Mit Abstand das beste Buch über Komposition, das mir begegnet ist. Jack Perricone weiß eindeutig, wovon er spricht und die Beispiele sind so gut nachvollziehbar, dass man damit wirklich die Werkzeuge in der Hand hat, einen Hit-Song zu schreiben (ich bin gerade dabei ;-) ). Zuerst bekommt man die nötigen Analysewerkzeuge, dann lernt man, wie man die eben analysierte Technik selbst anwendet.
Das sind die positiven Punkte. Die fünf Sterne habe ich deshalb gegeben, weil das Buch für das vermittelte Wissen eigentlich sechs verdient.
Negativpunkte:
1) Man muss mörderisch gut englisch können (Musiktheoretisches Fachvokabular!), um überhaupt mitzubekommen, worum es geht. Es überrascht mich nicht, dass vor meiner Rezension nur drei englischsprachige zu finden sind - und die in sehr großem zeitlichem Abstand.
2) Man muss die Basis-Musiktheorie draufhaben wie das 1x1. Noten lesen (und spielen können, denn die Hörbeispiele muss man sich selbst fabrizieren, da keine CD dabei ist), die Tonartvorzeichen, Tonleitern, Rhythmik, Akkordbezeichnungen (Jazz/Pop, nicht Klassik), Beziehungen zwischen Akkorden und Tonleitern und einiges mehr werden vorausgesetzt.
3) Die Reihenfolge der Kapitel ist nicht 100% konsistent. Manchmal wird auf etwas Bezug genommen, was erst später erklärt wird.
4) Bei einigen Beispielen wäre ein ausführlicherer Lösungsteil nötig. Manches bleibt offen und man weiß nicht: "Habe ich es jetzt kapiert oder nicht?"
Definitiv kein Buch zum einmal kurz überfliegen, sondern Geheimwissen, das erkämpft werden will.