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Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen
 
 
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Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen [Gebundene Ausgabe]

Albrecht Müller
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Droemer; Auflage: 1 (21. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426274582
  • ISBN-13: 978-3426274583
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 196.902 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Albrecht Müller
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Abrechnung mit Politik und Medien Nicht ohne Grund empfinden viele Menschen ein Unbehagen an der Politik: Denn die Politik wird über ihre Köpfe hinweg gemacht. Damit die Wähler trotzdem schlucken, was man ihnen vorsetzt, wird die öffentliche Meinung durch gesteuerte und bezahlte Kampagnen massiv beeinfl usst. Albrecht Müller deckt auf, wer diese Kampagnen steuert und wie wir manipuliert werden. Ein Buch für alle, die sich das Denken nicht verbieten lassen.

Über den Autor

Albrecht Müller, geboren 1938, studierte Nationalökonomie und war Redenschreiber von Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller. Von 1973 bis 1982 Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt bei Willy Brandt und Helmut Schmidt, von 1987 bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er lebt als Publizist in der Südpfalz.

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160 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schlechte Politik durch bewußte MANIPULATION, 31. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen (Gebundene Ausgabe)
1. Schlechte Politik, oder: Was geht eigentlich ab?!

Dass wir es mit seltsam schlechten politischen Grundentscheidungen zu tun hatten in den letzten Jahren, ist den meisten "Menschen da draußen" (A. Merkel) nicht entgangen.

Einem konnte etwa - neben vielem anderen - folgendes auffallen, wenn man nur ein schläfriges Auge halboffen in die Welt hielt:

- Da wird an unseren Hochschulen unter dem Beifall der meisten Medien (ZEIT, Stern, CHE...) das Konzept der "unternehmerischen Hochschule" eingeführt, PPP als Zukunft der Hochschulfinanzierung gefeiert, Drittmitteleinwerbung zum Bewertungsfaktor für Hochschullehrer gemacht, und schließlich eine ach so globalisierungsadäquate Bolognareform durchgedrückt, die mit einer Absage an jedes studium generale, an jede Eigenverantwortung der Studierenden einhergeht.
- Da werden spärliche linke Gegenstimmen, die "Reformen" wie die nach HARTZ benannten SGB-Novellen richtigerweise als sozialen Kahlschlag bezeichnen, konsequent und brutalstmöglichst angefeindet und lächerlich gemacht (SPIEGEL, ZEIT, natürlich WELT, FAZ...), so als könne es eine Demokratie dauerhaft ertragen, dass einige Millionen Menschen (häßlich: Präkariat) dauerhaft ohne Stimme, ohne Repräsentation sind.
- Da wird, begleitet vom ungebrochenen medialen Jubel, in die Lücke eines politisch außer Kraft gesetzten Generationenvertrags in der Rente ein ganzes Bündel privatversicherungswirtschaftlicher "Alternativen" geschoben, und man ahnt, welch große Summe Versicherungskonzerne verdienen werden.
- Da wird nach einer Wirtschaftskrise, welche uns Milliarden kostet und zukünftigen Generationen Chancen raubt, sehr (zu) schnell zur Tagesordnung zurückgekehrt, ohne dass es wirkliche Strukturreformen (z.B. Regulierung von Hedge Funds und Private Equity, die über bloße Registrierungspflichten hinausgeht...) gegeben hat.
- usw.

Allgemeiner gefasst: Wir ahnen, dass bei dieser TOTALÖKONOMISIERUNG aller unserer Lebensbereiche, der völlig einseitigen Unterwerfung unserer gesellschaftlichen Systeme unter nur ein einziges, alleinherrschendes Leitprinzip (das der - scheinbaren - EFFIZIENZ) irgendetwas gewaltig schiefläuft. Wir ahnen, dass eine - medial gepushte - Doktrin, welche Menschen nur noch als Kostenfaktoren bzw. Produzenten von "investitionsfeindlichen Lohnnebenkosten" betrachtet und Solidarität auf dem Altar scheinbarer Zwänge der Globalisierung opfern möchte, irgendwie fehlgeleitet ist.

