm vor der Polizei verheimlichen. Dann will der Vater das Pferd seiner Tochter an den Schlachtermeister verkaufen. Das gibt Geld fr neue Reifen! Das Kind lsst sich aber eintauschen. Als der Schlachthof brennt, hauen alle ab, nur der Vater, der seine Frau vorher berfahren hat, hat Pech. Happy-End. Helge Schneiders erstes Stck frs Theater jetzt auf DVD.