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Meine Story [Taschenbuch]

Ilja Richter , Harald Martenstein
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Dtv (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423204362
  • ISBN-13: 978-3423204361
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 711.465 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ilja Richter
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn man die Vergangenheit nicht mehr los wird, kann sie leicht zum Fluch werden. Ilja Richter ist so ein Fall: Sein Name ist untrennbar mit der Sendung Disco verbunden, die zwischen 1971 und 1982 erfolgreich im ZDF lief. Zwangsläufig bekam seine Autobiographie, die auf eine rund 40jährige Tätigkeit in der Unterhaltungsbranche zurückblickt, den anspielungsreichen, aber vor allem verkaufsfördernden Titel "Spot aus! Licht an!"

Richter ist mit elf Jahren bereits gut im Geschäft: Als Sprecher in Hörspielen und mit kleinen Rollen beim Theater ist er der Ernährer der Familie. Sein kommunistischer Vater versucht sich erfolglos als Gastwirt; seine jüdische Mutter, die nur knapp den Häschern der SS entgehen konnte, managt ihn professionell. Die Siebziger sind dann sein Jahrzehnt: Nach dem Radio kommen Fernsehen und Film, er singt Schlager wie "Eine Goldmedaille für deine Supertaille". Richter moderiert Disco seit seinem siebzehnten Lebensjahr. Als er aus der Sendung -- seiner Sendung -- aussteigt, ist er noch keine dreißig. Er hat sich selbst einen Stempel verpaßt, von dem er sich seitdem zu befreien sucht. Die Tolle-Tanten-Filme, die er in dieser Zeit dreht und in denen Männer in Frauenkleidern herumlaufen, bessern zwar sein Konto auf, nicht aber sein Image.

Richter erzählt in seinem Buch keineswegs nur aus der Disco-Zeit. Neben der Familiengeschichte, Interessantes aus der Schlagerbranche und Liebesgeschichten (u.a. mit Marianne Rosenberg), berichtet er schonungslos offen von mancher grotesken beruflichen Niederlage. Dabei war es vom Verlag klug, Richter einen Ghostwriter an die Seite zu stellen. Harald Martenstein sorgt für eine klare Linie und interessantes Hintergrundwissen über die für viele schon weit entfernte Zeit. Noch wichtiger aber ist, daß dank ihm die Rückschau nicht sentimental, sondern mit der notwendigen Ironie erzählt wird. Der Perspektivenwechsel zwischen Richter und ihm hat wesentlich dazu beigetragen, daß aus Richters Autobiographie ein lesenswertes Buch geworden ist. --Alexander Simon -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

1971 bis 1982, das waren die »Disco«-Jahre im deutschen Fernsehen: Samstag abends trat der stets adrett gekleidete Ilja Richter vor sein Publikum, präsentierte selbst geschriebene Sketche und nahm der verstörten Elterngeneration die Angst vor ausländischen Hervorbringungen wie Suzie Quatro oder Smokie.

