Tennessee Williams (1911-1983) gehörte zusammen mit Eugene O`Neill zu den Erneuerern des amerikanischen Theaters. In den 40er und 50er Jahren gelangen ihm mehrere Broadway Erfolge (u.a. The Glassmenagerie), doch seinen späten Stücken blieb der Erfolg am Broadway versagt. So bekennt er freimütig im Vorwort seiner Memoiren, daß er aus Geldnot anfing, seine Erinnerungen aufzuschreiben. Anekdotenreich und episodisch erzählt Williams aus seinem bewegten Leben und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Er erzählt nicht nur Details aus seinem eigenen Privat- und Liebesleben (z.B. über seine Erlebnisse mit Strichjungen), sondern plaudert auch über seine Erfahrungen mit berühmten Schauspielern (z.B. Anna Magnani) und Regisseuren (z.B. Elia Kazan). Williams veröffentlichte diese Memoiren 1976 mehrere Jahre vor seinem Tod, so daß die letzten Lebensjahre und Williams' letzte Stücke hier nicht berücksichtigt sind, doch trotzdem bieten diese sehr amüsant zu lesenden Erinnerungen tiefe Einblicke (manche davon sicher ungewollt) in die Psyche eines der besten Dramatikers des 20. Jahrhunderts. Sehr lesenswert und unterhaltsam! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)