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Melodien
 
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Melodien [Taschenbuch]

Helmut Krausser
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1994 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596121809
  • ISBN-13: 978-3596121809
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 144.592 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Helmut Krausser
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Magier und Alchimist Castiglio lebt im Italien der Hochrenaissance. Gemeinsam mit seinem Famulus Andrea arbeitet er an der Verwirklichung eines Traums: Durch bestimmte Melodien soll der Mensch im guten wie im bösen beeinflußt werden können. Castiglios Ideen sind edel, seine Forschungsmittel skrupellos. Die ursprünglich hehren Ziele kehren sich ins Gegenteil, das, was die Welt positiv verändern sollte, steht im Dienst des Bösen und wirkt hinein bis in die Gegenwart.

Über den Autor

Helmut Krausser, geboren 1964 in Esslingen war u. a. Spieler, Nachtwächter, Zeitungswerber, Opernstatist, Sänger in einer Rock`n`Roll-Band und Journalist. (Halb-)freiwillig verbrachte er ein Jahr als Berber. Nebenbei studierte er provinzialrömische Archäologie. er schrieb Erzählungen, Theaterstücke und ein Opernlibretto.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Melodien" wurde mir empfohlen, und schliesslich siegte die Neugier des Musikers in mir. Und siehe da, das Buch ist gar nicht schlecht. Man kann es lesen, ohne sich auf die übersteigerte Symbolik und den Intellektualismus des Autors einzulassen. Das Buch ist voll mit Neurotikern (der Autor könnte hie und da durchaus autobiographische Züge mitverarbeitet haben). Diese sind aber nicht unbedingt unsympatisch, und die Geschichte ist spannend.

Eigentlich gibt es zwei Geschichten in diesem Buch, etwa wie im Foucaultschen Pendel von Umberto Eco (der laut Herrn Krausser überigens Trivialliteratur schreibt). Die eine spielt in der Gegenwart, wo ein liebeskranker Orpheus alias Alban Täubner seine "Euridike" beweint, die ihn verlassen hat. Dabei kommt er durch Zufall in Kontakt mit einem ominösen Professor Krantz, der ihn für seine Suche nach 24 Melodien (Topoi) fasziniert, die jede beliebige Stimmung beim Hörer erzeugen können. Alban Täubner folgt Professor Krantz auf den Spuren dieser Melodien.

Der zweite Erzählstrang behandelt die Geschichte der besagten Melodien, wobei der Leser eine Zeitreise durch die Musikgeschichte macht. Die Erzählung ist durchaus gut zu lesen und so geschickt geschrieben, dass nicht immer klar ist, wo historische Wahrheit in Fiktion übergeht. Man lernt sehr viel beim Lesen, was für mich zur Qualität des Buches beiträgt.

