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Die Memoiren meiner Frau [Gebundene Ausgabe]

Joseph von Westphalen
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 317 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (10. Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442751020
  • ISBN-13: 978-3442751020
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 271.181 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joseph von Westphalen
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Frivol, frech, bei aller Unverschämtheit auch ein bisschen wehmütig und sogar ein bisschen weise." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Kurzbeschreibung

Jan Vanderleyden, Richter am Amtsgericht in Pirmasens mit guten Karriereaussichten, widerfährt etwas, wovor er sich hätte schützen müssen: Er verliebt sich in die Braut eines Angeklagten, in die junge Zofia. Sein bisheriges Leben verlief in geraden Bahnen. Er ist verheiratet mit einer älteren Schauspielerin, die zu den Fernsehlieblingen der Nation gehört und dort die starken und emanzipierten Frauen gibt. Als Richter kann er damit rechnen, dass ihm bald eine Stelle an einem Landesgericht oder vielleicht sogar in einem Ministerium angeboten wird. Doch die Liebe zu dieser jungen polnischen Frau wirbelt sein bisheriges Leben gründlicher durcheinander, als ihm recht sein kann. An ihrer Seite muss er seine Vorstellungen davon, was starke Frauen auszeichnet und wie sie ihre Gefühle leben, von Grund auf revidieren. Denn Zofia sehnt sich danach, ganz als Frau behandelt zu werden, und macht dennoch, was sie will. Mit ironisch geschärftem Blick für das Falsche im Richtigen hat Joseph von Westphalen einen garantiert "unkorrekten" Liebesroman geschrieben, der die Wünsche und Begierden seiner Figuren ernst nimmt und damit von dem erzählt, was Frauen und Männer tatsächlich aneinander bindet - also von der Liebe, wie sie ist.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Jan Vanderleyden ist Amtsrichter in Koblenz. Beinahe zehn Jahre jünger als seine Frau Elisa, eine auf die " Fünfzig " zugehende Fernsehfilmschauspielerin, wird er von dieser als " Jan, der Gerechte" charakterisiert. Seine Stiefsöhne nennen ihn seiner übertriebenen sportlichen Aktivitäten wegen " Turnvater Jan ".Dieser grundsolide Protagonist sieht sich selbst als frauenfürchtiges, gerechtigkeitsfanatisches, Enthaltsamkeit übendes, irgendwie calvinistisch- protestantisches Weichei und Hollandradfahrer. Als er sich auf die unmissverständlichen Avancen der selbstbewussten, sexuell enthemmten Polin Zofia einlässt, weiß er nicht wie und was mit ihm geschieht. Letztlich fühlt er sich auf verwirrend angenehme Art fremdbestimmt. Für sein Verhalten findet er keine Erklärung. Die erfolgreiche Geschäftsfrau Zofia verführt Jan mit ihr gemeinsam ihre abgefahrenen sakral- masochistischen Obsessionen auszuleben. Sie präferiert für diese Zwecke romanische Dome, mit Ausnahme des Wormser Doms, den sie aufgrund der monströsen " Nibelungenweiber" , die sich einst vor dem Gebäude folgenschwer gestritten haben, ablehnt.Streit liegt der Polin fern. Zofia will spielen! Jan lernt durch sie Facetten von sich kennen, die ihn zutiefst verunsichern. All das, was er aufgrund Zofias Ermutigungen in sexueller Hinsicht tut, kann er moralisch nicht akzeptieren. Jan ist seinen diesbezüglich ausschweifenden Aktivitäten nicht gewachsen und befürchtet pausenlos entdeckt, gesellschaftlich gebrandmarkt oder gar ausgestoßen zu werden. Jan lebt immer mehr zwischen " Lustwahn" und " Raskolnikow´scher Höllenpein". Wie soll der arme Amtsrichter, ein ausgewiesener " Nach - 68er" mit all dem , was ihm hier passiert , fertig werden ? Ist Jan gar ein geschundenes Opfer der neuen Frauengeneration? Während Bruno, ein typischer " Hardcore- Alt -68er" , sich als Ghostwriter an den zunächst vordergründig trögen Memoiren Elisas versucht, durchlebt Jan Lust und Qual seiner persönlichen sexuellen Befreiung....
