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Meine deutsche Mutter: My German Mother
 
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Meine deutsche Mutter: My German Mother [Gebundene Ausgabe]

Niklas Frank
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann; Auflage: 480 S. mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Abbildungen auf Tafeln, Orig.-Pappband mit Orig.-Umschlag, Oktav. (11. April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570006891
  • ISBN-13: 978-3570006894
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 422.984 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Niklas Frank
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine rückhaltlose Auseinandersetzung mit der eigenen Mutter.
Niklas Frank wurde mit einem gnadenlosen Porträt seines Vaters bekannt. Jetzt erzählt er das Leben seiner Mutter, der »Königin von Polen«. Brigitte Herbst wurde 1895 in bescheidene Verhältnisse geboren. Schon früh erwachte in der Sekretärin ein brennender Ehrgeiz, es ganz nach oben zu schaffen. Und ganz oben, das war sie an der Seite des fünf Jahre jüngeren Hans Frank, der als Hitlers Verteidiger während der »Kampfzeit« begann, 1933 zum Reichsminister und nach Kriegsbeginn 1939 zum »Generalgouverneur« von Polen aufstieg. Eiskalt schaffte es Brigitte, den schwachen, aber aussichtsreichen Bewunderer Hitlers an sich zu binden. Ihr Lebenshunger ließ sie rücksichtslos wie Millionen anderer deutscher Frauen das »Wonneproppenreich « genießen. Sie handelte mit Pelzen und gestohlenem Schmuck, bereicherte sich schamlos in Gettos, leistete sich zahllose Affären - und wer ihr in die Quere kam, sah sich plötzlich bei SS-Chef Himmler als Jude verdächtigt. Nachdem Hans Frank - der noch in der Nürnberger Zelle Angst vor seiner Brigitte hatte - hingerichtet worden war, half Kardinal Faulhaber der Witwe über die ersten Hungerjahre hinweg. Später feierte Brigitte Frank mit anderen, gleichfalls verhafteten »Hohen Frauen« wie Emmy Göring oder Ilse Heß im Internierungslager Augsburg-Göggingen die gute alte Zeit, ohne dass sie angesichts der Verbrechen ihres Mannes je Reue geäußert hätte. Für ihren Sohn hatte die Mutter am Ende ihres Lebens nur ein verächtliches Achselzucken übrig. Brigitte Frank starb verarmt mit 64 Jahren.
Eine Biografie, schonungslos und so schmerzlich wie die Erinnerung. Aus Briefen, Dokumenten, Tagebüchern und eigenen Erinnerungen zeichnet Niklas Frank das Bild einer deutschen Mutter, die wie Millionen anderer deutscher Frauen rücksichtslos das »Dritte Reich« genossen hat.

Klappentext

"Ein schauriges Stück deutscher Geschichte, geschrieben aus Verzweiflung an den Eltern."
Süddeutsche Zeitung

"Ein Buch, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt und das gleichzeitig das Dokument des Schmerzes eines Sohnes ist, der seine Mutter gern geliebt hätte und doch nur Hass empfinden kann."
Brigitte

"Mit dem Buch klagt Niklas Frank nicht nur seine Mutter an, sondern alle "süßen furchtbaren Omas", die als Töchter, Ehefrauen und Mütter während der NS-Herrschaft "wie Fettaugen auf dem Leid der Geknechteten" schwammen und ihre Männer moralisch unbedingt unterstützten. Seine Biografie ist ein Pamphlet gegen das spätere Schweigen und stille Selbstmitleid dieser Frauen, die nunmehr kollektiv als Opfer von Bombenkrieg und Vertreibung wahrgenommen werden."
Berliner Zeitung


