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Melnitz: Roman
 
 
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Melnitz: Roman [Gebundene Ausgabe]

Charles Lewinsky
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 776 Seiten
  • Verlag: Nagel & Kimche; Auflage: 9 (4. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3312003725
  • ISBN-13: 978-3312003723
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,4 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 166.855 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Charles Lewinsky
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Name Charles Lewinsky ist in seiner Schweizer Heimat längst eine feste Größe. Hierzulande führte der Autor bislang ein merkwürdiges Schattendasein. Kannte man ihn höchstens für seinen preisgekrönten Roman Johannistag (2002), so wird sich dies nun mit einem Doppelschlag ändern. Fast zeitgleich mit Oliver Hirschbiegels nach einer Lewinsky-Vorlage gedrehtem Film Ein ganz gewöhnlicher Jude mit Ben Becker in der Hauptrolle, erscheint ein weiteres mächtiges Werk des Autors, die fast 800 Seiten starke Saga der jüdischen Familie des Salomon Meijer. Deren geruhsames Leben im schweizerischen Judendorf Endingen wird gründlich auf den Kopf gestellt, als im Jahre 1871 der aus der französischen Armee entflohene Janki auftaucht. Eine lange Reise ins Unaussprechliche beginnt. Mit dabei, Onkel Melnitz, der immer, wenn er gestorben war, wieder zurückkehrte. Und der immer schon alles wusste!

Sie werden geduldet, die Schweizer Juden, mehr nicht. Dies machen die über vier Generationen sich erstreckenden Lebensläufe all der Meijers, Jankis, des eleganten Lebemanns François, bis hin zum Ururenkel Hillel klar. Das Ringen um Anerkennung bleibt vergebens, so vorbildlich die Lebensweise all dieser Menschen auch sein mag, die sich als Juden eigentlich gar nicht mehr begreifen. Die Schikanen nehmen kein Ende. Als im Jahr 1893 die Schweiz das Schächtverbot erlässt, bedeutet dies das Ende des Metzgers Pinchas. Juden müssen ihr Fleisch fortan importieren. Selbst die christliche Taufe, François' letzter Versuch der Assimilation, bringt nicht die ersehnte Anerkennung. Onkel Melnitz, der stets präsente Untote, hat es längst gewusst. Durch die Jahrhunderte mäandernd, kennt er die Losung: Einmal Jude immer Jude. Sie werden uns nie anerkennen!

Lewinsky schuf ein unspektakuläres, von Traurigkeit getöntes und stilles Werk von erhabener Größe, das in der bislang größten Menschheitskatastrophe sein unheilvolles Ende findet. Als Hillel bei einer Schweizer Veranstaltung entsetzt die Worte des Demagogen, "Juden könne man nicht bessern, man kann sie nur ausrotten!" vernimmt, kennt er das fürchterliche Schicksal, das den deutschen Zweig der Familie Meijer erwartet. Und Onkel Melnitz? Der ewige Mahner? Der kann nur bitter lachen. Er hatte wieder mal alles gewusst! Charles Lewinsky, seinem Sprachrohr, muss man unendlich dankbar sein. --Ravi Unger

