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Meine vielseitigen Geliebten: Bekenntnisse eines Bibliomanen
 
 
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Meine vielseitigen Geliebten: Bekenntnisse eines Bibliomanen [Gebundene Ausgabe]

Jacques Bonnet , Elisabeth Liebl
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Droemer (5. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426275163
  • ISBN-13: 978-3426275160
  • Originaltitel: Des bibliothèques pleines de fantômes
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 90.746 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jacques Bonnet
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Die Bibliothek ist der Ort, der dem Paradies am nächsten kommt.« Jacques Bonnet Jacques Bonnet ist bekennender Bibliomane. Er besitzt mehrere Zehntausend Bücher, seine ganze Wohnung ist eine Bibliothek. Aber wie sortiert man eine solche Menge an Werken? Mit welchen Lesetechniken schafft man es, sich ihren Inhalt einzuprägen? Und zu welchem Ort sollte man seinen vielseitigen Geliebten auf keinen Fall den Zutritt gestatten? Ein echtes Liebhaberstück und eine faszinierende Reise durch die Welt der Bücher.

Über den Autor

Jacques Bonnet hat jahrelang als Redakteur, Lektor und Herausgeber bei zahlreichen namhaften Verlagen in Frankreich gearbeitet. Er ist Gründer des Verlages Pandora, Autor eines Romans und arbeitet nebenbei als Übersetzer. Als bekennender Bibliomane hat er hier seiner Leidenschaft, den Büchern, ein Denkmal gesetzt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von goat TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zunächst einmal sollte man wissen, dass dieses Buch nichts für den normalen Leser ist. Um dieses Buch zu lieben muss man nicht einfach nur ein Leser, sondern ein Büchersammler sein. Nicht-Büchersammler würden wahscheinlich nur mit dem Kopf schütteln und dieses Buch nicht verstehen und nicht zu schätzen wissen.

Ein kleiner Schatz ist dieses Buch wirklich. Alleine das Cover ist schon eine Augenweide. Ein Sessel, umgeben von Bücherstapeln. In etwa so darf man sich mein Büro vorstellen. Auch ich bin umgeben von Bücherstapeln. Und ich möchte es auch gar nicht anders haben.

Das Buch ist unterteilt in neun Kapitel:
1. Tausende und Abertausende von Büchern
2. Bibliomanien
3. Ordnen und sortieren
4. Die Praxis des Lesens
5. Woher sie kommen
6. Bilder lesen
7. Reale und fiktive Persönlichkeiten
8. Die Welt in Reichweite
9. Von Leerstellen, Platzhaltern und anderen Phantomen

Jacques Bonnet hat viel mit Zitaten anderer Berühmtheiten gearbeitet. Es waren sehr schöne darunter, aber manchmal wurde es mir doch etwas zuviel.
Schmunzeln musste ich in Kapitel drei:

"Jeder Mensch, der eine Bibliothek mit mehreren Tausend Bänden besitzt, sieht sich unweigerlich vor das Problem ihrer inneren Ordnung gestellt. Denn wo die charmante Unordnung einiger Hundert Bücher ihren Besitzer - und nur ihn - nicht daran hindert, sich darin zurechtzufinden, erfordert das Ordnen von 10000 oder 20000 Büchern eine gewisse Methode. Doch letzlich ist dies erst die zweite Frage angesichts einer solchen Bibliothek. Die erste Frage heißt stets: "Haben Sie das alles gelesen?"

Wenn die Leute vor meinen Bücherregalen stehen, ist das tatsächlich ihre allererste Frage: Hast Du die alle gelesen? Dicht gefolgt von: "Wie findest Du sie wieder? Wonach sind sie sortiert?

In Kapitel vier habe ich für mich etwas sehr wertvolles gefunden, was mich doch sehr erleichtert hat:

"Zunächst einmal ist es schwierig, mit Sicherheit zu sagen, ob man ein Buch gelesen hat oder nicht, denn Lesen an sich ist Inbegriff der Vergänglichkeit. Denn selbst wenn wir ein Buch gelesen haben, und zwar so intensiv, dass es ihm gelungen ist, sich einen besonderen Platz in unserem Geist zu erobern, dann bezieht unsere Erinnerung sich meist mehr auf unsere Empfindungen bei der Lektüre, wohingegen wir uns an den Inhalt nur noch ansatzweise erinnern."

Ich dachte immer, dass es nur mir so geht, dass ich den Inhalt eines Buches so schnell nach dem Lesen schon wieder vergessen habe. Jetzt weiß ich, dass es definitiv nicht so ist.

