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Meines Vaters Land. Szenische Lesung mit Originaldokumenten [Audio CD]


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Kurzbeschreibung

Am 26. August 1944 wird der Abwehroffizier Hans Georg Klamroth wegen Hochverrats hingerichtet. Jahrzehnte später sieht seine jüngste Tochter in einer Fernsehdokumentation über den 20. Juli Bilder ihres Vaters - aufgenommen während des Prozesses im Volksgerichtshof. Ein Anblick, der Wibke Bruhns nicht mehr loslässt. Wer war dieser Mann, den sie kaum kannte, der fremde Vater, der ihr plötzlich so nah ist? Die lange Suche nach seiner, ja auch ihrer eigenen Geschichte führt sie zurück in die Vergangenheit: Die Klamroths sind eine angesehene großbürgerliche Kaufmannsfamilie und muten wie ein Halberstädter Pendant zu den Buddenbrooks an. Unzählige Fotos, Briefe und Tagebücher sind der Fundus für ein einzigartiges Familienepos.

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Produktinformation

  • Audio CD
  • ISBN-10: 3550091125
  • ISBN-13: 978-3550091124
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.084.090 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Auch so lange Zeit nach Kriegsende ist der Nationalsozialismus immer noch ein Thema, das beschäftigt. Manchmal hat es auch ganz konkrete Gründe, warum die Auseinandersetzung nicht früher beginnen konnte. Die Journalistin Wibke Bruhns kam erst nach dem Tod ihrer Mutter in den Besitz der Briefe ihres Vaters. Als dann auf einem Dachboden auch noch das umfangreiche Familienarchiv ihres Großvaters gefunden wurde, konnte sie daran gehen, die Geschichte ihres Vaters zu ergründen: Überzeugter Nazi und zugleich Widerstandskämpfer? Jedenfalls wurde Hans Georg Klamroth 1944 nach dem missglückten Attentat auf Hitler als Mitwisser hingerichtet. Obwohl sie bei seinem Tod fünf Jahre alt war, hatte Wibke Bruhns keine bewusste Erinnerung an ihn und wollte nun endlich wissen, wie dieser Mann wirklich war.

Eine sehr persönliche Spurensuche also, und man ist sofort an Uwe Timms Am Beispiel meines Bruders erinnert. Aber Bruhns ist Journalistin und so interessiert sie sich, im Gegensatz zu Timm, viel stärker für die Zeitgeschichte, möchte auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ergründen und geht in ihrer Familienchronik bis in die Zeit vor dem ersten Weltkrieg zurück. Und diese gelungene Mischung aus großer Politik und persönlicher Geschichte ist es auch, die das Buch so beeindruckend macht. Das gilt umso mehr für das Hörbuch, bei dem die Stimme der Autorin den persönlichen Charakter dieser Recherche verstärkt, zugleich ihr sachlicher Ton aber dafür sorgt, die emotionale Seite der Geschichte nicht dominieren zu lassen. Und dass Wibke Bruhns ihren Text ausgezeichnet liest, ist auch nicht verwunderlich. War sie doch in den 70er Jahren die erste Frau, die die Heute-Nachrichten im ZDF präsentierte.

Gekürzte Lesung, 5 CDs, Spieldauer ca. 350 Minuten. --Christian Stahl

Pressestimmen

»Eine faszinierende Mischung aus privater Chronik, zeitgeschichtlichem Report und persönlicher Identitätssuche.« Der Spiegel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ergreifende Zeitgeschichte! 14. März 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wibke Bruns Meines Vaters Land Econ Verlag München ISBN 3 430 11571 X

Das ist eines der spannendsten Bücher über die Zeit vor und nach dem Beginn des Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg, das ich bisher gelesen habe.

Wibke Bruns bekommt zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens den Anstoß, den Vorfahren ihres Vaters und ihrer Familiengeschichte nachzuspüren.
Erfahren will sie aber vor allem , wer und wie ihr Vater war, was er mit den Nazis zu schaffen hatte, und warum er nach dem Attentat auf Hitler im Juli 1944 verurteilt und hingerichtet wurde. Sie war bei Kriegsende als jüngste von fünf Geschwistern noch ein kleines Kind, das versorgt wurde und die tiefen Spuren der Verwüstung und der menschlichen Dramen, die sich damals abgespielt haben, nicht bewußt erinnern konnte.

Nicht zu Unrecht wird die Familiengeschichte der Klamroths mit der Familiengeschichte der Buddenbrooks verglichen.

Mit ihrer Familiengeschichte, beginnend mit der Firmengründung um 1790, erfahren wir viel über die Entwicklung und das Leben einer Großbürgerfamilie in Halberstadt zu Zeiten der Gründerjahren und zur Zeit Kaiser Wilhelms.
Fein dargestellt werden die guten Tage, der Reichtum, die Verbindungen,die man pflegte, der gesellschaftliche Umgang und die Eheschließungen; man erfährt über den Familienzusammenhalt und die Gebräuche im Verhältnis der Geschlechter und Generationen untereinander....