Pressestimmen

"Der Autor kann mit wenigen Strichen vielfarbig abschattierte, lebensvolle Charaktere zeichnen; er kann wunderbare Dialoge schreiben; er verfügt über einen hohen Sinn für erzählerischen Rhythmus; er vermag Situationskomik einzusetzen und überdreht auch in sentimentalen Situationen die Gefühlsschraube nicht. Das ist genau die Mischung, die man sich von einem Roman erhofft. Ein wunderbarer Schmöcker. Wer's kann, mach's nach." Ernst Osterkamp, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.06 "Diesmal ist ihm ein grossartiger Roman gelungen, der alle Aufmerksamkeit verdient." Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung, 05.06.06 "Um es gleich zu sagen: Das ist ein herausragender Roman, von einer Qualität, wie man sie in der Schweizer Literatur nur selten antrifft." Andreas Isenschmid, NZZ am Sonntag, 29.01.06 "Der Holocaust aber ist allenfalls die Fluchtlinie, nicht das Thema von Lewinskys windungsreichem, blendend recherchiertem Buch, das mit viel Liebe zum Detail und zum richtigen jiddischen Ausdruck aufgeschrieben ist." Wolfgang Höbel, Der Spiegel, 16.03.06 "Von allen Büchern, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, ist dieses mein absoluter Favorit." Angela Wittmann, Brigitte, 15.03.06 "Ein religions- und mentalitätsgeschichtlich vorzüglich recherchiertes Buch um Hochzeiten und Todesfälle, Judendörfer und Schächterverbote, Liebeshändel und Kriegsfreundschaften, das es an Tiefe und Witz durchaus mit Minka Pradelskis Roman Und da kam Frau Kugelmann aufnehmen kann (...)." Hendrik Werner, Die Welt, 04.02.06

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
59 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mischpoche! 24. Januar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Charles Lewinsky erzählt in seinem Roman "Melnitz" die Geschichte einer jüdischen Familie in der Schweiz über vier Generationen.
Das Buch umspannt die Zeit zwischen 1870 und 1937 und da Lewinsky vielschichtig und tiefgründig zu erzählen weiß, begleiten den Leser die Figuren auch noch über das Leseerlebnis hinaus!
Es beginnt an einem stürmischen Tag, als Janki - ein französischer Soldat - vor dem Haus Salomon und Golde Meijers steht und Einlass begehrt. Er gehört zur weiteren Verwandtschaft, wird - ohne Fragen zu stellen - aufgenommen und bringt das Leben des Viehhändlers, seiner Frau und den beiden Töchtern, von denen die eine ein Adoptivkind ist, gründlich durcheinander.
Nach Irrungen und Wirrungen wird er zum Gründer der nächsten Generation, der noch zwei weitere folgen werden...
In vier großen Kapiteln lässt er die Menschen der Familie Meijer im Abstand von jeweils knappen zwanzig Jahren lebendig werden.
Lewinsky erzählt vom Aufstieg der Familie, vom Wunsch, jüdische Traditionen zu wahren und gleichzeitig vollwertig akzeptierte Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Er erzählt von großen Lieben, geschäftlichem Erfolg und Rückschlägen, von den Hoffnungen und Enttäuschungen, die jede Generation auf´s Neue durchlebt und durchleidet.
Er erzählt vom großen Zusammenhalt der Familie und wie er stets auf die Probe gestellt wird, von Ereignissen, die durch die Zeitläufte mitbestimmt werden.
Dabei ist Lewinsky ein eindringlicher, melancholischer Roman gelungen, der leise und dennoch höchst lebendig das Panorama einer Familie entwirft, die zwischen Tradition und Moderne hin- und hergerissen wird.
"Melnitz" ist ein Buch aus einem Guss, für das man Zeit und Muße braucht, in das man wunderbar eintauchen kann und das auf´s Beste anspruchsvoll unterhält.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jüdische Familiensaga 17. Dezember 2006
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen - selbst gekauft hätte ich es mir wohl (in der gebundenen Ausgabe) nicht unbedingt - und war sehr positiv überrascht! Ein großartiger Roman voller Komik und zugleich tiefgründiger Ernsthaftigkeit, wie es ja auch anders bei dem Thema gar nicht sein kann: ein jüdischer Generationenroman aus der Schweiz, begonnen beim deutsch-französischen Krieg 1871 bis zur Zeit des Nationalsozialismus.

