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Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger
 
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Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger [Gebundene Ausgabe]

Meir Shalev , Ruth Achlama
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 281 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 2 (22. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257067798
  • ISBN-13: 978-3257067798
  • Originaltitel: Ha Davar Haja Kacha
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 118.801 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die wahre und unglaubliche, aberwitzige und traurige Geschichte von Meir Shalevs Großmutter Tonia und dem Staubsauger, den ihr Schwager ihr aus Amerika geschickt hat. Aufgezeichnet von ihrem schelmischen, liebenden, staunenden Enkel.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Buch erzählt der israelische Autor Meir Shalev nicht nur die Geschichte, wie seine Großmutter zu ihrem amerikanischem Staubsauger, dem sagenumwobenen "Sweeper" kam. Diese Begebenheit ist zugleich der Aufhänger, um eine liebevolle, humorvolle und ausgefallene Familiengeschichte zu erzählen.

"Die Sache war so": Großmutter Tonia ist in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts von Russland nach Israel eingewandert. Sie ist eine anstrengende, prinzipientreue Frau und hat einen erklärten Feind: den Schmutz! Und das ist mehr als ein kleiner Putzfimmel: Gäste dürfen das Haus nicht betreten, gegessen wird auf der Veranda hinter dem Haus, die Dusche im Haus darf nicht benutzt werden, dafür aber die vorzügliche Dusche, ein Schlauch an einer Wand im Kuhstall. Tonias hervorstechendes Accessoire ist ein Putzlappen, den sie über ihrer Schulter trägt, um jeden Flecken oder Abdruck sofort zu beseitigen. Manchmal holt sie ihre Töchter aus dem Unterricht, damit diese ihr beim Putzen helfen. Eines Tages erhält sie von ihrem Schwager Jeschajahu aus Amerika eine Wunderwaffe gegen den Schmutz: einen amerikanischen Staubsauger, den Sweeper. Warum sie ihn nicht benutzt, sondern wegsperrt und ihn kaum jemand sehen darf, soll hier nicht verraten werden.

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Meir Shalevs exzentrischer Großmutter und ihrer Familie. Es ist eine verrückte, sentimentale, lustige und traurige, aber immer liebevolle Familiengeschichte. Sie erinnert an die schwierigen Zeiten der Pioniere in Israel und wie eine Familie sich bis heute liebt und streitet.

Ob sich alles genauso zugetragen hat? "Gibt es von einer Geschichte mehrere Versionen, wählt man bei uns in der Familie die schönste." Eine schöne Geschichte, die Vergnügen bereitet, hat der Autor jedenfalls erzählt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
.....beginnt Meir Shalev die Geschichte um seine in Russland geborene Großmutter und ihren Sauberkeitswahn. Das geht nicht, ohne tief in die Familiengeschichte einzutauchen.
Äußeres Merkmal der Putzsucht seiner Großmutter Tonia war ein über die Schulter geworfenes Tuch, mit dem sie jeder Zeit Flecken wegwischen konnte.
Es war nicht ratsam, an einem Freitag bei ihr anzuklopfen, denn da ging es besonders eifrig zu. Wehe, ein Besucher traute sich ins Haus! Da konnte sie sehr rigide reagieren. Auch Batja, Meirs Mutter, wurde zu Unzeiten aus der Schule nach Hause beordert: Putzen ging vor Lernen! In einer geheimen Kammer verwahrte Großmutter Tonia ihr Kleinod: einen Staubsauger aus Amerika. Man muss sich vorstellen, dass in Israel während der Urbanisationsphase Staub und Schmutz in alle Ritzen drang, der für eine vom Putzteufel Besessene nur schwer zu ertragen war.
Nun kann man nicht ein ganzes Buch mit den Putzgewohnheiten der Großmutter füllen. Meir gelingt die Synthese zwischen skurrilen Eigenarten einzelner Verwandter mit den absurden Gewohnheiten der anderen. Mit Zärtlichkeit, Herz und einem ausgeprägten Sinn für humorvolle Details berichtet der Autor über seine Verwandten und ihr über alle Widrigkeiten hinweg bestehendes Zusammengehörigkeitsgefühl. Israelisches Leben seit der Staatsgründung und davor zeichnet sich durch schwere Landarbeit aus. Meir Shalev ist der geborene Geschichtenerzähler, der fabuliert und sich in Einzelheiten verliert, ohne zu langweilen. Charakteristiken über Land und Leute gewinnen Kontur und bringen den Leser zum Schmunzeln.
Ob Shalev die Bibel neu erzählt oder von Judiths Liebe berichtet: mit Humor, Schalk und Witz, mit Charme und außergewöhnlichen Einfällen überrascht er seine Leser und bietet Lesevergnügen pur!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Vorerst, in diesem kleinen Buch, möchte ich nur eine einzige Geschichte erzählen: die von Großmutter Tonia und ihrem Sweeper, den Onkel Jeschajahu ihr aus den Vereinigten Staaten schickte.
Diese Geschichte ist eine wahre Geschichte, ihre Helden sind real und ihre Namen echt. Aber wie alle Geschichten in unserer Familie hat auch sie einige Versionen, jede mit ihren Verbesserungen. Und noch etwas muss ich vorausschicken: Hie und da werde ich eine kleine Nebengeschichte einfügen, die dem Verständnis und der Orientierung dient, werde eine vergessene Tat aus dem Schlaf kitzeln und versunkene Bilder heraufbeschwören. Hier und da wird Kichern in einen Schrei umschlagen und ein Weinen in Gelächter.
("Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger", Seite 13, 14).

