- Unbekannter Einband
- Verlag: Albrecht Knaus Verlag (1987)
- ASIN: B003FEZNZU
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation
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Wegen ihres Parteitagsfilms "Triumph des Willens" und Ihres Olympiafilms "Fest der Schönheit" wird ihr in Deutschland bis heute die ihr zustehende künsterische Anerkennung verweigert. Das liegt wohl daran, daß sie sich bis heute weigert, eine persönliche Schuld anzuerkennen.
Leni Riefenstahl besteht immer noch darauf, daß ihr künsterisches Wirken von einer etwaigen politischen Verantwortung strikt zu trennen sei. Aus diesem Grunde könne sie sich auch nicht entschuldigen. Andere Künstler, die auch ihre "Berührungen" mit den Nazis hatten, wie Heinz Rühmann, Luis Trenker, Marianne Hoppe und Gustav Gründgens verhielten sich nach dem Umsturz "aalglatt" und und schafften nahtlos den kulturellen Sprung in die Zeit des Wirtschaftswunders. Selbst der Regisseur des unsäglichen Propagandafilms "Jud Süß", Veit Harlan, wurde dagegen von Presse und Öffenlichkeit fast wie ein "Gentleman" behandelt. Weil Leni Riefenstahl ein Schuldeingeständnis verweigerte, gab man ihr auch keine "Entlastung".
Die Frau und Künsterin Leni Riefenstahl gehört zu den beeindruckensten Persönlichkeiten des vergangen Jahrhunderts. Sie war Tänzerin, Skiläuferin, Bergsteigerin, Taucherin, Regisseurin und Photographin. Ihr Lebenslauf und ihre Schaffenskraft verdienen Respekt und Bewunderung.
Unverkrampfter begegnet man Leni Riefenstahl im Ausland. Das hat sie auch mit Ernst Jünger, der auch über 100 Jahre alt geworden ist, gemein, dessen überragende Künstlerperson im Geruch des Herrenmenschentums stand.
Zum 100. Geburtstag wünsche ich Leni Riefenstahl, daß ihr in Deutschland noch zu Lebzeiten die ihr zustehende Anerkennung zuteil wird.
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