An Ihren Kindle oder ein anderes Gerät senden

 
 
 

Kostenlos testen

Jetzt kostenlos reinlesen

An Ihren Kindle oder ein anderes Gerät senden

Jeder kann Kindle eBooks lesen - auch ohne Kindle-Gerät - mit der gratis Kindle Lese-App für Smartphones und Tablets.
Meines Bruders Mörderin: Der erste Fall für Llimona 5
 
Größeres Bild
 

Meines Bruders Mörderin: Der erste Fall für Llimona 5 [Kindle Edition]

Irene Rodrian
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (123 Kundenrezensionen)

Kindle-Preis: EUR 5,99 Inkl. MwSt. und kostenloser drahtloser Lieferung über Amazon Whispernet
Der Verkaufspreis wurde vom Verlag festgesetzt.

‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Selbst für die hartgesottene Polizistin Pia ist es ein grausiger Anblick: Unter dem automatischen Garagentor in Barcelonas In-Viertel Barceloneta ragt eine verkohlte Hand hervor. Eine linke Hand, die sich in die Luft krallt. Der Rest des Körpers ist verbrannt, ebenso wie sämtliche Autos. Und wie der mysteriöse Tote, der schön drapiert hinter dem Steuer eines Ferraris sitzt.

Die Leiche unter dem Garagentor ist schnell identifiziert: Es ist der Multimillionär Rob Reimann. Und die Letzte, die ihn lebend sah, ist die deutsche Taschendiebin Barbara. Sie flüchtete in Reimanns Porsche vom Tatort. Grund genug für die Polizei, in ihr die Täterin zu sehen und den Fall ad acta zu legen -- sehr zum Wohlwollen von Reimanns Bruder. Nur Pia gibt sich mit der Blitzlösung nicht zufrieden: Wer war der zweite Mann in der Garage? Was hat er mit dem Mord zu tun? Zusammen mit Dagmar, der deutschen Verteidigerin von Barbara, und der britischen Journalisten Janet verbeißt sich Pia in den Fall. Die drei lassen auch nicht locker, als es für sie gefährlich wird.

Welcome back: Zehn Jahre hatte Irene Rodrian pausiert, TV-Stücke und Drehbücher (unter anderen mehrere zu Tatort) geschrieben. Dabei galt die Münchener Autorin bereits als eine der wichtigsten weiblichen Stimmen im Krimigenre der 70er- und 80er-Jahre. Mit ihren zahlreichen Krimis und Jugendbüchern erreichte sie eine Millionenauflage. Nun meldet Rodrian sich mit Meines Bruders Mörderin zurück: ein rundum gelungener Kriminalroman mit katalanischem Lokalkolorit und interessanten weiblichen Hauptfiguren, die mit ihren Charakteren (spanisch versus britisch und deutsch) ein Trio infernale bilden, von dem wir gerne mehr lesen würden! --Beate Strobel

Pressestimmen

»Das Buch hat nur einen Fehler – es ist so flüssig und unterhaltsam, dass man es zu schnell ausgelesen hat.« (amazon.de)

Kurzbeschreibung

„Sie überhörte die Warnsignale.
Sie brauchte das Geld dringend.
Sie musste diese einmalige Gelegenheit nutzen.“

Es ist Fiesta in Barcelona. Raketen steigen in die Luft und auf den Straßen wird getanzt, als die junge Polizistin Pia Cortes an einen Tatort gerufen wird. Auf dem Grundstück des deutschen Millionärs Robert Reimann brennt eine Garage lichterloh, eine ganze Sammlung von Oldtimern steht in Flammen. Beim Betreten der ausgebrannten Garage stößt Pia auf zwei verkohlte Leichen. Kurz darauf wird eine Verdächtige verhaftet: eine Taschendiebin mit schweren Brandverletzungen, die am Tatort gesehen wurde. Doch Pia ist von deren Unschuld überzeugt – und gerät selbst in tödliche Gefahr …

„Fünf höchst sympathische Frauen, die das Schicksal in Barcelona zusammenführt.“ Brigitte

Jetzt als eBook: „Meines Bruders Mörderin“ von Irene Rodrian. dotbooks – der eBook-Verlag.

Der Verlag über das Buch

»Sie dachte, er wäre das perfekte Opfer«

Klappentext

»Das Buch hat nur einen Fehler - es ist so flüssig und unterhaltsam, dass man es zu schnell ausgelesen hat.«
amazon.de

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Irene Rodrian gewann mit ihrem ersten Krimi „Tod in St. Pauli“den Edgar Wallace-Krimipreis. Danach veröffentlichte sie zahlreiche Kriminalromane in der Thriller-Reihe bei Rowohlt, später bei Heyne. Sie wechselte dann das Genre und schrieb hauptsächlich Kinderbücher und viele Drehbücher ( „Das Großstadtrevier“, „Ein Fall für zwei“). Erst mit ihren Bracelona-Krimis um die Detektivinnen von Llimona 5 fand sie wieder zum Kriminalroman zurück.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Begegnung auf den Ramblas

