Gemäß der Zählung meines mp3-Players enthält die DVD-ROM Musik für 44 Stunden und 18 Minuten (das sind 1 Tag, 20 Stunden, 18 Minuten und 9 Sekunden). Folgende Werke sind enthalten:
ORCHESTERWERKE:
- Sinfonien Nr. 1-9 (Stadtkapelle Dresden unter Herbert Blomstedt)
- 8 Ouvertüren (Berliner Symphoniker unter Peter Wohlert)
KONZERTE:
- Klavierkonzerte 1-5 (Shoko Sugitani, Gerhard Oskamp, Berliner Symphoniker)
- Klavierkonzert 6 (Transkiption des Violinkonzerts)
- Violinkonzert (Emmy Verhey, Hans Vonk, Utrecht Symphony Orchestra)
- Violinromanzen
KLAVIERWERKE:
- Sonaten 1-32 (John Lill)
KAMMERMUSIK:
- Klaviertrios op. 1, 97, 70 (Trio Zingara)
- Cellosonaten op. 69, 102, 5 (Anatoli Krustev + Boyan Vodenicharov)
- Violinsonaten komplett (Emmy Verhey + Carlos Moerdijk)
- Streichquartette komplett (Medici-Quartett, Sharon-Quartett)
- Streichquintett op. 29 (Medici-Quartett + Solist)
- Variationen für Klavier, Violine und Cello op. 44, 121
CHORWERKE:
- Christus am Ölberg op. 85 (Helmut Rilling mit dem Bach-Collegium Stuttgart)
- Messe C-Dur op. 86 (Anton Nanut mit dem Slovak Philharmonic Choir and Orchestra)
Das einzige, was ich an der Auswahl vermisse, sind die Chorfantasie op. 80 und die Diabelli-Variationen. Ansonsten sind sämtliche Hauptwerke und viele Gattungen vollständig enthalten, z. B. Violin- und Klaviersonaten.
Qualität: Ich habe viele Dateien angespielt, weil ich mir ein Bild über die Gesamtqualität machen wollte. Alle Aufnahmen liegen in einer sehr guten Qualität vor mit vollen Orchestern und sehr gut abgemischten bzw. aufgenommenen Einzelinstrumenten. Gerade auch die Kammermusik ist nicht zu leise aufgenommen. Das Klavier der Sonaten ist kraftvoll und volltönend. Allerdings treten in den Symponien manchmal Pianissimostellen für meinen Geschmack zu leise auf. Die Tempi sind nicht zu langsam genommen.
Noch ein Wort zu den Klaviersonaten: Die Einspielungen von John Lill (einem erstklassigen Pianisten aus GB, der inzwischen zum Commander [Order of the British Empire] ernannt worden ist) gefallen mir besser als die anderer, in unseren Regionen bekannterer Interpreten, besser sogar als die Aufnahmen, die ich von Alfred Brendel habe. Brendel im Gegensatz zu Lill verzögert immer wieder, retardiert über kurzen Momenten, was die Musik "stockelig" macht, während bei Lill ein angenehmer Fluss vorherrscht. Das ist sicherlich Geschmackssache, aber ich bin froh über diese Gesamtseinspielung, und dass sie von einem einzigen Künstler vorgenommen wurde und nicht von mehreren Interpreten.
Hörer, die Beethoven lieben, machen mit dieser DVD-ROM nichts verkehrt. Von mir fünf Sterne und eine klare Empfehlung.