Ilja Richters Erinnerungen fangen die siebziger Jahre ein, lassen Stars und Sternchen Revue passieren, erzählen von Wegbegleitern wie Eva Mattes oder Hans Rosenthal. Der leicht ironisch-amüsierte Rückblick zeigt die Anfänge als Kinderstar, die Filmklamotten, die Gehversuche in der Friedensbewegung, die ›taz‹-Kolumnen und nicht zuletzt das Leben als Jude im Nachkriegsdeutschland. Diese Erinnerungen erhellen die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Fernsehstars, der nach und nach die Fesseln des frühen Ruhms abstreifte und später Erfolge als Theaterautor und Schauspieler feiern konnte.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sina Gerritsen TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Seit ich das große Vergnügen hatte Ilja Richter einmal persönlich auf der Bühne zu sehen u. mich hinterher noch kurz mit ihm zu unterhalten, bin ich sowieso schon völlig begeistert von diesem tollen Menschen. Er ist ein Vollblutschauspieler u. wunderbarer Komödiant !!!
Darum war für mich vollkommen klar, das ich seine Memoiren lesen wollte, was ich in den letzten Tagen auch ausgiebig getan habe.
In "Meine Story" beschreibt Ilja Richter mit Hilfe seines Co-Autors Harald Martenstein auf herrlich unprätentiöse Weise sein Leben. Angefangen mit der kurzen Biografie seiner beiden Eltern, erzählt Ilja Richter wie er schließlich das Licht der Welt erblickte u. später zum Kinderstar wurde u. vom Kinderstar schließlich langsam aber sicher ins "Erwachsenenfach" hinüberwechselte. Das dies nicht immer ohne "Blessuren" vonstatten ging, schildert Ilja Richter nicht ohne Witz. So wie das ganze Buch von Anfang bis Ende von Ilja Richters subtilem Humor lebt. Er erzählt die verschiedensten Anekdoten, aber auch ernste Töne läßt er nicht aus. Am fürchterlichsten fand ich die Geschichte, die er über Rudi Carrell erzählte, unglaublich! Seitdem sehe ich Rudi Carrell mit ganz anderen Augen u. ich kann ihnen versichern, er ist mir dadurch auf gar keinen Fall sympathischer geworden. Von Sympathie kann gar keine Rede mehr sein. Ilja Richter erzählt auf sehr ehrliche u. offene Art u. Weise auch aus seinem Privatleben, so daß man den ganzen Menschen Ilja Richter einmal kennenlernt, zumindest teilweise, u. ihn nicht immer nur mit "Disco" in Verbindung bringt.
Das Buch hat mir durchweg sehr gut gefallen u. ich kann nur hoffen, daß Ilja Richter irgendwann noch eine Fortsetzung schreiben wird.
Immerhin hat sogar die renommierte FAZ eine absolut tolle Kritik über dieses Buch geschrieben u. das will ja wohl etwas heißen stimmt's?
Mein Resümee, unbedingt lesen !!! Es lohnt sich !!!
Beste Unterhaltung garantiert !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spot auf Ilja Richter 25. April 2010
Von Villette TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In dieser Autobiographie schildert Ilja Richter vor allem sein berufliches Leben der ersten 30 Jahre. Das ist durchaus sehr interessant zu lesen, man bekommt aber immer wieder den Eindruck, als würde Richter nicht so recht hinter dem stehen, was er getan hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für ihn heute als ernstzunehmenden Theaterschauspieler eine Last ist, immer nur mit dem Disco-Ilja der 70er Jahre verbunden zu werden -- oder noch schlimmer mit dem Klamotten-Ilja aus den "Tollen Tanten"-Filmen. Meiner Meinung nach tut er sich damit selbst nichts Gutes. Es passte in die Zeit und in seine Jugend hinein und hat die Menschen offenbar so gut unterhalten, dass sie ihn in bleibender Erinnerung gehalten haben.
Mich persönlich hat es eher gestört, dass Harald Martenstein als Ghostwriter fungiert hat. Ich weiß jetzt nicht, wieweit das ging und was von IR selbst stammt, aber der besonders im ersten Teil des Buches häufig vorkommende Schwenk zwischen Ich-Erzähler und Erzähler in der dritten Person wirkt eher störend. Vor allem, weil Martenstein es in diesem ersten Teil nicht unterlässt, Fakten des Zeitgeschehens einzuflechten, die meiner Meinung nach weitesgehend überflüssig sind. Mir haben die Passagen des Ich-Erzählers generell besser gefallen, weil sie persönlicher und lustiger sind. Die Berichte in der dritten Person schauen sehr von außen auf die Gesamtfamilie drauf und sind halt nur berichtend. Da fehlt etwas der Pfeffer.
Trotzdem erfährt man viel Interessantes, z.B. über Kollegen, IRs Arbeitsweise, ein paar wenige Details über seine Freundinnen (vor allem Marianne Rosenberg) und sehr viel über die Eltern, die sein Leben geprägt und gesteuert haben. Schon mit 9 Jahren hat IR die Aufgabe bekommen, die Familie zu ernähren. Schule und Freunde mussten zurücktreten. Der im Rampenlicht stehende IR hatte mit Einsamkeit zu kämpfen. Der große Einfluss der Mutter hat sich auch auf IRs Beziehungen zu Frauen ausgewirkt. Manches hätte aus Gründen der Diskretion und des Respekts vielleicht besser ungeschrieben gehört, aber manchmal kann man IR auch verstehen, dass er sich mit dem Buch ein kleines bisschen rächen wollte. Ich sage nur Rudi Carrell. Das Buch endet mit einer Geschichte, die trotz aller Professionalität und Erfahrung von IJ -- Lampenfieber kommt nicht in Frage -- seine Verletzlichkeit zeigt. Nun sind schon einige Jahre ins Land gegangen und es wäre Zeit für mehr, für interessante Berichte über das Theaterleben etc. Dann würde man IR sicherlich auch bewusst in einem anderen Licht sehen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martina
Format:Gebundene Ausgabe
Dank Amazon habe ich nach langer Zeit dieses Buch für meine Mutti gefunden. Unsere gute alte Zeit, die Diskozeit und viele schöne Erinnerungen kamen zurück.

Schnell kam das Buch hier bei uns zu Hause an. Danke
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