Stefan Maiwalds neustes Buch ist eine einzige Quälerei. Während man Seite für Seite liest, rutscht der Magen mehr und mehr in die Kniekehle, die Sehnsucht nach Bella Italia steigert sich ins Unerträgliche und die Lust, mindestens genauso viel zu erleben (und zu essen) wie der Autor wird unermesslich. Kurzum: Maiwald ist ein Sadist! Und ein talentierter obendrein: seine Geschichten sind auf den Punkt wie eine perfekt gegarte Spaghetti, garniert mit jeder Menge Humor und liebenswerten Anekdoten. Damit Maiwalds Menü jedoch nicht zum gehaltlosen Zwischensnack verkommt, würzt er es mit Wissenswertem über die Pasta. Und genau deshalb darf auch hier und da ein Ausflug in die Geschichte dieses Lebensmittels nicht fehlen. Ein "Geschichtsbuch" ist Maiwalds Pastabuch deshalb längst nicht. Es ist ein "Geschichtenbuch", ja, und zwar ein hervorragendes, das meinen Geschmack vollends getroffen hat. Danke Herr Maiwald, Sie Sadist, für jede Seite al dente!