Wer eine humorvoll erzählte Familiengeschichte voller Herzenswärme und Leben sucht, wird mit diesem Roman fündig werden. Natürlich gibt es von jeder Geschichte mehrere Versionen und wie der Autor dieses Werkes erklärt, wählt man in seiner Familie die schönste. Treu diesem Motto ergeben, berichtet er, wie ein Staubsauger der Marke General Electric der Held dieses Buches werden konnte und warum die damit verbundene Geschichte von Generation sogar an jene weitergeben wird, die Großvater Aaron nicht kannten, nicht den Sweeper, ja nicht einmal Tonia selbst. Wer diesen Roman gelesen hat, wird diese Tatsache als selbstverständlich betrachten oder sogar als notwendig, denn sie ist es wert, in Erinnerung gebracht zu werden. Und der unbeteiligte Leser bedankt sich für das Geschenk, diesen Andenken mit den Beteiligten dieser Geschichte ein wenig teilen zu dürfen.

Die Sache war so... So beginnen Tonias Geschichten und es war sicherlich kein leichter Start für die junge Frau aus der Ukraine, die mit der so genannten Dritten Einwanderungswelle aus ihrer Heimat nach Israel kam, wo sich Aaron, ein Pionier der ersten Stunde und damit Gründungsmitglied des ländlichen Nahalal je nach Version ihrer gemeinsamen Liebesgeschichte auf den ersten in sie verliebte. Auf jeden Fall waren das damals in den 1920er-Jahren keine leichten Zeiten und Tonias größter Feind war dabei schnell ausgemacht. Es war der allgegenwärtige Schmutz, dem sie beinahe fanatisch zu Leibe rückte. Dabei bestand natürlich immer die Gefahr, dass Verwandte und andere Besucher neuen Schmutz ins Haus tragen könnten. Daher wurden die meisten im Freien bewirtet und die berühmte und berüchtigte Kuhstalldusche sorgte für Schonung der Fliesen im verschlossenen und geheimnisumwitterten Bad im Innern ihres Hauses. Bis zu dem besonderen Tag, als der amerikanische Staubsauger ordentlich verpackt den Haushalt in Nahalal bereicherte war damals noch ein langer Weg. Bis dahin plaudert der Autor munter über die verschiedenen Familienmitglieder zu denen im weiteren Sinne auch die Haustiere gehören, wie zum Beispiel das Pferd Whity, welches auf einem der Photos abgebildet ist, die den Text des Romans bereichern. Onkel Menachem ist an einem Tag der 1950er-Jahre mit Pferd und Wagen auf dem Weg in die Molkerei. An so einem Tag besucht ihn auch sein kleiner Neffe aus Jerusalem, der später die Versionen der Familiengeschichten zusammentragen wird. Großmutter Tonia betrachtet den Enkel etwas genauer und stellt mit russisch-jiddischen Akzent fest, dass er "misserrobel" aussieht und ihn gleich mit einem Löffel frischer Sahne kuriert. Überhaupt ist das Vokabular der Großmutter bemerkenswert und prägt den neugierigen Meir genauso wie die anderen der Familie. Verstorbene Bekannte sind nach ihren Worten "nicht mehr", wobei die Formel "Es war ein schrecklicher Tod" folgt. Um nur ein Beispiel zu nennen.

Es ist eine Freude den authentischen Roman von Meir Shalev zu lesen. Man darf herzhaft lachen und weinen und sich verwickeln lassen in die phantasievolle und zugleich bodenständige Erzählweise, die so vorzüglich unterhält. Diesmal hat der Klappentext wirklich nicht zu viel versprochen, wenn den Roman u.a. als "bezauberndes Erinnerungsbuch" anpreist.
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