Wahrlich immer spannender wird die Geschichte mit dem Ende des ersten Weltkriegs, Übergang zum Beginn der Naziherrschaft, später der zunehmenden Repression auf die Bürger, der politischen Verfolgung anders Denkender und schlußendlich der Judenverfolgung-und Vernichtung und dem Vernichtungskrieg im Osten. Parallel dazu verläuft der wirtschaftliche und familiäre Niedergang der Firma . Die Mutter meistert diesen Niedergang und die Kriegs-und Nachkriegszeit derart, wie viele sich aus eigenem Erleben an diese Zeiten erinnern werden.
Intensiv beschäftigt sich W.Bruns mit ihrem Vater als Kind, Heranwachsendem und Mann. Sie ist schonungslos offen in ihren Beobachungen, die den Vater nicht immer im besten Licht erscheinen lassen. Sie bleibt distanziert, wo es erforderlich ist, um seinen Charakter zu beschreiben. Daß sie die Mutter erst spät mit neutralerem und klaren Blicken sieht, ist eines der Merkmale, daß das Buch so sympathish macht: W.B. ist sehr aufrichtig. Niemand wird verherrlicht oder nur runtergemacht; es geht alleine um die Suche nach Wahrheit!

Wibke Bruns ist neben dieser persönlichen Wahrheitssuche ein hervorragendes Dokument der Zeitgeschichte gelungen. Imponiert hat mir, mit welcher Akribie sie ihre Familie und ihre Eltern beobachtet hat, recherchiert aus Briefen und Dokumenten, Tagebuchaufzeichnungen und Berichten. Sie bleibt objektiv, distanziert, als spräche sie über beliebige Personen, um dann doch wieder mit töchterlichen Einwürfen des Erstaunens oder der Entrüstung ihre Beziehung zu den Eltern herzustellen. Im Prolog und Epilog stellt sie ihre persönlichen Bindungen an die handelnden Personen dar.
Ergreifend ist am Ende die Versöhnlichkeit, mit der sie bei aller kritischen Beobachtung ihre Eltern als ihre Eltern annimmt.
Cl.Borries! Lesen Sie weiter... ›

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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringliche Vergangenheit 6. März 2004
Format:Gebundene Ausgabe
"Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns ist ein faszinierendes Buch. Dank eines außergewöhnlich umfangreichen und gut erhaltenen Familiennachlasses stellt die Autorin die Geschichte ihrer großbürgerlichen Familie dar ( = die Buddenbrooks von Halberstadt) Der Grund für ihr aufwändiges Quellenstudium:
Sie will ihren Vater kennenlernen, der - obwohl NSDAP-Mitglied seit 1933 - im Umfeld des 20. Juli 1944 als Verschwörer in Plötzensee gehängt wird. Wibke Bruhns ist zu diesem Zeitpunkt 6 Jahre alt und hat wegen des Krieges ihren Vater kaum gesehen.
Das Buch ist ein "Muß" für den historisch interessierten Leser, der die politische Entwicklung Deutschlands ganz konkret, ganz lebendig, ganz überzeugend am Beispiel authentischer Personen erlebt.
Ein bemerkenswerter Beitrag unter der Überschrift: "Eine Vergangenheit, die nicht vergeht"
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichtsforschung einmal anders! 22. März 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Das ist eines der spannendsten Bücher über die Zeit vor und nach dem Beginn des Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg, das ich bisher gelesen habe.

Wibke Bruns bekommt zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens den Anstoß, den Vorfahren ihres Vaters und ihrer Familiengeschichte nachzuspüren.
Erfahren will sie aber vor allem , wer und wie ihr Vater war, was er mit den Nazis zu schaffen hatte, und warum er nach dem Attentat auf Hitler im Juli 1944 verurteilt und hingerichtet wurde. Sie war bei Kriegsende als jüngste von fünf Geschwistern noch ein kleines Kind, das versorgt wurde und die tiefen Spuren der Verwüstung und der menschlichen Dramen, die sich damals abgespielt haben , nicht bewußt erinnern konnte.

Nicht zu Unrecht wird die Familiengeschichte der Klamroths mit der Familiengeschichte der Buddenbrooks verglichen.

Mit ihrer Familiengeschichte, beginnend mit der Firmengründung um 1790, erfahren wir viel über die Entwicklung und das Leben einer Großbürgerfamilie in Halberstadt zu Zeiten der Gründerjahren und zur Zeit Kaiser Wilhelms.
Fein dargestellt werden die guten Tage, der Reichtum, die Verbindungen,die man pflegte, der gesellschaftliche Umgang und die Eheschließungen; man erfährt über den Familienzusammenhalt und die Gebräuche im Verhältnis der Geschlechter und Generationen untereinander.

Wahrlich immer spannender wird die Geschichte mit dem Ende des ersten Weltkriegs, Übergang zum Beginn der Naziherrschaft, später der zunehmenden Repression auf die Bürger, der politischen Verfolgung anders Denkender und schlußendlich der Judenverfolgung-und Vernichtung und dem Vernichtungskrieg im Osten....

