Donovan's Follow-up zum "Sunshine Superman", "Mellow Yellow" erschien 1967 (ein Jahr, in dem der Sänger besonders fleißig sein sollte).
Mit dem "Sunshine Superman" hatte Donovan die Psychedelic Mit-Gesät, nun war er eine der führenden Figuren des Swinging London. Den Titeltrack sollte jeder kennen, "Mellow Yellow" ist ein Klassiker, und wirklich, verdammt smooth (diese unverkennbare Bass-Line!). Das Album ist etwas relaxter, lockerer als der "Sunshine Superman", geht in verschiedene Richtungen. Donovans' Folk "swingt" ab und an mehr, nicht mehr so pastoral wie manches vom Vorgänger (bißchen schade). Ähnlich hypnotisch ist aber "Young Girl Blues" und "Hampstead Incident" (so durch und durch Sixties). Hinzu kommt wieder ein leichter Blues- und Jazztouch (natürlich Pop-Gerecht!) und auch klassischer Folk mit "Writer in the Sun". Weitere sehr coole Anspieltipps: "Museum" und natürlich "Sunny South Kensington", zwei Songs, die ich aus meinem Leben nicht mehr wegdenken kann, beste Psychedelic (hör ich "Kensington" gehts mir gut, der beamt dich direkt ins Swinging London). Unter den Bonustracks dann die fröhliche Single "There is a mountain" (fand ich nie so toll), die "Superlungs" Version ist vom feinsten!
Wie schon "Sunshine Superman" ist auch "Mellow Yellow" ein höchst unterhaltsames Album, perfekt produziert von Mickie Most. Sollte in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen. Und wie auch die anderen Remasters der frühen Alben könnt ihr die alte CD dagegen wegschmeißen. Hier wurde sehr sorgfältig ans Werk gegangen.