Das Buch enthält auch einige Passagen, die für mich uninteressant waren. Wenn sie sich zu sehr in die Länge zogen, habe ich auch schonmal die ein oder andere Seite umgeblättert. Denn wenn ich eines gelernt habe, ist es, mich nicht mit Seiten abzumühen, die mich langweilen. Dafür gibt es viel zu viele interessante Seiten, die noch von mir gelesen werden wollen.

Natürlich wirft dieses Buch keine Fragen auf, die bisher noch nicht gestellt worden sind. Und es wird auch keine zufriedenstellenden Antworten auf die meisten Fragen geben. Denn letzendlich stehen alle Buchsammler zwar vor dem gleichen Problem - aber jeder löst es auf seine eigene Art und Weise und jeder muss für sich selbst herausfinden, wie es für ihn selbst am geeignetsten ist.
Jacques Bonnet hat mit seinem Büchlein nur ein paar weitere Anregungen gegeben. Es hat Spaß gemacht die Bekenntnisse eines Bibliomanen zu lesen.
Von mir gibt es vier Sterne!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Daniela Möhrke TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Bücher über Bibliophilie und Bibliomanie gibt es schon so einige. In diesem Zusammenhang fallen dem interessierten Leser vermutlich zuerst Autorennamen wie Alberto Manguel, Carlos Maria Dominguez oder gar Gustave Flaubert ein. Mit seinem Buch Meine vielseitigen Geliebten: Bekenntnisse eines Bibliomanen möchte nun auch der französische Autor Jacques Bonnet seine Meinung und Erfahrungen zu diesem spannenden Thema beitragen.

Zuerst sei gesagt, dass dieses Buch wirklich nur für Menschen geeignet ist, die Bücher lieben. Dabei geht es nicht nur um die Liebe zum Lesen, sondern speziell um das Besitzen von bestimmten Büchern. Wer sich bisher noch nicht über den Inhalt hinaus für Bücher interessiert hat, der ist hier an der vollkommen falschen Adresse. In Meine vielseitigen Geliebten geht es um die Aufmachung von Büchern, das Sammeln und Sortieren nach verschiedensten Systemen, ja das Erstellen der eigenen Privatbibliothek.

Der Autor selbst gehört zu dieser "Kategorie" Mensch - er ist ein Liebhaber und Sammler von Büchern. Sie sind ein extrem wichtiger Bestandteil seines Lebens und bei der Lektüre seines Buches merkt man das sofort. Bücher und die Gedanken an sie, sind ständige Begleiter durch Jacques Bonnets Leben.

Jeder, der dieses Gefühl aus eigener Erfahrung kennt, wird sich auch in Meine vielseitigen Geliebten einfühlen können. Es bestätigt dem Leser nur einmal mehr, und das sehr intensiv, dass Bücher etwas Wunderbares sind. Obwohl ebenso auf Gefahren hingewiesen wird, denn Bücher können auch zur Sucht werden. Häufig ist die Grenze zwischen Liebe und Abhängigkeit dabei sehr schmal. Jeder muss eben seine eigenen Grenzen kennen.

Teilweise zitiert mir Bonnet aber etwas viel - gerade vom oben bereits genannten Alberto Manguel. Da scheint es fast, als wären ihm die eigenen Ideen bzw. passenden Worte abhanden gekommen. Hier tritt dementsprechend auch die ein oder andere Langatmigkeit auf. Doch das macht der Autor schon bald wieder durch seine Schwärmerei wett, aus der ein herrlicher hintergründiger Humor gepaart mit treffender Selbstironie hervorblitzt.

Klar scheint es verrückt Bücher zu sammeln und zu horten. Schließlich können sie nicht gerade als platzsparend bezeichnet werden. Der Wohnungswechsel mit vielen Büchern wird gar zu einem privaten logistischen Problem erster Klasse. Und dennoch kann sicher jeder Buchliebhaber bestätigen, dass er keines dieser wunderbaren vielblättrigen Schätzchen aus seinem eigenen Besitz missen möchte. Im Gegenteil: Er wartet nur darauf, dass immer neue hinzukommen!

Nicht nur dank der hübschen bibliophilen Aufmachung eignet sich dieses Buch folglich perfekt, um ein schönes Plätzchen im Regal neben den eigenen "vielseitigen Geliebten" einzunehmen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
So wie es einem feurigen Verfechter des öffentlichen Verkehrs schwer fällt, eine 150seitige Liebeserklärung an eine Harley Davidson zu verstehen, kann Jacques Bonnet die Normalbenutzer von Büchern wahrscheinlich nicht erreichen. Man muss zwar nicht Tausende von Büchern in seinen Gestellen haben, aber ohne ein Minimum an bibliomanischem Wahnsinn kommt man bei diesem Buch nicht auf seine Rechnung.

