Was soll man von einer Band halten, die sich selbst Punkband nennt, aber keinen Drummer hat, sondern einen Drumcomputer benutzt? Antwort: Überraschend viel. OPM machen zwar definitiv keine Punkmusik, sondern eher extrem Hip- Hop lastigen Crossover (Man könnte es vielleicht Alternative Hip Hop nennen) aber die Mucke ist einfach cool, groovy und eingängig. Die Raps haben Art und die Stimmen klingen gut zusammen. It's Party Music. Die CD legt mit "Stash up" gleich gut los, objektiv betrachtet ist dieser Song bestimmt der Brenner auf der CD. Leider leistet sich OPM mit der übermäßig kommerziellen Erstauskopplung "Heaven is a Half Pipe" einen nahezu unverzeilichen Ausrutscher, der deshalb auch einen Stern Abzug einbringt. Einen so schlecht gemachten, flachen Song haben OPM gar nicht nötig. das beweisen sie zum Glück in der Folge oft genug: "El Capitan" ist supergroovy, "Undercover Freak" und "Brighter Side" machen echt Spaß. "Better daze" klingt am Anfang sogar ein bisschen wie Everlast. Ein Stern rauf. "Dealerman" ist schön böse und "Rage against the coke machine" erinnert an die Escapaden, die Limp Bizkit vor "Break Stuff" auf ihren Tonträger gebannt haben. "Unda" hat ganz schön Drive, gegen Ende der Scheibe werden OPM doch noch etwas rockiger. "15 Minutes" ist dann wirklich doch noch Punk, leider viel zu kurz... Fazit: Sehr gutes Album, LEIDER mit "Heaven is a Halfpipe" und einem extrem lieblosen Booklet... keine Songtexte, kein Artwork und ein dämliches Photo der Jungs im Inlay... Abzug. OPM- ich warte auf mehr.