"Meine afrikanische Leidenschaft" ist die beeindruckende Biographie einer Frau, die in Kamerun geboren wurde und als Kind wieder zurück nach Frankreich ziehen musste. Sie fühlte sich dort jedoch nie zu Hause und wollte immer nur zurück zur geliebten Erde Bagante. Nach einer gescheiterten Ehe wagt sie den Schritt und zieht mit ihren beiden Söhnen zurück nach Bagante. Dort arbeitet sie zunächst in einer Missionsschule und verliebt sich dann in den Stammesführer. Sie wird eine seiner Frauen und verbringt ihr Leben an dessen Hof.
Mir hat das Buch dahingehend gefallen, dass Frau Njike-Bergeret keine naive Touristin war, die ohne zu wissen was sie tut, einen afrikanischen Eingeborenen heiratet und dann am Kulturschock scheitert. Nein, diese Frau wusste absolut wohin sie sich begibt, ist sie doch im Herzen und im Kopf selber eine "Schwarze". Ich habe jedoch die erste Hälfte des Buches, als sie noch nicht am Hofe des Stammesführers lebte, ziemlich zäh gefunden und tat mich hart mit dem weiterlesen. Trotzdem - ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich wirklich für das Leben in Kamerun und seine Menschen interessieren und nicht nur auf haarsträubende Kulturschockerlebnisse aus sind.