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Im Schatten der großen Naziverbrecher, von der Geschichtsschreibung vernachlässigt und unerwähnt, erwuchsen sie zur großer Blüte, die ruchlosen Nutzniesser dieser verkommenen und selbstherrlichen Gesellschaft, Ehefrauen, Verwandte, Freunde. Hemmungslos und ungehindert nahmen sie die Möglichkeiten wahr die sich ihnen boten, profitierten von ihrer gesellschaftlichen Stellung im Dunstkreis der Mächtigen und suchten von der Angst der Rechtlosen zu profitieren.
Brigitte Frank, Frau des Reichsministers und Generalgouverneurs von Polen, Hans Frank, perfide, geldgierig und nutzniesserisch veranlagt, wusste sich dessen zu bedienen. In "Meine Deutsche Mutter" beschreibt Niklas Frank das Leben seiner Mutter, einer verschlagenen und egoistischen Frau, der zur Erfüllung ihrer Wünsche jedes verfügbare Mittel recht war. Gleichzeitig zeichnet er aber auch das Bild einer in ihrem kriminellen herrschaftsdenken verblendeten Gesellschaft, die ohne Skrupel und Gewissen, die ihr sich bietenden Vorteile auszunutzen wusste.
Besonders deutlich stellt der Autor, das fehlende Unrechtsbewusstsein und die Selbstgerechtigkeit seiner Mutter heraus, die sich auch Jahre nach dem Ende des dritten Reichs jeden Gedanken an Mittäterschaft und Schuld von sich wies und - wie viele andere in ihrer Position - sich lediglich als Treibgut in den Wogen der Weltgeschichte sah.

Das Buch bietet einen interessanten Einblick in das Familienleben der Täter, zeigt die Kluft zwischen deren Anspruch an die "arische" Gesellschaft und der Wirklichkeit, die sich hinter den verschlossenen Türen im Privaten verbarg. Er bringt Erlebnisse zu Tage, die in keinen Geschichtsbüchern stehen und dennoch wichtig sind, um das dritte Reich und seine Täter zu verstehen. Leider bedient sich Niklas Frank nicht nur belegbarer Quellen, sondern verliert sich mancherorts in diffamierende Einzelheiten (Gedankengänge während des Geschlechtsverkehrs u.ä.), die kaum belegbar erscheinen und für eine weitere Charakterisierung der Protagonisten auch ohne Notwendigkeit sind. An ihren Taten sind sie unschwer zu erkennen.

Ein "must have" zum Verständnis des dritten Reiches.
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schonungslos 3. Januar 2007
Format:Taschenbuch
Selbst als Nachkriegskind im jungen, demokratische Deutschland geboren, ist mir hier der Alltag der im "tausendjährigen Reich herrschenden Rasse" so nahe gebracht worden wie nie.

Das Buch lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

Dies nicht nur wegen der gewissenlosen und stets auf ihren Vorteil bedachten Mutter, sondern erst recht angesichts der feinen Lebensumstände, die sich die Günstlinge Hitlers in seinem Umfeld offenbar mühelos schaffen konnten. Es macht mich, obwohl Jahrzehnte nach den Ereignissen, unglaublich zornig und betroffen, dass so etwas möglich war. Das Buch ist schwer verdauliche Kost, wenngleich hervorragend und mit schonungsloser Offenheit geschrieben. Absolut beeindruckend und sehr empfehlenswert!
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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch von Niklas Frank zeigt eine Fülle von Informationen über die Familie des ehemaligen Generalgouverneurs von Polen, Hans Frank. Auch wenn es vom Titel her die Mutter des Autors und Ehefrau von Hans Frank in den Vordergrund stellt, ist es, was oft weitgehend unbekannte Fakten über Hans Frank angeht, weitaus informativer als "Der Vater". Insgesamt eine ausgezeichnete und lesenswerte Beschreibung, aus der man viel über Charakter und eigentlich teilweise jämmerliches Erscheinungsbild der sogenannten Eliten des Dritten Reiches erfahren kann. Auch stilistisch hebt sich das Buch positiv von "Der Vater" ab.
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