Ein hochironischer, streckenweise zutiefst sarkastischer Roman, der sich u.a. mit den Idealen, aber auch der Lebenswirklichkeit der " 68er- Generation" auseinandersetzt und die legendäre sexuelle Emanzipationsproblematik zielsicher beleuchtet. Wie so oft, ist nicht alles so, wie es scheint. Die Frage , wer sich hier selbst bestimmt und wer stattdessen verheizt wird, findet durch dieses Buch eine nicht uninteressante Antwort.
Dieser Roman kann mit normalen Maßstäben nicht gemessen werden. Er ist einfach zu schräg!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Selten habe ich mich beim Lesen eines Buches so amüsiert: Höchst witzig, in elegant-lässigem Stil, durchaus erotisch und mit viel Wortwitz erzählt dieser Roman die Geschichte einer ungewöhnlichen sexuellen Beziehung. Nebenbei wird charmant und erfrischend unkorrekt mit den alltäglichen Verlogenheiten gewisser gesellschaftlicher Gruppierungen abgerechnet. Aber Vorsicht: wer sich seiner eigenen lustorientierten Seite bisher (noch) nicht gestellt hat, bei dem sind starke Abwehrreaktionen zu erwarten ;-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen und sie meinte, daß der Roman wohl besonders Männern gefallen müßte. Ich machte mich also ans Lesen und wie meistens bei deutschen Autoren (übrigens auch deutschen Filmen) kam mir auch diese Geschichte konstruiert, gestelzt und dröge daher und ich langweilte mich. In das Leben von Langweilern wie Richter und Frau und beklopptem Nachwuchs bricht "frivole" Erotik in Form von Briefen ein, die eine vorerst unbekannte Frau ihrem vermeintlichen Liebhaber in Untersuchungshaft schreibt ... gähn. Wie es sich bei einem echten deutschen Autor gehört, müssen Pflichtbotschaften mit der Keule vermittelt werden, z.B. AIDS-Gefahr bei außerehelichem Sex (zum zweiten Mal gähn!!!), leichte, aber ja nicht zu heftige Feminismus-Kritik und natürlich noch der unverzichtbare Jude, in diesem Fall die Jüdin oder Halbjüdin Zofia, wahrscheinlich um der Leserschaft zu signalisieren, wie unverkrampft man mit diesem Thema umgehen kann (zum dritten Mal gähn!). Nachdem ich mich durch das erste Drittel gequält hatte, läßt der Autor das kreative Tier mal ein bißchen von der Leine. Da geht es um sexuelle Akte in christlichen Gotteshäusern, die dem Buch wohl eine "provokante" oder gar "tabulose" Note verleihen und andere Langweiler und Spießer "schockieren" sollen, aber lieber Herr Autor, das haben doch andere schon zweihundert Jahre vor ihnen abgehandelt und zwar viel besser. Was mir allerdings dann doch noch gefallen hat, war der kreative Umgang mit Sprache im mittleren Teil in Gestalt der obszöne Sprachspiele liebenden Zofia. Da hat der Autor mal sein ganzes altbackenes Konzept vergessen und die sexuelle Inspiration einfach wie am Schnürchen laufen lassen. Da war auf einmal wirkliche Fantasie zu spüren, wenngleich eine Polin, die so genial die Zweideutigkeiten und Anzüglichkeiten der deutschen Sprache versteht, liebt und für neue Sprachschöpfungen benutzt, wiederum äußerst unglaubwürdig ist. Da es um die Memoiren gar nicht geht und das ganze Brimborium drumherum, einschließlich des weichgewaschenen Endes vernachlässigbar ist, sollte Herr von Westphalen mal ein Buch schreiben, das sich nur mit der kreativen Schönheit sexueller Sprache befaßt, vielleicht würde ihm das gelingen, wenn er den allzu deutschen Ballast der politisch korrekten Konzeptliteratur mal beiseite läßt und sich aufs Wesentliche konzentriert.
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