Eine US-Nachwuchshoffnung die es zu entdecken lohnt: The Postmarks schreiben feine, atmosphärische und melodieverliebte, stellenweise sogar recht soulige Songpretiosen die - jede für sich genommen - einen Titeltrack auf einem Soundtrack stellen könnten.
Oder einfach nur zum mehrmaligen Durchhören des Albums Memoirs At The End Of The World (!)" einladen. Stellenweise fühlt sich der Hörer in einen Mittsechziger Legrand- oder Barry-Soundtrack versetzt, oder er entwickelt das Bedürfnis, sich gleich im Anschluss einen Godard-Film anzusehen. Auch das Retro-Cover weckt entsprechende Assoziationen.
Dabei sind derlei Empfindungen legitim und durch die Biographie der Bandmitglieder sogar nachvollziehbar: Bandmates Christopher Moll und Jonathan Wilkins schrieben bereits Scores für Indiefilme, arbeiteten als Filmkomponisten, Arrangeure und Produzenten in der US-Indiefilmszene.
Eines Abends im Jahr 2004 trafen sie in einem Club die in Israel geborene Sängerin Tim Yehezkely, man war sich symphatisch und vor allem musikalisch einig und die Postmarks waren geboren.
"Memoirs At The End Of The World" ist nun der zweite Longplayer der Band nach dem selbstbetitelten Erstling aus dem Jahr 2004.
Produziert in New York, erschien es in den USA bereits Ende 2009 und wird der Band aus Florida zweifellos nun auch im Rest der Welt neue Hörer erschließen.