Aus der Amazon.de-Redaktion
Guy Pearce (
L.A. Confidential) und Joe Pantoliano (
The Matrix) glänzen in diesem filmischen Meisterwerk. In
Memento verbindet sich ein kühnes, aufregendes Drehbuch mit mitreißender Action und virtuosen Darbietungen. Pearce spielt Leonard Shelby, der sich unerbittlich auf die Jagd nach dem Mann macht, der seine Frau vergewaltigt und ermordet hat. Das Problem ist allerdings, dass 'der Vorfall', bei dem Leonard seine Frau verlor, ihn ebenfalls der Fähigkeit beraubte, sich Dinge merken zu können. Er ist nicht in der Lage, selbstständig einen Ort, ein Gesicht oder einen Hinweis zu behalten und setzt seine Suche mit Hilfe von Notizen, Polaroidfotos und sogar selbst erstellten Tätowierungen fort, um sich wichtige Informationen 'merken' zu können.
Wegen seines Zustandes lebt Leonard sein Leben im Grunde in kurzen, gegenwärtigen Abschnitten, ohne klare Vorstellung dessen, was ihm gerade eben widerfahren ist. Und an dieser Stelle wird Memento wirklich interessant; die Geschichte beginnt nämlich an ihrem Ende und bewegt sich in zehnminütigen Sequenzen rückwärts. Das Aufregende an diesem Film liegt nicht darin zu entdecken, was passieren wird, sondern darin festzustellen, warum es passiert ist. Erstaunlicherweise gelingt es dem Film, den Zuschauer in höchste Spannung zu versetzen, obwohl er zeitlich in die falsche Richtung läuft, während er Ursache und Wirkung Stück für Stück zusammensetzt.
Pearce fängt die Rolle des Leonard perfekt ein und vermittelt sowohl die tragische Romantik seiner Suche als auch seinen trockenen Humor im Umgang mit seinem Zustand. Er wird von einigen ausgezeichneten Nebendarstellern unterstützt, und Pantoliano stiehlt ihm regelrecht die Schau mit seiner erstaunlichen Darstellung von Teddy, dem Mann, der ihm zur Seite steht -- oder auch nicht. Memento besitzt eine faszinierende Struktur und sogar Betrachtungen über die Natur der Wahrnehmung und den Sinn des Lebens -- wenn man danach sucht. Er funktioniert aber genauso gut als höchst spannender Thriller. Einen derart packenden Film mit so viel Intelligenz findet man nicht alle Tage. --Ali Davis
Video Jakob Kurzinhalt
Leonard Shelby, von einem Gedächtnisdefekt immer wieder aller Erinnerungen beraubt, kämpft gegen das Vergessen, das die Mörder seiner Frau bisher schützte. Mit Fotos und Tätowierungen konserviert er Informationen und geht immer weiter in die Vergangenheit zurück, bis die Wahrheit zu Tage tritt, die vielleicht auch ihn selbst in Frage stellt.
Movieman.de
Ein Mann kann sich aufgrund einer Störung seines Kurzzeitgedächnisses nur noch etwa fünf Minuten lang erinnern. In diesem Zustand will er den Mord an seiner Frau aufklären. Der Experimentalcharakter des Filmes kommt durch eine seltsame Erzähltechnik zum Tragen. Frei von epischer Chronologie wird die Handlung rückwärts erzählt. Dies erzielt eine ungewohnte Spannung, die dadurch noch intensiviert wird, daß ein kleinerer Handlungsstrang in gewohnter Weise — vorwärts gerichtet — mitgeteilt wird. Im Zusammenhang mit der Gedächtnisstörung des Erzählers kommt es zu einer den Zuschauer fordernden Puzzelei, die mitreißt. Fazit: Herausragend!
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch nicht ganz optimal. Der deutsche Ton ist etwas eingeengt gegenüber der Originalversion und das Bild leidet unter leichtem Rauschen, bleibt aber stabil. Unter den Extras findet sich ein ausführliches Interview (23 Min.) mit dem Regisseur, das die Idee hinter dem Film noch einmal beleuchtet. "Memento": Ein Mann kann sich aufgrund einer Störung seines Kurzzeitgedächnisses nur noch etwa fünf Minuten lang erinnern. In diesem Zustand will er den Mord an seiner Frau aufklären. Der Experimentalcharakter des Filmes kommt durch eine seltsame Erzähltechnik zum Tragen. Frei von epischer Chronologie wird die Handlung rückwärts erzählt. Dies erzielt eine ungewohnte Spannung, die dadurch noch intensiviert wird, daß ein kleinerer Handlungsstrang in gewohnter Weise - vorwärts gerichtet - mitgeteilt wird. Im Zusammenhang mit der Gedächtnisstörung des Erzählers kommt es zu einer den Zuschauer fordernden Puzzelei, die mitreißt. Herausragend.MO
Bild: Feine Farben und eine noch solide Schärfe geben der Disc Schliff, aber insgesamt kommt nur ein knappes "Gut" zustande. Ein sanfter, aber merklicher, feinkörniger Rauschschleier überlagert das Bild permanent. Unter diesem kann sich trotz guter Kontrastwerte nur eine etwas gedämpfte Plastizität entfalten. Die Rauschwerte verstärken sich noch in den zahlreichen Schwarz-Weiß-Momenten des Filmes (00.06.25). Auch die Tiefenschärfe bleibt so etwas verscheiert, so daß Gesichter in Halbtotalen ein wenig an Kontur verlieren (00.50.25).