Der Mann, den sie sich als Opfer ausgesucht hatte, war etwa fünfzig. Deutscher, vielleicht auch Schweizer. Er sah gut aus für sein Alter. Volles Haar mit grauen Schläfen, Sonnenbrille, markantes Kinn, Ganzjahresbräune. Segelschuhe und weiße Jeans. Ein lässiges Hemd aus schwarzer Wildseide konnte die durchtrainierten Schultern nicht verbergen. Die limitierte Platinuhr an seinem Handgelenk wäre einem Amateur sicher nicht aufgefallen. Aber Barbara war Profi. Sie war erst vierundzwanzig, sie war die Beste.
Automatisch streckte und krümmte sie die Finger, um ihre Beweglichkeit zu steigern. Barbara war nicht sehr groß, knapp eins sechzig. Schmal und dunkelhaarig. Sie fiel hier nicht auf. Geschmeidig schob sie sich zwischen den Schaulustigen hindurch, um Mr. Platin nicht zu verlieren. Plötzlich tanzten kleine Funken vor ihren Augen. Sie blieb stehen. Das Atmen machte ihr Mühe. Die Luft war gesättigt von Diesel, Feuerwerkschemie, billigen Parfums und frisch frittierten churritos.
Das war keine gute Basis. Barbara konnte sich nicht erinnern, wann sie zum letzten Mal richtig gegessen hatte. Aber es war nicht nur der Hunger, sie hatte kein gutes Gefühl bei der Sache. Sie folgte diesem Mann jetzt schon zehn Minuten, aber das erregende Prickeln, mit dem ihr Jagdinstinkt normalerweise auf eine so viel versprechende Beute reagierte, blieb aus. Irgendetwas stimmte nicht.
Sie überhörte die Warnsignale. Sie brauchte das Geld dringend. Mehr als dringend. Sie musste diese einmalige Gelegenheit nutzen.
Es war der 23. Juni, San Juan. Für Barcelona die größte fiesta des Jahres. Schon jetzt, am späten Nachmittag krachten in den Nebenstraßen der Ramblas die ersten Feuerwerkskörper. Die Sonne glühte an einem wolkenlosen Himmel, Techno dröhnte vom Dach des Museums herunter. Im hämmernden Takt stießen verschieden hohe Röhren grellbunte Rauchfontänen in die Luft.
Leichter Wind vom Meer ließ die Lichtflecken unter den gewaltigen Platanen tanzen. Die breite Allee zwischen den hohen alten Bürgerhäusern war voller Menschen. Verkaufsstände mit üppigen Blumenbergen, exotischen Vögeln in viel zu kleinen Käfigen, bunten Fischen in noch kleineren Gläsern, Zeitungen, Stadtplänen, Souvenirs. Auf beiden Seiten stauten sich die Autos, quetschten sich Mopeds und Vespas dazwischen, drängelten und schoben sich immer mehr Menschen dazu. Unten vor dem Museum hupte eine Lok aus alten Plastikflaschen schrille Kakophonien zu dem Farbhappening auf dem Dach. Der Lärmpegel war jenseits aller Messeinheiten.
Ein rundum versilbertes Rokokopärchen erwachte zum Leben, als Mr. Platin der Dame eine Münze ins Körbchen warf. Der junge Mann zog seinen Zylinder und verbeugte sich galant, sie schenkte ihm ein Lächeln und ein Silberkügelchen.
Barbara atmete aus ein, aus ein. Ruhe. Konzentration. Sie schob sich vorsichtig näher. Der Platinmann schien von der Stimmung, der Hitze, den bunten Nebelschwaden, der Musik und dem silbernen Pärchen völlig absorbiert. Auf seinem Seidenrücken erschien ein dunkler Schweißfleck und zeichnete dicke Muskelpakete nach.
Sie durfte ihn nicht unterschätzen. Auf keinen Fall. Unter dem Hemdrand konnte sie das pralle Portemonnaie erkennen, das in seiner rechten Gesäßtasche steckte. Noch ein Stück näher. Zwischen ihr und Mr. Platin waren jetzt nur noch zwei ältere Engländer, die versuchten, in dem Gewühl einen neu erworbenen Stadtplan aufzufalten.
Barbara wollte sich gerade an ihnen vorbei arbeiten, als ihr ein Junge zuvorkam. Kaum älter als zwölf, dunkle Locken und ein verwaschenes T-Shirt. Mit einem heftigen Ruck riss er der Engländerin die Handtasche von der Schulter, warf sie einem anderen Jungen zu, und beide waren in der Menge verschwunden, noch bevor die Frau zu schreien begann.
Barbara hasste diese Typen. Dämliche Dumpfbacken, die alten Damen die Tasche wegrissen. Jetzt wurde schon mit Postern in den Hotels vor diesen sogenannten Taschendieben gewarnt. Wirklicher Taschendiebstahl war eine Kunst. Nicht die Tasche galt es zu stehlen, nur den Inhalt. Es war, als würde man dasselbe Wort für Fahrrad und Flugzeug benutzen, als würde man ein Verkehrsschild mit einem Picasso vergleichen.