Der bekennende Bibliomane Jacques Bonnet fühlt sich in der Welt der Buchstaben zu Hause, wirkte er doch als Redakteur, Lektor, Herausgeber, Verlagsgründer und Autor. Und weil ein Buch von Geschichten handeln, beginnt er das seine mit der Erinnerung, dass der spät zu Ehren gekommene Fernando Pessoa mit einer äußert seltsamen Bewerbung den Beschluss fassenden Ausschuss vor den Kopf stieß, als er sich um den Job eines Bibliothekars bemühte. In neun Kapiteln beschwört Jacques Bonnet nochmals eine Zeit herauf, die in wenigen Jahren so exotisch anmuten wird wie die vorindustrialisierte Landwirtschaft. Daher weht durch alle Seiten ein melancholischer Geist, ohne dass der Autor sich in Rührseligkeit verliert. Geht es zum Beispiel um die scheinbar leichte Frage, wie ein Bibliomane seine Schätze ordnen soll, so sind die versuchten Antworten ohne Probleme auf andere Kategorisierungsstrategien übertragbar. Und auch beim Thema "Reale und fiktive Persönlichkeiten" wird die Aktualität immer gegeben sein.

Jacques Bonnet schreibt über seine Leidenschaft in einer Form, die Schlüsse vom Besonderen aufs Allgemeine jederzeit zulässt. Leidenschaft schafft eben auch Leiden. Und nicht auf jede drängende Frage gibt es abschließende Antworten. Aber der Autor dieses Berichtes über die Liebe seines Lebens bringt fast auf jeder Seite Aspekte ins Spiel, die überraschende Analogien zulassen. Wie gestalte ich den Beginn eines neuen Abenteuers und wie verkrafte ich Rückschläge durch enttäuschte Erwartungen? Woran kann ich Liebende und Besessene auseinanderhalten? Was sagt die Auswahl von Geschichten über mich selber aus? Was verändert sich an einem Objekt, wenn ich meine Praxis der Annäherung variiere? Wie entstehen beim Lesen Bilder und wie übertragbar sind sie auf andere? Kann ich mich für alles und jeden interessieren und meine Aufmerksamkeit trotzdem auf einige wesentliche Dinge konzentrieren? Kurz: Wenn wir davon ausgehen, dass wir sowohl unsere eigenen, als auch die verinnerlichten Geschichten anderer sind, ist dieses besondere Buch auch eine poetische Form der Selbstannäherung.

Mein Fazit: Jacques Bonnet wird mit seinen Betrachtungen zur seltsamen Leidenschaft der Bibliomanen nur ein kleines Publikum erreichen. Aber wer einmal vom gleichen Feuer wie der Autor erfasst wurde, wird ihm für jede geschriebene Seite dankbar sein.
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Noch eins der Bücher zu Büchern?
Jacques Bonnet ist selbst Büchermensch, beruflich wie privat. Auf 150 Seiten breitet er dieses sein ach so sympathisches Laster aus: eine persönliche Bibliothek... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Serenus Zeitblom veröffentlicht
Für bibliomane Germanen nur bedingt empfehlenswert
Netter Titel mit ein paar guten Zitaten zu Büchern und zum Lesen, muss man als bibliomaner Germane aber nicht wirklich lesen, denn die Querverweise und Lesebeispiele beziehen... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Floetelei veröffentlicht
Das Wesen des Bücherliebhabers gut beschrieben....
Das Bändchen - es sind ja nur etwas über 150 Seiten im Kleinformat - das Jacques BONNET einem hier offeriert und das wohl auch von Elisabeth Liebl sehr gut aus dem... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Rudolf Siebenhofer veröffentlicht
Schmankerl
Ein Buch über die Liebe zu Büchern.
Dies ist wohl nur eine Lektüre für Menschen, die eine solche Bücherliebe teilen - anderen würde das... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von capkirki veröffentlicht
Bekenntnisse eines Bibliomanen
Die Bibliothek ist der Ort,
welcher dem Paradies
am nächsten kommt!

Jacques Bonnet

Was macht man, wenn man im Besitz von zehntausend... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2009 von Thorsten Wiedau
Eine etwas andere Liebesgeschichte
Wer vielleicht selbst eine mehr oder minder große Bibliothek besitzt, wer dem Büchersammeln verfallen ist, wer die beinahe erotische Faszination von Büchern kennt,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2009 von Günter Nawe "Herodot"
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