Eine Empfehlung für Freunde historischer Romane. Leser, die Umberto Eco schätzen, werden hier auch auf ihre Kosten kommen.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Melodien die bleiben 25. August 2004
Von Ossiwan
Format:Taschenbuch
Nicht ein Roman ist es, sondern derer viele, doch das Thema, die Melodien des Teilprotagonisten Castiglio, bleibt immer präsent. Melodien, die die Gefühle des Menschen anrühren und manipulieren, ketzerisch in der Zeit ihrer Entstehung, faszinierend für die Forschung der späteren Jahrhunderte. Doch versandet dieses Thema nicht in einer Kriminalgeschichte wie bei Süskinds „Parfum", vielmehr manipuliert es sich selbst inmitten der historischen Stoffe, von denen man bald nicht weiß, ob sie wahr oder erfunden sind. Ebenso beeinflussen sie die Hauptfiguren, der Geschichten während des Romans zu einem immer dickeren roten Faden verwebt werden, dass man gar nicht anders kann als Parallelen zu erstellen und sie miteinander zu vergleichen. Die Melodien selbst geraten dabei immer mehr in den Hintergrund, ihre Wirkungsweise wird zur Hälfte des Romans angehandelt, danach existieren sie permanent im Hintergrund, um die Psyche der Figuren mitzubestimmen. Ein dauernder Wechsel des Stils und der Textsorten macht den Stoff heterogen, nur manchmal hat man das Gefühl, dass dieser Wechsel nicht stringent durchgezogen wurde und manches nicht in das Jahrhundert passt, in dem es gerade spielt. Doch ist dies auch nebensächlich, da Schein und Trug die eigentlichen Erzähler sind und man sich auf sie in keinem Fall verlassen kann, da helfen auch die Anmerkungen am Ende nur wenig. Ein sehr komplexer Stoff, sehr spannend und fesselnd bearbeitet, so spannend, dass man auch die mehr als 800 Seiten nicht krumm nimmt. Es kann jedoch schwer dem eigenen Privatleben schaden, da man über eine Woche das Buch nicht weglegen kann und nur schwer empfänglich ist für die Realität.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Kraussers Werk verbindet auf nahezu ideale Weise tolles Entertainment mit tiefsinnigen Überlegungen und unzähligen authentischen historischen Informationen. Es gelingt ihm, den Leser über diverse hundert Seiten hinweg zu fesseln und erst gegen Ende kann mit einer leichten Ermüdung des Interesses gerechnet werden. Problematisch erscheint mir, dass die Figur des Fotographen Täubner in der Gesellschaft der in einzelnen Episoden beschriebenen äußerst schillernden Persönlichkeiten relativ farblos bleibt. Da er in der Handlung letztlich nur der Bauer eines ihm unverständlich bleibenden Schachspiels ist, mag dies gerechtfertigt erscheinen.
Alleine die herrlich polemischen Ausführungen von Professor Krantz über die Kunst und die moderne Gesellschaft rechtfertigen schon ein mehrmaliges Lesen. Abgerundete 4,5 Punkte - die volle Punktzahl lediglich wegen der allerdings nicht genau greifbaren Längen gegen Ende hin verfehlt. Ein tolles Buch!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Interessante, anspruchsvolle Lektüre
Der Roman Melodien von Helmut Krausser ist ein spannendes, interessantes und sprachlich sehr gutes Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Uta Karpalov veröffentlicht
Enttäuschend
Ich bin Musiker. Ich habe mich durch diesen Roman gequält, um endlich die "Idee" hinter dem Titel zu finden. Diese Idee gibt es leider nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2009 von Michael Dries
Literatur vom Feinsten
Der Anti-Held Täubner macht eine Entdeckung, die sein Leben verändern wird. Ob wir uns das bei seinem tristen Charakter wünschen ist eine andere Sache. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. März 2007 von kamelin
wie wirkt musik auf uns?
helmut krausser, der im literarischen rang eines michel houellebecq oder umberto ecco, eines patrick süskind oder einer elfriede jellinek zu sehen ist (besonders mit seinem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2004 von FrizzText
bester zeitgenössischer Roman
von mir aus können die Herren Grass, Walser oder sonstwer ruhig weiter stümpern, denn ich habe einen Autoren gefunden, der in naher Zukunft sicher zu den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. August 2003 von Projekt Ich
Spannende Zeitreise
Das dritte Buch das ich von Krausser lese und der dritte Treffer.
Erst schreckten mich die fast 900 Seiten etwas ab. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2003 von Mirko Kubin
Ein phantastisches Buch!
Eine Geschichte, die sich über Jahrhunderte auf mehreren Ebenen bewegt und mich so gefesselt hat wie selten ein anderes Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2003 von "isapoll"
wunderbar
Melodien ist ein wunderbarer Roman, der ruhig und langsam beginnt, immer druckvoller wird, einem treibenden Beat gleich der
am Schluss in sich implodiert und dich sprachlos... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2002 von "dreiher"
Ein Meisterwerk
Ich war selten von einem Roman so begeistert (auch wenn ich völlig unmusikalisch bin...). Perfekt recherchiert, immer fesselnd, genial geschrieben. Lesen!!!
Am 12. September 2000 veröffentlicht
Melodien auf dem Nil
Ein Kurzurlaub auf dem Nil zwischen Luxor und Assuan - Kulisse für die Lektüre der "Melodien". Lesen Sie weiter...
Am 8. Januar 2000 veröffentlicht
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