Ton: Das Klangbild hantiert mit relativ wenigen Effekten, denn den Hauptpart des Soundtracks machen Monologe in stillen Zimmern aus. Zum Zuge kommt die Tonspur bei den Synthy-Effekten in der Musik (00.06.39) und bei der Schaffung einer griffigen Ambienz bei Aussenaufnahmen (00.48.10, Flucht mit Auto), die durchaus auch eine direktionale Potenz entfaltet. Allerdings wirkt die deutsche Spur erheblich höhenbeschniotten und gedämpft und auch im Kulissenbereich zeigt sie Mankos: Die Umgebungsgeräusche sind in der Lautstärke auffällig zurückgefahren. So hört man etwa den im Hintergrund laufenden Fernseher bei 00:49:02 in der deutschen Version kaum. --movieman.de
VideoMarkt
Der Geschäftsmann Leonard Shelby hat ein Problem: Er leidet an einer seltenen, unheilbaren Form von Gedächtnisschwund, wodurch er sich kaum an nur 15 Minuten zuvor Geschehenes erinnern kann. Dennoch hat er sich geschworen, den Vergewaltiger und Mörder seiner Frau zu stellen. So müssen Karteikarten, Fotografien, Notizen und Tattoos das Erinnerungsvermögen ersetzen, mit dem Leonard sein Leben krampfhaft zusammenzuhalten versucht. Hartnäckig verfolgt er das Ziel, das er sich auf den Leib eingebrannt hat: "Find him and kill him"...
Video.de
Nach seinem aufsehenerregenden Erstling "Following" (1998) beweist der 31-jährige Drehbuchautor und Regisseur Christopher Nolan erneut seinen Sinn für komplexe Strukturen und ausgefeilte Psychologie. Der fesselnde, unter anderem in Sundance mit Preisen bedachte Thriller wird Szene für Szene rückwärts erzählt. Neben der vorzüglichen Kamera und dem ebenso guten Schnitt macht der Zwang zur Konzentration die Spannung des Films aus. Guy Pearce fasziniert mit seinem intensiven Spiel. Für Krimifreunde, die gerne mitdenken.
Blickpunkt: Film
Leonard Shelby leidet an einer unheilbaren Form von Gedächtnisschwund. Dennoch hat er sich geschworen, den Vergewaltiger und Mörder seiner Frau zu finden. Nach seinem aufsehenerregenden Erstling "Following" (1998) beweist Drehbuchautor und Regisseur Christopher Nolan erneut seinen Sinn für komplexe Strukturen und ausgefeilte Psychologie.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Faszinierender Indiehit um einen Mann, der, von extremem Kurzzeitgedächtnis behindert, die Mörder seiner Frau sucht.
Kurzbeschreibung
Rache ist die Aufgabe, die sich der ehmalige Versicherungsermittler Leonard Shelby seit dem Vergewaltigungsmord an seiner Frau Catherine gestellt hat. Ein beinahe aussichtsloses Unterfangen. Denn seit der schrecklichen Tat leidet Shelby an einem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses. Ohne seine Notizen, Fotos oder Tätowierungen am Körper, kann er sich an nichts mehr erinnern. Verzweifelt sucht er den Mörder seiner Frau. Der scheinbar so hilfreiche Teddy und die mysteriöse Natalie können ihm vielleicht helfen...Ein Mann mit einer tödlichen Mission, auf dem Weg zurück zu einer schrecklichen Erkenntnis!
Produktbeschreibungen
Rache ist die Aufgabe, die sich der ehemalige Versicherungsermittler Leonard Shelby Guy Pearce seit dem Vergewaltigungsmord an seiner Frau Catherine Jorja Fox gestellt hat. Ein beinahe aussichtsloses Unterfangen. Denn seit der schrecklichen Tat leidet Shelby an einem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses. Ohne seine Notizen, Fotos oder Tätowierungen am Körper, kann er sich an nichts mehr erinnern. Verzweifelt sucht er den Mörder seiner Frau. Der scheinbar so hilfreiche Teddy Joe Pantoliano und die mysteriöse Natalie Carrie-Anne Moss können ihm vielleicht helfen... Ein Mann mit einer tödlichen Mission, auf dem Weg zurück zu einer schrecklichen Erkenntnis!