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5.0 von 5 Sternen
Aufklärung für Patienten - gegen die Nemesis der Medizin, 2. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Meineid des Hippokrates (Gebundene Ausgabe)
"Der Eid des Hippokrates ist ein Meineid gegen die Patienten. Er hat unendliches Unglück über die Menschen gebracht, ..." schreibt Hackethal schon zur Einführung. Selber berühmter Arzt und Chirurg, klagt er vor allem die Krebsdiagostik und Therapie an. Die Medizin ist keine Individualmedizin mehr, so teuer sie auch ist - ist man einmal in ihrem Getriebe gefangen, dann muss man durch. Hier wird mit Ängsten gearbeitet, die man dem Patienten macht, aus Überheblichkeit, aus Unverständnis, aus Inkompetenz und weil man als Arzt selber Angst hat. Als Patient wird man nicht aufgeklärt - weder über die Folgen einer Operation noch über mögliche Alternativen. Hier plädiert Hackethal für ein besseres Arzt-Patienten-Verhältnis. Für Aufklärung und Information für beide Seiten. Er warnt vor voreiligen chirurgischen Eingriffen, weil diese oft mehr Schaden anrichten, indem sie sog. "ruhende Krebsherde" - Hackethal nennt sie "Haustierkrebs" - aufweckt, aktiviert und dadurch die Krebserkrankung erst initiiert. Beispiel Prostatakrebs: "Radikaloperation bei Kleinem Krebsherd - und nur dabei wird sie gemacht - heilt nur dann, wenn es nichts zu heilen gibt, nämlich beim Haustierkrebs. Den aber läßt man in Ruhe, solange er nicht größer wird, was nur bei einem kleinen Prozentsatz geschieht. Hobelungsoperationen bei Prostatakrebs haben einen 'Metastasen-Sämaschinen-Effekt'. Dabei werden Tausende, oft Millionen von Krebszellen in die Lymph- und Blutbahnen gestreut." Dieser hypertrophen Medizin setzt Hackethal unter anderem "Die sechs Säulen der BAKSALI (Behutsame Anti-Krebs-Strategie mit Augenmaß und Liebe) entgegen, einer Methode, die den Patienten und seinen Erkrankung als einzigartig erkennt und daher auch individuell behandelt, mit Augenmaß und - ganzheitlich (Geist, Seele, Körper) und immer mit gründlicher Ursachenforschung. Man darf staunen: solches aus der Feder eines Chirurgen! Man braucht sich nicht zu wundern, wenn der Autor landesweit angefeindet wurde. Hat er doch auch die Ausbildung zum "Medizin-Ingenieur" als "Erziehung des stud. med. zur Unbarmherzigkeit" bezeichnet und einen langen "Katalog der Irrtümer" verfaßt. Es ist hier nicht der Platz, um dieses Buch ausreichend zu würdigen. Ich kann es nur aus vollem Herzen jedem empfehlen; denn jeder ist irgendwann einmal Patient.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Arzt aus Berufung, 19. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Meineid des Hippokrates (Gebundene Ausgabe)
Hier war ein kompetenter Arzt, der sich seiner Pflichten gegenüber den Patienten stets bewusst war. Er sah über den Tellerrand, blökte nicht mit der Herde und war noch zur Eigenkritik fähig. Fähigkeiten, die für die meisten Schulmediziner Fremdworte sind und gerade deshalb wurde er als Aussenseiter diffamiert und durch die Mediensümpfe gezogen. Er hatte schon früh erkannt, dass unser medizinisches System zu einer seelenlosen Rechenmaschine verkommen war, in der für umfassende und ganzheitliche Patientenbehandlung kein Platz ist. Der Hauptteil des Buches widmet sich der Krebsbehandlung und der richtigen Einbindung des Patienten in die Therapie. Als Onkologe, Chirurg und Insider hatte er offen aber konstruktiv die etablierte Krebsmedizin kritisiert und für eine differenziertere Behandlung der verschiedenen Krebsarten plädiert. Damit hat die herrschende Krebsmedizin bis heute massive Probleme. Weiterentwicklungen in der Tumorbehandlung beschränken sich offenbar ausschliesslich auf die Reduzierung der Chemo-Nebenwirkungen. Prof. Hackethal hat in diesem Buch für Laien verständlich erklärt, warum Krebs nicht gleich Krebs ist, und dass man sich bei bestimmten Krebsarten sehr wohl Zeit mit der Behandlung lassen muss. Die Todesangst, die mit der Diagnose Krebs von Ärzten verbreitet wird ist genauso schlimm, wie der Krebs selbst. Vorsorgeuntersuchungen richten mehr Schaden an, als sie tatsächlich gut machen und wirken statistisch nachweisbar nicht lebensverlängernd. Einige Krebsarten kommen und gehen, ohne dass sie krank machen. Werden diese mit Gewebeentnahmen, Bestrahlungen und Chemo gestört, mutieren sie erst zu gefährlichen Tumoren mit Metastasen heran. Bei allen Krebsarten sterben aber am Ende immer noch die Mehrzahl der Patienten nicht an Krebs. Sie sterben an der Todesangst, an einem zerstörten Immunsystem mit anschliessendem Nieren- oder Herzversagen oder an einem verstrahlten Knochenmark, für das kein geeigneter Ersatz gefunden wird. Mit dieser mutigen Aufklärung war er seiner Zeit weit voraus. Heute bestätigen sich nach und nach seine Erkenntnisse, auch wenn die etablierte Wissenschaft diese immer noch weitgehend ignoriert. Hut ab vor diesem bereits 1997 verstorbenen Vorzeigemediziner.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Buch!, 14. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Meineid des Hippokrates (Gebundene Ausgabe)
Ein ganz toll geschriebenes Buch. Schade das es nicht mehr aufgelegt wird und somit mindestens 10 Jahre alt ist. Das tut nicht zur Sache, da die Medizin in dieser Zeit (speziell Krebsbehandlungen) nicht viel weitergekommen ist. Somit in unserer Zeit doch schon übertragbar ist. Sehr gut erklärt und mit realistischen Patientenberichten, Statistiken usw.! Menschen die nicht als Versuchskaninchen moderner Schulmedizin enden wollen, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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