Kurzum: Wir ahnen, dass etwas VERDAMMT FAUL ist in unserem Gemeinwesen.

2. Steckt mehr dahinter?

Albrecht Müller fügt dem jetzt einen wichtigen Aspekt hinzu: Den, dass hinter vielen dieser politischen Fehlentscheidungen und medialer (günstigenfalls:) Apathie bzw. (schlimmstenfalls:) Wegbereitung die GROSSE KUNST DER FREMDSTEUERUNG, DER MANIPULATION, kurz: der intendierten MEIUNGSMACHE steckt; dass vieles, was uns als Sachzwang und Realität verkauft wird (demographischer Wandel, Globalisierung...), von erfindungsreichen Kampagnen auf kurze Kampfformeln gebracht und zur Erreichung bestimmter ZIELE instrumentalisiert wird.

Das klingt prima facie nach Verschwörungstheorie. Die Lektüre des Buches öffnet aber die Augen für eine weit fortgeschrittene Vermengung einflussmächtigen Großkapitals, schlagkräftiger Finanzindustrie, Politik und Medien. Dazwischen stehen eine Reihe selbsternannter "Initiativen" (wie die INSM oder die BERTELSMANN STIFTUNG), welche als Transmissionsriemen zwischen kapitalgesteuertem Partikularinteresse und politischer Entscheidung fungieren. Albrecht Müller verdichtet und rationalisiert mit dem Aufzeigen des eng verstrickten "Backgrounds", aus welchem Heraus kollektives politisches Bewusstsein kreiert wird, unser diffuses Gefühl, dass wir an Meinungsvielfalt verloren und an manipulativer Kommunikation gewonnen haben.

Besonderes Augenmerk lenkt Müller in diesem Buch auf die Medien und den Umstand, dass wir akut und greifbar Gefahr laufen, die von Verfassungsrechtlern sog. "vierte Säule" unsere Demokratie - freie, kritische Medien - zu verlieren (bzw. zu weiten Teilen verloren haben). Dabei prangert er auch Unterfinanzierung vieler Redaktionen an, welche die schreibende Zunft dazu zwingt, das verfasste Wort den Kapitalinteressen zur Disposition zu stellen.

Dahinter steckt eine Forderung, die geradezu das ROHMATERIAL für jede Demokratie ist: Die bedingungslose Einforderung von Medien, deren Vertreter UNABHÄNGIG sind und es sich erlauben, scheinbare Selbstverständlichkeiten konsequent in Frage zu stellen.

Caveat: Man wird Müller nicht in jedem seiner Beispiele für mediale Manipulation (oder wie er es nennt: "Meinungsmache") folgen müssen. Z.B. ist die mediale "Hinrichtung" Andrea Ypsilantis in Hessen nach ihrem sog. "Wortbruch" ("keine Regierung mit den Linken") ein schlechtes Beispiel für Kampagnenjournalismus, denn hier hat eine diffuse Wahlkampf-Strategie einiger eitler und sturer Partei-Granden der SPD mächtig Vorschub geleistet.

Diesem schlechten Beispiel stehen aber viele exzellent ausgearbeite, sachlich fundierte Kapital wie etwa zum Zustand unserer Hochschulen ("Die Auslieferung der Universitäten an die Wirtschaft") oder zum "Kapitalmarkt als Casinobetrieb" gegenüber, die so sauber, nüchtern und treffend analysieren, dass man sie in Schulbüchern abdrucken könnte.

Mit diesem durchaus faktenreichen Rundumschlag zum Zustand unserer Medien und Demokratie leistet Müller einen wichtigen Beitrag zu einer Dikussion, die gerade erst beginnt: In welchem Land wollen wir leben, und wer soll uns (wirklich) regieren?

