Eine pakistanische Familiensaga, das klingt schon mal sehr ungewöhnlich. Für mich jedenfalls war es das erste Buch mit diesem Setting.
Erzähler der Geschichte ist Zaki, der in diesem Buch von seiner Kindheit und seinem Erwachsenenleben berichtet. Zakis Vater kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, Zaki kennt ihn nur aus Erzählungen, da er noch vor seiner Geburt starb. Zaki wächst bei Verwandten auf, zusammen mit seiner Cousine, die für ihn aber wie eine Schwester ist.
Es wird auch auf die anderen Personen eingegangen, besonders auch auf die Frauen, denn in Zakis Familie gibt es mehrere, die arbeiten und in ihren Berufen auch sehr selbstständig sind. So arbeitet seine Mutter als Journalistin, wohingegen seine Großmutter ganz dagegen ist, dass Frauen arbeiten. Immer noch gibt es viele, die an alten Traditionen festhalten, und das Land ist von Männern dominiert. Später studiert Zaki dann in den USA, doch bis dahin ist es ein weiter Weg, und er hat mit vielen Problemen zu kämpfen.
Nach Beendigung der Lektüre weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Der Stil liest sich recht gut, allerdings verliert sich der Erzähler immer wieder in Details. Sehr ausführlich werden Hochzeiten und Familientreffen geschildert. Mitunter ist das durchaus interessant zu lesen, weil es halt eine ganz fremde Kultur ist, über die man so ja kaum etwas weiß. Trotzdem fand ich es oft auch ziemlich langatmig. Ich konnte das Buch wirklich auf jeder Seite problemlos weglegen, es hat mich einfach nicht gefesselt.
Das mag auch daran liegen, dass es im Endeffekt kein richtiger Roman mit einem roten Faden ist, sondern halt eine Erzählung, von einer großen Familie, mit sehr vielen Verwandten. Dankenswerterweise gibt es ein Personenregister und ein ausführliches Glossar, beides hilft sehr beim Lesen. Eine Karte Pakistans vorne im Buch rundet die hübsche Aufmachung gelungen ab.
Fazit: Wer sich für fremde Kulturen interessiert oder einfach gerne auch mal ruhigere, erzählte Bücher mag, sollte hier zugreifen.