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Wegen ihres Parteitagsfilms "Triumph des Willens" und Ihres Olympiafilms "Fest der Schönheit" wird ihr in Deutschland bis heute die ihr zustehende künsterische Anerkennung verweigert. Das liegt wohl daran, daß sie sich bis heute weigert, eine persönliche Schuld anzuerkennen.
Leni Riefenstahl besteht immer noch darauf, daß ihr künsterisches Wirken von einer etwaigen politischen Verantwortung strikt zu trennen sei. Aus diesem Grunde könne sie sich auch nicht entschuldigen. Andere Künstler, die auch ihre "Berührungen" mit den Nazis hatten, wie Heinz Rühmann, Luis Trenker, Marianne Hoppe und Gustav Gründgens verhielten sich nach dem Umsturz "aalglatt" und und schafften nahtlos den kulturellen Sprung in die Zeit des Wirtschaftswunders. Selbst der Regisseur des unsäglichen Propagandafilms "Jud Süß", Veit Harlan, wurde dagegen von Presse und Öffenlichkeit fast wie ein "Gentleman" behandelt. Weil Leni Riefenstahl ein Schuldeingeständnis verweigerte, gab man ihr auch keine "Entlastung".
Die Frau und Künsterin Leni Riefenstahl gehört zu den beeindruckensten Persönlichkeiten des vergangen Jahrhunderts. Sie war Tänzerin, Skiläuferin, Bergsteigerin, Taucherin, Regisseurin und Photographin.
... Lesen Sie weiter... ›In ihren Memoiren, die sicher an einigen Stellen geschönt ist, kann ich nicht mehr verwerfliches finden, wie in den Schriften des Psychologen C(arl) G(ustav) Jung, der sich zu Äüßerungen "das arische Unterbewußte habe ein höheres Potential als das jüdische und Adolf Hitler sei ein wahrhaft mystischer Medizinmann" hinreißen ließ und nach dem Krieg trotzdem die Ehrendoktowürde von Oxford und Harvard erhielt. Oder wie der weltweit geschätzte Philosoph Martin Heidegger, der schon 1931 an Hitler dessen Bereitschaft zum Handeln schätzte und 1933 dann in die Partei eintrat. Um hier auf die vielen Künstlerinnen und Künstler einzugegehen, die sich auch durch die Nazis Karriere machten und nach dem Krieg wieder gefeiert wurden, reicht hier nicht der Platz. Hier empfehle ich Carl Zuckmayers, in diesem Jahr erschienenes neues Buch.
Für Leni Riefenstahl spricht, daß sie ab 1939 keine Filme mehr für das NS-Regime gedreht hat. Sie selbst sagt in ihren "Memoiren" durchaus glauhaft, daß diese Entscheidung nicht durch äußere Umstände zustande kam, sondern daß sie diese für sich selbst getroffen hat.
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