Der letzte Herbst war kein schöner für Rainer Calmund. Dauernd musste er schnaufend neben Christoph Daum sitzen undsich dessen Räuberpistolen anhören. Doch inzwischen gibt der Bayer-Manager wieder wahlweise die rheinische Frohnatur und den knallharten Businessmann. Doch so recht weiß eigentlich keiner, was Rainer Calmund eigentlich ausmacht. Es hat sich bislang aber auch niemand daran versucht, die Oberfläche bot wohl schon genug Entertainment.Nun hat sich jedoch der taz-Journalist und Autor Bernd Müllender an die Person Calmund gewagt. In Form eines Wörterbuches und an diese strenge Form hält sich Müllender auch. Von A wie Ampelkarte über R wie Ribbeck bis Z wie Zukunft analysiert und seziert Müllender die Psyche des Managers, jeder Text wird mit einem Zitat des barocken Managers garniert. Das ist immer sehr unterhaltsam und bsiweilen sehr erhellend, wenn er etwa die gescheiterten Ehen thematisiert. Da beklagte sich nämlich die Gattin, sie habe ihren Rainer immer nur zum Früstück gesehen. Da las er dann immer Zeitung und auf Fragen antwortete er „Jajaja" und ist schon in Richtung BayArena entschwunden. Hoffentlich geht es Berti Vogts nicht genauso.