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Selbst den Kenner so brillanter, zeitlos schöner Interpretationen wie etwa derjenigen von Henryk Szeryng fesselt sie mit ihrem eleganten und gleichzeitig intensiven Ton, der die durchdringende Süße etwa eines Jascha Heifetz mit der heutzutage offenbar "angesagten" Schlankheit zwang- und mühelos verbindet. Hinzu kommt die differenzierte Durchgestaltung des Violinparts bei insgesamt stringenter, kraftvoller Herangehensweise, angestachelt womöglich durch die Live-Situation, in der diese Aufnahme entstanden ist.
Mariss Jansons erweist sich mit den Berliner Philharmonikern einmal mehr als einfühlsamer und kreativer Begleiter (erst kurz zuvor präsentierte er sich mit ebendiesem Ensemble und Leif Ove Andsnes bei EMI). Besonders auch im ebenfalls eingespielten Violinkonzert in g-Moll von Max Bruch tritt die fruchtbare Zusammenarbeit der Berliner mit diesem Dirigenten deutlich zu Tage, gekrönt selbstverständlich vom zauberhaften Spiel einer schlichtweg vollkommenen Midori. --Michael Wersin
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