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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gothic pur - Ein Muss!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Melmoth the Wanderer (Penguin Classics) (Taschenbuch)
Maturin hat mit dem Wanderer ein gigantisches Werk der klassischen Gothic-Literatur geschaffen, welches sich mit der Liebe, dem Leben, dem Wissen, der Religionen auseinandersetzt, zahllose Anleihen der Bibel, von Shakespeare, de Sade, Don Quichote, ..., entnimmt, und dem Leser ein düsteres Bild vorführt, wie es schlimmer kaum sein kann.Melmoth der sich dem Teufel verschreibt, wird hier in verschiedenen Geschichten, die aus verschiedenen Quellen stammen, erlebt. Das Buch ist flüssig geschrieben, sein Alter kaum anzumerken, hilfreich zum Verstehen, sind die in dieser Ausgabe zahlreichen Fussnoten. Es ist spannend wegen seiner Handlungen, aber auch wegen der Ansichten, die hier dargestellt werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Melmoth - The Anti-Quixote,
Rezension bezieht sich auf: Melmoth the Wanderer (Oxford World's Classics) (Taschenbuch)
Maturin's "Melmoth the Wanderer" is a brilliantly constructed work of gothic fiction. One hundred years after Jonathan Swift, Maturin takes up his Irish predecessor's gift for harsh, even malevolent satire against any and all offenders - organized religion, government, lovers, warriors - even making broad, devastating comments on humanity in general. Maturin and his characters are quick to point out that this is not 'Radcliffe-romance' gothic, in the direct style of works like "The Mysteries of Udolpho". They are right. Rather than the seemingly landscape-obsessed, rationalistic Radcliffe, Maturin takes his direct gothic influences from the claustrophobic psychological terrors of Godwin's "Caleb Williams," Lewis' "The Monk," and M.W. Shelley's "Frankenstein." Unlike "The Monk," however, Maturin's novel does not rely heavily on Lewis' supernatural machinery (ghosts, demons, bleeding nuns, etc.). Instead, he offers several apparently unconnected stories that concentrate on families in desperate straits and individuals in extreme crises, pushing the limits of man's inhumanity to man. The connecting element, the wild card with the wild eyes, that pops up just when the characters most/least need him, is Melmoth the Wanderer. "Melmoth" also draws heavily from Cervantes' "Don Quixote," which provides a great point of comparison for the main character. Where Don Quixote was a wandering knight, pledged to help the helpless, Melmoth is a wandering agent of evil, whose mission is to prey on the helpless. Melmoth has 150 years to tempt the indigent and desperate into selling their souls for wealth, power, or simple relief, and trading places with him. Again looking backward to "Quixote" and forward to Stoker's "Dracula," "Melmoth" is also heavily concerned with it's own construction as a text. The various stories are pieced together by eyewitnesses, interviewers, and ancient manuscripts, often at several removes from their originals. There is even one gentleman in the novel who is collecting material to write a book about Melmoth the Wanderer. This is not a book for everyone. Maturin often provides almost excessively long preludes before any action occurs in his nested narratives. The traumas he inflicts on Melmoth's targets can drive you to the point of insanity yourself. However, if you are a admirer of the psychological thriller without all the show of your standard gothic-terror text, "Melmoth the Wanderer" is sure to keep you busy for days, if not weeks. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Eine gigantisches Faust-Variante!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Melmoth the Wanderer (Penguin Classics) (Taschenbuch)
Melmoth will das Geheimnis des Universum ergründen und verkauft seine Seele dem Teufel, bekommt dafür ein verlängertes Leben und Wissen, opfert aber sein menschliches Dasein, vegetiert dadurch gefühllos durch Raum und Zeit. Was sich auf beinahe 1000-Seiten sich vollzieht ist eine Aneinanderreihung von verschiedenen ineinader verschachtelten Erzählebenen, die allsamt atmospährisch sehr dicht, dramturgisch sehr spannend und zudem psychologisch sehr überzeugen. Die Irrenanstaltpassage ist moderner Horror pur. Die Flucht des Spaniers, die schon fast die Hälfte des Buches einimmt ist schier atemberaubend. Die Charakterisierung der Inderin ist etwas vom feinsten, das man je gelesen hat. Allerdings sind alle Abscnitte durchsetzt von heftiger Zivilisationskritik, die meines Erachtens unnötig aufgebläht sind (vielleicht bedingt durch das soziale Umfeld dazumal)und das Buch als ganzes ist ein wenig zu lang geraten, wie literarisch das Buch auch ist - weniger wäre manchmal noch mehr. Wer sich Zeit nimmt, wird aber ein Feuerwerk des gotischen Romans antreffen.
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