Wer glaubt, "Take on me" sei das Non-Plus-Ultra von a-ha, hat dieses Album noch nicht gehört. Texte, die zum Nachdenken anregen, wie bei "Cold as stone" mit einem genialen Gitarrenpart oder Gänsehaut-Melodien wie bei "Locust" sind durchgehend zu finden. Insgesamt ist die Platte düsterer geraten als seine Vorgänger, vielleicht gehen die Meinungen darum darüber etwas auseinander. Aber Morten Harkets Gesang wird nur selten durch irgendwelchen technischen Schnickschnack übertönt oder verzerrt, allein schon wegen dieser Stimme ist die CD mehr als hörenswert. Während die Stimme bei "Minor earth major sky" etwas zerbrechlich wirkt, entfaltet sie hier ihre ganze Power z.B. bei "Dark is the Night", der Song hält dem Vergleich mit U2 durchaus Stand. Wer von der Rock-Band a-ha noch nicht so ganz überzeugt ist, sollte sich "How sweet it was" oder "Move to Memphis" anhören, um sich bei "Angel in the snow" wieder zu entspannen. Ich kann nur sagen: schade, daß sie bei "Minor earth..." wieder mehr zur Pop-Band wurden.