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Meine Umwege durch Jahre des Niedergangs zum Neubeginn [Broschiert]

Elisabeth Schrader
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

Juli 2002
Die Verfasserin ist dreizehn Jahre alt, als ihr Vater von den Nazis verhaftet wird. Das kann sie nie verzeihen. Mit kritischem Abstand erlebt sie die folgenden Jahre und berichtet, wie die politischen Ereignisse und der Krieg sowie die ersten Nachkriegsjahre ihr Leben immer wieder in eine neue Richtung zwangen. Die anschauliche Schilderung dieser Umwege zeigt dem Leser, in Verbindung mit dem historischen Geschehen, bisher weniger bekannte Aspekte dieser Zeit.

Produktinformation

  • Broschiert: 190 Seiten
  • Verlag: Vas-Verlag für Akademische Schriften (Juli 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888643546
  • ISBN-13: 978-3888643545
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.344.325 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Es gelingt Elisabeth Schrader immer wieder eindrucksvoll, das Persönliche mit dem Politischen zu verbinden…. Besonders eindrucksvoll schildert die Autorin ihr Motiv, 1946 in Berlin mit dem Studium der Slavistik anzufangen… ‚Ich vergaß den kleinen ukrainischen Leutnant nicht, wie er sagte: ’Meine Familie tot – von den Deutschen. Aber ich habe keinen Hass.’ Auch ich spürte keinen Hass. Was ich selbst an Schwerem erlebt hatte, wurde für mich zum Ansporn, für den Frieden zu arbeiten. Ich wünschte, ich könnte mitwirken, Hass und Feindschaft zwischen deutschen und russischen Menschen zu begraben.’ … Elisabeth Schrader war eine kritische Beobachterin. Was ihr Buch lesenswert macht, ist die genaue Analyse der politischen Ereignisse gepaart mit einer detailreichen Schilderung des eigenen Familienlebens und der persönlichen Umwege. -- Dagmar Scherf am 19.11.2002 in der Frankfurter Rundschau

Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die mit Hilfe der Sprachen versucht, an einer Verständigung zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern und Verbündeten mitzuwirken. Angetrieben von Neugier und der Begeisterung für fremde Sprachen lernt sie die verschiedenen Kulturen kennen. Eingebettet ist dieser Prozess aber in die Geschichte der Zerstörung jeglicher Ordnung und den damit verbundenen alltäglichen Kampf um das Überleben, erst im nationalsozialistischen Deutschland, dann in der sowjetischen und schließlich in der amerikanischen Besatzungszone, sowie während des langsam beginnenden Neuaufbaus der Bundesrepublik. -- 12.10.2002 Taunus Zeitung (zugehörig zur Frankfurter Neuen Presse)

12.10.2002 Taunus Zeitung (zugehörig zur Frankfurter Neuen Presse)

Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die mit Hilfe der Sprachen versucht, an einer Verständigung zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern und Verbündeten mitzuwirken. Angetrieben von Neugier und der Begeisterung für fremde Sprachen lernt sie die verschiedenen Kulturen kennen. Eingebettet ist dieser Prozess aber in die Geschichte der Zerstörung jeglicher Ordnung und den damit verbundenen alltäglichen Kampf um das Überleben, erst im nationalsozialistischen Deutschland, dann in der sowjetischen und schließlich in der amerikanischen Besatzungszone, sowie während des langsam beginnenden Neuaufbaus der Bundesrepublik.

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Ich habe das Buch „Meine Umwege durch Jahre des Niedergangs zum Neubeginn 1933 bis 19449" von Elisabeth Schrader gelesen. Endlich fand ich Antworten auf Fragen, die mich schon immer bewegt hatten: Was fühlten, empfanden und dachten die Menschen, die jene Zeit durchlebt und durchlitten hatten? Das galt vor allem für die jungen Mädchen und Frauen. Unsere Mütter vermieden es, darüber zu sprechen.

„Elisabeth Schrader hat die Jahre zwischen 1939 und 1949 aus einer bisher noch nicht gesehenen Perspektive erlebt" schreibt der Politologe Dr. Iring Fetscher in seinem Vorwort zu dem Buch. Die Verhaftung des Vaters durch die Nazis, die sie als Dreizehnjährige erlebte, wurde für sie eine prägende Erfahrung, mit der sie den Ereignissen jener Jahre begegnete. Als Leserin konnte ich Elisabeth Schrader auf den Umwegen begleiten, auf die politische Ereignisse und besonders der Krieg und die ersten Nachkriegsjahre sie drängten. Das war zunächst das Leben auf einem Landgut im östlichen Brandenburg unter dem Druck drohender und schließlich erfolgter Verhaftung. Es folgte das Studium der Musik und später Japanologie, zunächst im lebendigen Vorkriegs-Berlin, dann unter immer heftiger werdenden Luftangriffen. Ich erlebte beim Lesen das Ende des Krieges auf der Flucht aus Posen, an der Front in Frankfurt an der Oder und in der Schlacht um Berlin. Jetzt weiss ich, was Frauen fühlten, wenn russische Soldaten auf ihren Unterleib zielten und riefen „Frau komm!"; wenn man nichts mehr besitzt, das man in Essbares umtauschen könnte. Warum entschloss sich Elisabeth Schrader dennoch, russisch zu lernen und später an der Friedrich-Wilhelm-Universität zu studieren? Wie erlebte sie russische Menschen, als sie den russischen Offizieren im Berliner Funkhaus und ihren Familien Deutschunterricht erteilte? Welche Gefühle bewegten sie, als sie als erste Deutsche mit ihren amerikanischen Chefs die zerbombte Insel Helgoland besuchte?
Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es fast zu schnell las. Die Gedanken und Reflexionen, die die Autorin mit dem aufregenden Geschehen verbindet, drängen mich, das Buch noch einmal zu lesen.

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