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Die Meistersinger von Nürnberg (Inszenierung Otto Schenk) [2 DVDs]


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Produktinformation

  • Darsteller: Michael Schade, Ain Anger, Michaela Selinger, Orchester der Wiener Staatsoper, Chor der Wiener Staatsoper
  • Regisseur(e): Christian Thielemann, Otto Schenk
  • Format: Classical, NTSC
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Medici Arts (NAXOS Deutschland GmbH
  • Erscheinungstermin: 5. Oktober 2009
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 293 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002N5KDZ2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.773 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)


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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wolfgang Stroebl TOP 1000 REZENSENT on 20. Oktober 2009
Verifizierter Kauf
Glücklicherweise wurde diese musikalisch außergewöhnlich schöne Aufführung der Wiener Staatsoper im Jänner 2008 aufgezeichnet. Wagners "Meistersinger" in der alten Otto-Schenk-Inszenierung von 1975 wurden unter der Leitung von Thielemann musikalisch neu einstudiert und geradezu triumphal zur Aufführung gebracht.

Bei fast allen Vorstellungen dieser Serie war Falk Struckmann gesundheitlich angeschlagen, was man in der Aufzeichnung aber kaum merkt: mit seiner mächtigen Stimme mit dem charakteristischen Timbre ist er ein prägnanter und sympathischer Hans Sachs. Wenn man vergessen und/oder akzeptieren kann, dass Johan Botha optisch kaum dem Ideal des jugendlichen Junkers und Liebhabers entspricht, kann man sich an seiner nahezu optimalen Interpretation des Stolzing erfreuen: eine helle, heldische Tenorstimme mit Durchschlagskraft und Durchhaltevermögen. Michael Schade, dem Lehrbuben David staturmäßig längst entwachsen, hat sich für Thielemann nochmals in sein zu enges Wams hineingepresst und präsentiert eine mustergültige Rollengestaltung. Ricarda Merbeth (Eva), Adrian Eröd (Beckmesser), Ain Anger (als jugendlichen Pogner) sowie allen anderen Sänger(inne)n aus dem Ensemble sei ein pauschales Lob ausgesprochen.
Zusammengehalten wird das Ganze durch Christian Thielemann, der die Klangschönheit der meisterlichen Partitur präsentiert, dabei immer durchhörbar hält und sich mit all seiner Gestaltungskraft dem Werk dennoch unterordnet.

Das tat auch Otto Schenk einst mit seiner Regie, aber schon 1975 war die Inszenierung mit all ihrer naturalistischen Menschendarstellung nicht unumstritten.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wagnerianer on 20. Dezember 2009
Erfreulich, dass diese Aufnahme noch in der guten alten Schenk-Inszenierung zu sehen ist, wer weiß wie lange die noch gespielt wird. Eine sehr solide Aufführung mit einigen hervorragenden Leistungen. Thielemann und das Wiener Staatsopernorchester sind allein eine Klasse für sich. Eröd, Botha, Schade und Struckmann entsprechen sowohl stimmlich als auch darstellerisch ausgezeichnet. Besonders beeindruckend Struckmann; habe schon lange nicht einen so großartigen Sachs gesehen und gehört. Ricarda Merbeth als Eva bleibt hinter der Klasse der vier Männer etwas zurück. Aufnahmetechnisch wäre zu bemängeln, dass die Abstimmung der Lautstärke zwischen Orchester und Sänger zu Ungunsten des Orchesters nicht gerade ideal erwischt wurde. Auch die Ausleuchtung der Szene ist manchmal nicht gut gelungen. Bei einem Mitschnitt ist das allerdings nachzusehen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hans-Georg Seidel TOP 1000 REZENSENT on 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf
Die traditionelle Otto Schenk Inszenierung in den Bühnenbildern von Jürgen Rose zeigt die Bühnenplattform, die von traditionellen Wagnerianern geliebt wird.
Welche Werkintention lag nun diesem Werk zugrunde? Wagner war in der Situation als Neuerer des Klanggeschehens, als Mann der Zukunftsmusik, dem heftigesten Protest der damaligen Traditionellen ausgesetzt zu sein. Die Presse beschimpfte ihn u.a. mit "Katzenmusiker". Mit den Meistersingern wollte er offenbar auch dieser fixierten Tradition, die sich hinter Vorschriften und Regeln verschanzte, den Spiegel vorhalten, indem er eine Versöhnung zwischen Tradition und Innovation postulierte.
Wagner war nach wissenschaftlicher Quellenlage zeitlebens auf Kompromisse angewiesen, sowohl in der optischen Gestaltung als auch in der sängerischen Besetzung, denn seine Ansprüche brachen mit den Anforderungen des konventionellen Operntheaters. Es gibt infolgedessen auch keine maßstäblichen Umsetzungen der Wagner Zeit, wie sie von heutigen Traditionellen so oft als Faktum phantasiert werden. Auch die Librettoangaben sind keineswegs geeignet, um darauf ein dramaturgisches Konzept aufzubauen, sie waren Produkte der Zeit, die die damaligen bühnentechnischen Gegebenheiten berücksichtigen mußten, wie auch den dramaturgischen Zeitgeist. Wagner wollte keine illustrative Bühne, wie sie jahrzehntelang nicht nur zum Bayreuther Stil gehörte, aber die Vorstellung, einer die Szene stützenden, dramaturgisch interpretatorischen Bühne war damals weitab vom Vorstellungsvermögen der Bühnenbildner, die Kulissenmalerei als wesentlichen Bestandteil ihrer Arbeit sahen.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Heinrich Wallraven on 9. Oktober 2009
Bisher konnte ich nur die Vorschau ansehen und hören, jedoch reicht dies vollkommen aus um zu erkennen(hören), daß Thielemann zurecht der führende Wagnerdirigent ist. Das eigentliche Wunder geschieht, wie bei vielen Opern, bei Wagner halt immer im Orchestergraben und in den Kehlen der Sänger. Wer erinnert sich schon in 100 Jahren an eine Inszenierung, die Musik lebt ewig. Was Thielemann vor Allem auszeichnet ist eine große Suggestivkraft, die auch im kleinsten Detail noch erkennbar ist. Farbe, Tempo und ein Wissen um die "wichtigen Noten" sind gerade bei einer polyphonen Komposition wie der Meistersinger überaus wichtig, hier läßt sich nach drei Minuten hören, daß dies in Vollendung geschehen ist.
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