INSGESAMT FÜNF STERNE
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128 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die aktuellen Probleme unserer Demokratie treffend zusammengefasst, 22. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen (Gebundene Ausgabe)
Kaum ein Bereich, den das aktuelle Werk von Albrecht Müller und Co-Autor Wolfgang Lieb nicht berührt. Ob konzernfreundliche Wirtschaftspolitik oder Umbau der Universitäten, ob fragwürdige Rettungskonzepte am Kapitalmarkt oder die Privatisierung der Altersvorsorge, die Macher der 'NachDenkSeiten.de' sprechen als frühere Insider offen und unverblümt über die in den Print- und TV-Medien allgegenwärtigen Methoden der Manipulation, die heute mehr denn je zum politischen Tagesgeschäft zu gehören scheinen. "Meinungsmache" ist ein durchweg zu empfehlendes Buch, welches die aktuellen Probleme unserer Demokratie treffend zusammenfasst. Es bleibt zu hoffen, dass es Gehör findet.
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59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Selbstdenker und solche, die es werden wollen, 1. September 2009
Von 
S. Reifschneider (Am Südtor zur Heide) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen (Gebundene Ausgabe)
Nicht nur BILD, WELT und FAZ tuten unermüdlich ins gleiche Horn. Auch vormals kritische Medien wie der SPIEGEL, die Süddeutsche, die Frankfurter Rundschau, die ZEIT und, ja, neuerdings sogar die TAZ plappern bedenkenlos nach, was die INSM, die Bertelsmannstiftung, der Springerkonzern und etliche mit unseren Steuergeldern gemästete neoliberale Thinktanks uns allen immer und immer wieder vorbeten.

Die Medien als vierte Gewalt im Staate? Als intelligentes Gegengewicht zum Egoismus der Mächtigen? Schön wärs!

Genau deswegen ist mir die tägliche Lektüre der nachdenkseiten.de, der Website von Albrecht Müller und Wolfgang Lieb, inzwischen ein überlebenswichtiges Bedürfnis geworden. Zudem ein ermutigender Beweis dafür, dass eben NICHT diejenigen recht haben, die am lautesten schreien und am hartnäckigsten trommeln!

Diesem klugen neuen Buch von Albrecht Müller wünsche ich von Herzen, dass es ein Bestseller wird. So vieles, was der ahnungslose Zeitungsleser, Tagesschauseher und Nachrichtenhörer treuherzig für bare Münze nimmt, entlarven der Verfasser und sein Ko-Autor Wolfgang Lieb gekonnt und überzeugend als - ja, eben NICHT als Irrtümer oder Missverständnisse, wie sie schließlich vorkommen können und nur allzu menschlich wären, sondern als von langer Hand und aus höchst unsympathischen Motiven sorgsam geplante Meinungsmache.

Da das Buch trotz des ernsten Themas unterhaltsam geschrieben ist und sich über weite Strecken spannender liest als so mancher Kriminalroman, eignet es sich wunderbar als Geschenk für intelligente Leute. Es regt zum eigenständigen Weiterdenken an und macht dem Leser Mut, anstatt ihn in tiefe Depressionen zu stürzen. Schritt für Schritt erkennt man hinter dem Wust aufgebauschter Schein-Nachrichten die willkürlich ordnende Hand und das perfide System der Manipulateure. Eine gängige Behauptung nach der anderen, die man bislang naiverweise für fundiertes Allgemeinwissen hielt, entpuppt sich dabei als gezielte Desinformation, ja, als dummdreiste Lüge.

Ein willkürlich herausgegriffenes Beispiel: das unermüdlich beschworene Allheilmittel Lohnzurückhaltung, unisono angemahnt sowohl während des sogenannten Aufschwungs (um ihn nicht abzuwürgen) als auch, na klar doch, während der Krise (Wir haben schließlich alle über unsere Verhältnisse gelebt... so wollte uns der Bundeshorst verkohlen).

Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt! Mit Recht. Was sich hoffentlich auch bei der anstehenden Bundestagswahl zeigen wird. Wir können und dürfen nicht offenen Mundes mit ansehen, wie eine Clique raffgieriger, machtgeiler, korrupter Dummköpfe (die sich in gnadenloser Selbstüberschätzung auch noch für die Elite hält!) unser Land, unsere Demokratie und all das, was wir mühselig mit unserer Hände Arbeit aufgebaut haben, in Grund und Boden wirtschaftet.

Aber lesen Sie selbst. Und bilden Sie sich selbst Ihr Urteil.
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