Das Buch liest sich flüssig und gut, und durch das ausführliche Glossar am Ende sind auch die hebräischen Begriffe verständlich. Die Charaktere sind liebevoll und teilweise sehr schelmisch geschildert, und es fiel mir leicht, mitzufühlen und mitzuhoffen. Denn der Roman ist in keiner Weise vorhersehbar. Vielleicht bietet er, wie meine Vorrezensenten bemerkten - nicht so viel Neues in der jüdischen Literatur - für mich aber, die ich mich mit diesem Thema noch nicht so ausführlich befasst habe, liefert er einen guten Einblick in die jüdische Lebensweise und Geschichte.

Die unsagbare Judenverfolgung und der millionenfache Judenmord in Deutschland zur Nazizeit sind unsentimental geschildert, aber hier nur eine Hintergrundinformation, nicht die zentrale Romanhandlung. Auf welche Notlösungen einige Familienmitglieder in der Zeit des Dritten Reichs kamen, finde ich rührend und bewegend. Ich habe den Roman mit wachsender Ergriffenheit gelesen und ihn nur ungern weggelegt.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
obwohl das buch schwer und umfangreich ist, habe ich es kaum aus der hand legen koennen. es ist so spannend erzaehlt. vielleicht muessen manche leute zu viel die yiddischen ausdruecke im glossar nachschlagen, aber diese ausdruecke bereichern die erzaehlung und machen sie authentischer. dem leser werden die vielseitigen probleme der juedischen minderheit in der schweiz mittels der so verschiedenen charakteren, die man sowohl in der familie der meijers, als auch in ihrem umfeld findet, eindruecklich dargestellt. ich hatte waehrend des lesens immer den eindruck, mich mitten in der familie, mitten in den geschehnissen, die so lebensnah von charles lewinsky geschildert werden, zu befinden und alles von innen heraus mitzuerleben, auch wenn man von der figur des onkel melnitz immer wieder zum betrachter von ausssen gemacht wird. Ich finde es ein grossartiges buch und kann es nur weiterempfehlen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sehr gutes Buch
Es dauert meistens lange, bis ich ein so dickes Buch wie "Melnitz" zu lesen anfange, und dieses Buch ist keine Ausnahme. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Peter Berends veröffentlicht
Eindrücklich
Dieses Buch werd ich mal meinen Kindern zu Lesen geben. Wunderschön geschrieben, eindrücklich, interessant. Ein wichtiges Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2009 von Bettina Robertson
romanhaft authentisch echt!!!
Nachdem ich das Buch einmal aufgeschlagen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Charles Lewinsky hat seine Mitspieler so echt gezeichnet, dass sie in mir in Bildern... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2009 von Bücher
Familiensaga ohne Kitsch
Ausgangspunkt ist eine kleine Schweizer Stadt im Jahre 1871. Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich geht dem Ende entgegen, und die kleine jüdische Familie Meijer lebt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. September 2008 von Valentine
Nicht nur ein Buch, sondern ein Erlebnis...
Lewinsky ist mit diesem Buch ein Roman gelungen, der nicht nur die Geschichte einer Jüdischen Familie über vier Generationen schildert - Vielmehr verschafft er allen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juli 2008 von Lesestubs
Dran bleiben
Wollte schon aufgeben, doch die Leichtigkeit, mit der der Autor diese über Generationen laufende Familiengeschichte erzählt, hat mich immer wieder -und zum Schluß... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2008 von observer
Der Irrwitz des Alltäglichen
Charles Lewinsky ist nicht nur ein exzellenter Beobachter, er findet auch stets die Worte, die eine Situation auf den Punkt genau beschreiben, die selbst die verborgensten Motive... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2007 von Doris Litz
eine liebevolle Familienchronik
Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, Mitglied dieser jüdischen Familie zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. September 2007 von Birgit Zorn
Melnitz
Das Buch ist mir nach einer TV Literatursendung in Erinnerung geblieben, und es gibt mir auch jetzt noch, nachdem ich es gelesen habe, zu denken. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2006 von Uelu
Fesselnd und beunruhigend
Für mich eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Zum einen ist der Autor ein Meister der Sprache, des leisen Witzes und der Erzählkunst. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. September 2006 von Frapemeu
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