Wibke Bruns ist neben dieser persönlichen Wahrheitssuche ein hervorragendes Dokument der Zeitgeschichte gelungen. Imponiert hat mir, mit welcher Akribie sie ihre Familie und ihre Eltern beobachtet hat, recherchiert aus Briefen und Dokumenten, Tagebuchaufzeichnungen und Berichten. Sie bleibt objektiv, distanziert, als spräche sie über beliebige Personen, um dann doch wieder mit töchterlichen Einwürfen des Erstaunens oder der Entrüstung ihre Beziehung zu den Eltern herzustellen. Im Prolog und Epilog stellt sie ihre persönlichen Bindungen an die handelnden Personen dar.
Ergreifend ist am Ende die Versöhnlichkeit, mit der sie bei aller kritischen Beobachtung ihre Eltern als ihre Eltern annimmt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Vater unter vielen 16. März 2007
Format:Taschenbuch
Man muss die Autorin und ihren Mut bewundern, sich nicht nur mit dem ehrbaren Nachzeichnen der Geschichte Ihre Familie zu befassen, sondern vor allem die Persönlichkeit des ihr so völlig unbekannten Vaters (HG) aus den vorhandenen schriftlichen Quellen herauszuarbeiten, denn dabei ist sie ohne Zweifel auf erschreckende Erkenntnisse gestoßen. Eine solche Arbeit ist entfernt vergleichbar mit Bernhard Schlinks Suche nach Vätern aller Art, wie sie in seinem jüngsten Buch "Die Heimkehr" beschrieben wird.

Neben der in allen ihren guten und schlechten Eigenschaften wiederhergestellten Gestalt des Vaters wird uns auch die andere Hauptperson dieser Familiensaga, Else, Mutter von Wibke Bruhns, eingehend geschildert. Die ungeheure und ständig wachsende Belastung durch die Kriegsereignisse, durch die damit verbundenen politischen Umstände und durch die familären Verhältnisse haben sie bis in den Zusammenbruch ihrer Persönlichkeit getrieben; nur der Wille, zum Wohle der ihr anvertrauten Menschen weiterzumachen und das uns allen innewohnende Trägheitsmoment haben es ihr ermöglicht, sozusagen das rettende Ufer der Nachkriegszeit zu erreichen. Rudyard Kipling sagt dazu: "'and so hold on when there is nothing in you except the will'". Danach konnte sie nur noch als versteinertes Abbild ihrer einstigen Persönlichkeit weiterleben - vielleicht so, wie das ganze deutsche Volk mehr als fünf Jahrzehnte brauchte, um sich aus den Wirren der ersten 50 Jahre des hinter uns liegenden Jahrhunderts herauszuarbeiten.

Wibke Bruhns gehört einer Generation an, welche das Ende der Zeit, die hier beschrieben wird, kaum noch erlebt hat; sie hat sich und uns eine umfangreiche aber nie langweilige Beschreibung aus erster Hand beschert.
... Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Berührend und wichtig zugleich
Gestern Abend habe ich das Buch von Wibke Bruhns nun ausgelesen. Gerade der letzte Teil berührte einen doch sehr. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Annette Tmmler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wibke versucht zu verstehen
Eine sehr tragische Familiengeschichte. Wiebke Bruhns versucht einerseits ihren Vater zu verstehen, kann aber andererseits nicht akzeptiere, was er seiner Familie angetan hat. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von robcha veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Die Tagebücher der Klamroths
Beim Lesen des Buches kam mir öfters ein Bild vor Augen, Frau Bruhns beim Studieren der Tagebücher ihrer Vorfahren, die sie mal schmunzelnd, mal schockiert, mal... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von oliSchreiber veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Lesenswert
Wibke Bruhns gibt einen hochinteressanten Einblick in die Geschichte ihrer Familie. Sehr einfühlsam nähert sie sich der Person ihres Vaters, an den sie sich selbst gar... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Alexander Wacker veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sachlich und einfühlsam
Das Buch fesselt, ist leicht zu lesen und vermittelt einen sehr guten Eindruck der jeweiligen Epoche, in die man sich hineinversetzen kann.
Vor 3 Monaten von Fritzi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wibke Bruhns
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist sehr gut geschrieben. Da ich Jahrgang 1926 bin, war es für mich ganz besonders interessant.
Vor 3 Monaten von Ria Hinz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wibke Bruns Meines Vaters Land
Meines vaters Land von Wibke bruns
unwahrscheinlich interessant, Orte des Geschehens sind Heimat.
Sendung verlief zuverlässig. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Gabriele Zimmereimer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für Zeitgeist Interessenten
Die Geschichte von der Jahrhundertwende bis zum Ende des 3. Reiches und des Nationalsozialismus authentisch aus der Perspektive einer unmittelbar betroffenen Familie dank der... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Reinhard Oster veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Zeitgeschichte
Dieses Buch ist geschichtlich interessant, gut geschrieben, berührend, sehr persönlich. Ich habe nach Beendigung der Lektüre noch lange über das Schicksal... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Birgit Ehlers veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Meines Vaters Land
Sehr interesantes Buch, gelegentlich mit Längen, aber insgesamt eine Empfehlung! Die Fotos sind z.T. rührend und eine wunderbare Begleitung. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Anonym veröffentlicht
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