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Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe: Roman Gebundene Ausgabe – 1. März 2012


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt; Auflage: 1 (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3627001818
  • ISBN-13: 978-3627001810
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,3 x 20,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 91.895 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christian Frascella, 1973 in Turin geboren, hatte verschiedene Jobs, u.a. als Militäringenieur, Fabrikarbeiter und Telefonist. 2009 erschien sein erster Roman Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe, in Italien ein Bestseller, Shortlist des Premio Viareggio und ausgezeichnet u.a. mit dem Zocca-Preis, dem John-Fante-Preis für das beste Debüt 2009, dem Bastia-Umbra-Preis und dem Massarosa-Preis. Christian Frascella lebt als freier Autor in Turin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bernhard Nowak am 27. Juli 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
“Im Leben des jugendlichen Ich-Erzählers läuft streng genommen wenig rund: Die Mutter ist mit einem 13 Jahre jüngren Tankwart durchgebrannt, für den stark dem Alkohol zusprechenden Vater, von ihm nur “Chef” genannt, gehören Prügel zu den gängigen Erziehungsmethoden. Seine ältere Schwester - die “Mönchsrobbe” - hat sich in eine fiebrige Frömmigkeit geflüchtet. Unser Held ist einer, der eine große Klappe hat und nie weint: der seine Träume und Verletzlichkeiten hinter einer unerschütterlichen Arroganz versteckt, obwohl er jeden Tag Niederlagen einstecken muss und sogar von der schönen, unnahbaren Chiara, in die er sich verliebt, Prügel bezieht. Mit seiner Großspurigkeit geht er seiner Umgebung schwer auf die Nerven.
Aber dann zeigt ihm ein Schicksalsschlag, der die Familie trifft, dass er dem Vater und der “Mönchsrobbe” näher steht als gedacht. Und vielleicht ist er sogar Chiara nicht ganz so gleichgültig, wie es zunächst erscheint.”

Diese Inhaltsangabe des Buches auf der Verlagsrückseite fasst kurz und knapp zusammen, um was es hier geht. Erzählt wird die Geschichte eines jugendlichen Einzelgängers, der zunächst ausgesprochen unsympathisch wirkt. Doch dies ist nur ein Selbstschutz, um mit den oben geschilderten Familienverhältnissen klar zu kommen. Je länger ich das Buch las, desto deutlicher wurde mir, dass es sich bei dem Protagonisten nicht um einen Versager - wie etwa Holden Caulfield aus Salingers “Der Fänger im Roggen” - handelt (mit dem er in zahlreichen Rezensionen dieses Buches meines Erachtens zu Unrecht verglichen wird), sondern um einen Jugendlichen, der niemals aufgibt und sich daher den Respekt und die Zuneigung des Lesers erwirbt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Joachimski am 22. Mai 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Christian Frascella (Jg. 1973) hat mit diesem coming-of-age-Roman sein Debüt als Schriftsteller abgeliefert, erfolgreich, wenn der Leseteufel dem Klappentext Glauben schenken darf. Ähnlich wie Dave Eggers stellt auch hier einer seine Jugenderfahrungen als sensationell einzigartig dar, was der gewollt originelle Titel nicht eben dezent andeutet.
Mit Prügeln geht die Ich-Erzählung des 17-jährigen Jungen aus zerrüttetem Elternhaus los und er prügelt und pöbelt sich weiter durch seine Geschichte über die Mutter, die mit einem 13 Jahre jüngeren Tankwart durchgebrannt ist, den Vater, der seinen Kummer im Suff ertränkt, bis er eine neue Liebe findet, die ältere Schwester und Mönchsrobbe, die ihren ersten Liebhaber heimbringt.
Der Erzähler selbst ist natürlich Hauptfigur, hadert mit allem und jedem, verlässt nach der eingangs geschilderten Prügelei nicht ganz freiwillig die Schule und wird bei einer weiteren Prügelei krankenhausreif geschlagen, was ihm aber nicht seine große Klappe und sein großspuriges Auftreten verleidet. Eine anfangs unerwiderte Liebesgeschichte mit einer Verkäuferin bahnt sich an, er findet Arbeit in einem Stahlwerk, wirft aber am Schluss die Stelle hin.
Der gewollt ordinäre Halbstarkenjargon soll authentisch wirken, wird jedoch vom Autor nicht durchgehalten. Zwischendrin darf sein Held seine Ergüsse in gepflegt anspruchsvoller Sprache von sich geben; kaum glaubhaft bei seinem Werdegang. Und bestimmt keine leichte Aufgabe für Annette Kopetzky, die kongenial übersetzt hat.
Also eine durchaus ambivalente Leseerfahrung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rosha am 1. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Endlich mal wieder ein Protagonist, der nicht in das strahlende Kleid perfekten Heldentums gewandet ist! Der 17-jährige Ich-Erzähler lässt uns an seinem Leben und seinen Gedanken teilhaben, an der Realität und seiner bisweilen kreativen Interpretation derselben.

Er hat es nicht leicht, die Mutter ist mit einem jungen Liebhaber abgehauen, hat ihn und seine Schwester beim Vater zurückgelassen. Dem Vater, so scheint es, kann er nichts recht machen, das Verhältnis wirkt unterkühlt und lieblos. Gefangen in seinen eigenen Problemen, die er im Alkohol zu ertränken versucht, beschränken sich die „pädagogischen“ Fähigkeiten des Vaters darauf, seinen Sohn regelmäßig mit dem Gürtel zu schlagen.

Wir erleben den Sohn als einsam und dennoch nicht mutlos. Er will es allen beweisen, versucht sich seinen Platz in der Welt mit großspurigem Gehabe und Macho-Sprüchen zu erkämpfen. Doch vieles davon ist nur Fassade, denn tief in ihm steckt ein gutes Herz, Mut und jede Menge Empathie. Das zu erkennen, bedarf es tieferer Blicke. Man möchte den Vater schütteln und ihn anschreien: „Liebe deinen Sohn, denn er hat es verdient!“ Doch der Vater ist beschäftigt, er hat sich verliebt, ebenso wie die Schwester, unser Held sieht es mit Wehmut. Wen hat er? Tja, da gibt es Chiara, von der es heißt:

„Mit diesem dunklen Teint und den grünen Augen, die mir das Herz zerkratzen, wenn sie mich ansah.“

Doch Chiara will nichts von ihm wissen. Trotz aller Widrigkeiten geht unser Protagonist vorwärts, den Kopf stets erhoben.

Es ist ein berührendes Buch, ein lustiges, melancholisches, zum Nachdenken zwingendes Buch, das sich wunderbar leicht lesen lässt und dem ich viele Leser wünsche.
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