Barbara dachte an Pablo el Rey, den König der Taschendiebe. Ihren Ziehvater, Mentor und besten Freund. Er war ein Gentleman gewesen, und er hatte ihr mit dem Handwerk auch die königlichen Regeln des Gewerbes beigebracht.
Wie immer, wenn Barbara an Pablo dachte, und sie dachte täglich an ihn, drohten Schmerz und Trauer sie zu überwältigen. Sie vermisste ihn so sehr. Aber das war sentimentale Schwäche. Und genau die konnte sie sich gerade jetzt nicht leisten. Direkt vor ihr stand die Beute des Jahres. Mr. Platin. Wie alle anderen reagierte auch er mit leichter Zeitverzögerung auf das Geschrei der Engländerin. Wandte sich zu ihr um. Ihr Mann brüllte nun auch und fuchtelte mit beiden Händen aufgeregt in die Richtung, in der die beiden kleinen Diebe verschwunden waren.
Barbara war jetzt dicht hinter Mr. Platin. Sie atmete wieder tief aus ein, aus ein und wurde ruhig. Sie bewegte sich wie in Trance vorwärts, griff sanft nach der Uhr an seinem Arm, schob den Verschluss auf und ließ sie in ihre Hand gleiten, schlug kurz an seine linke Schulter und zog gleichzeitig mit einer schlangenweichen Bewegung die Geldbörse aus seiner rechten Hosentasche.
Sie bewegte sich langsam und geschmeidig. Verschmolz mit der Menge. Sie hörte noch die Sirene eines Polizeiautos, dann schlüpfte sie zwischen zwei Taxis hindurch und in die nächste Nebenstraße. Barbara schob sich in einen Hausgang, um die Beute zu prüfen.
Eine bis zum Bersten gefüllte Klappbörse mit diversen Seitenfächern. Helles Ziegenleder. Robert Reimann. Deutscher, sechsundfünfzig Jahre alt. Dann doch. Jede Menge Kreditkarten, nur Gold und Platin, Fotos von diversen Bikiniblondinen und eins von vier niedlichen Kindern im Alter von fünf bis zwölf. Ein dicker Packen Bargeld in verschiedenen Währungen. Und die Platinuhr. Fünfundzwanzigtausend Dollar grob geschätzt. Der Jackpot.
Barbara wollte sich gerade umwenden, als sie brutal gepackt und im Polizeigriff in die Knie gezwungen wurde. Sie stöhnte auf. Eine braun gebrannte Hand durchsuchte sie. Sie kannte die Hand. Knapp über dem Knöchel war ein heller Streifen, wo die Uhr gesessen hatte. Barbara ließ die Muskeln schlaff werden, bis sich der Polizeigriff lockerte. Dann trat sie zu. Knappe Drehung unter der Schulter hindurch, und die Ferse in seine Weichteile.
Ein kurzes Stöhnen über ihrem Kopf, der Polizeigriff verstärkte sich im Reflex, und ein unerträglich scharfer Schmerz schoss hoch bis in ihren Schädel. Sie schrie. Wehrte sich, trat und biss um sich.
»Ist ja gut«, er drehte sie wie ein Steak auf der Grillpfanne herum. Mr. Platin, direkt über ihr. Ihr Gesicht doppelt in seinen blauen Brillengläsern. Sie verstummte. Es hätte sowieso kein Mensch reagiert. Er hielt sie fest, zog die Platinuhr aus ihrer einen Westentasche, die Geldbörse aus der anderen. »Und nun?«
Barbara dachte an das Messer, das sie in ihrer Hose verborgen bei sich trug. Sie schwieg, bewegte sich nicht.
Mr. Platin musterte sie interessiert. »Sie sind sehr schön.«
Barbara schwieg weiter.
Mr. Platin lächelte. »Okay, Sie tun zwar alles, um das zu verbergen, aber ich hab's doch bemerkt. Sie sind wunderschön.« In seiner Brille das Haus von gegenüber, winzig gewölbt mit hunderten von Balkonen und Sonnenmarkisen. Weiße Zähne. »Allein diese Augen! Sind Sie überhaupt ein echtes Mädchen oder sind Sie ein Kobold?«
Barbara bewegte sich nicht.
»Ich würde Sie gern einladen. Zu einem Kaffee oder einem Glas Champagner. Oder was auch immer.«
Barbara schnaubte höhnisch durch die Nase. Es gelang ihr nicht so ganz in der schmerzhaft gekrümmten Haltung.
»Die Frage ist nur, wieweit kann ich Ihnen trauen«, seine platinlose Hand tastete an ihr herunter, fand das Messer und in der...
‹  Zurück zur Artikelübersicht

ARRAY(0xa7bb30d8)