Ich kenne das Buch nur teilweise, hab ein paar Mal reingelesen und konnte den Skandal nicht nachvollziehen. Seis drum, der Film lies ja nicht lange auf sich warten. Wenn man eine Kuh melken kann, dann tut man das bis sie den Geist aufgibt.
Der Film erzählt vom Leben der Melissa P., ihre sexuellen Eskapaden und ihren Schicksalsschlägen. Soviel zur Story, was ist im Enddefekt dabei rausgekommen? Ich sag es jetzt ganz simpel: Nicht viel.
Erinnert sich noch irgendjemand an die alten Emanuelle Filme? Die sind der passende Vergleich für diesen Film. Man zeigt nicht viel, nur geradesoviel wie man muss. Ein Softporno der alten Schule, in dieser Beziehung gewinnt der Film in allen Punkten. Ich fühlte mich direkt an alte Zeiten erinnert.
Was dabei verloren geht ist das Leben von Melissa. Vielleicht liegt es an den Schauspielern, vielleicht auch daran das der Film sich nur irgendwie nur bis zur nächsten Softporno Szene retten will. Irgendwie enttäuschend, denn das Buch hatte an vielen Stellen doch noch gute Ansätze. Der Film nutzt das Potenial nicht.
Insgesamt ist der Film ein nettes Homeage an die alten Emanuelle Filme. Nicht mehr und nicht weniger, wer eine gute Verfilmung erwartet wird eindeutig enttäuscht werden.
Und noch eine Frage am Schluss: Heutzutage sorgt solch ein Buch oder Film für einen Skandal, wo man in Zeitungen immer öfter mit steigender Tendenz von 13 bis 14jährigen Müttern lesen kann. Das gibt schon zu denken.