Der Tod seiner Schwester, die schon während der Schwangerschaft verstarb, liegt schon drei Jahre zurück. Dadurch, daß Ulf seine Schwester nie gesehen hatte, kann er sie sich nur vorstellen, wie sie aussehen würde. Dadurch kommt es zu einer Spaltung seines Bewußtseins: zunächst sieht er seine Schwester und sie ist ein Teil seiner Wirklichkeit, um dann mit Hilfe der Perücke sogar zu einer Person zu werden. Diese Verhaltensauffälligkeit ist eigentlich der Beginn einer paranoiden-halluzinatorischen Schizophrenie. Diese, aus Ulf's Trauer hervorgerufene Verhaltensauffälligkeit, wird von seiner Umwelt, aber auch von seinen Eltern nicht als solches erkannt und auch nicht bearbeitet. Nur durch seine Identifikation mit seiner Schwester kann er diese Schizophrenie alleine bewältigen, obwohl der Satz von Ulf: „Aber eines Tages sehen wir uns trotzdem wieder," keine endgültige Heilung von dieser Krankheit in Aussicht stellt. Die Einstellung zum Tod ist natürlich christlich geprägt, wobei die Vorstellung mit dem Leben nach dem Tode, für Ulf, zu den oben beschriebenen Krankheitsbild führte. Dieses Krankheitsbild wird zwar im Schlußteil des Buches aufgehoben, aber wie schon erwähnt, nicht gänzlich beseitigt. Deswegen eignet sich dieses Busch besonders für Kinder, die diese Symptomatik aufweisen, um einen Einstieg zu bieten, über ihre Krankheit zu reden und diese gegebenfalls zu heilen. Darüberhinaus kann es natürlich zur Prävention dienen, damit es erst gar nicht zu solchen Symptomen kommen kann, denn gerade schizophrenes Handeln ist die typische Störungs-methode der Adoleszens. Da Sprache und Handlung altersangemessen sind, bietet dieses Bilderbuch Identifikationsmöglichkeiten, die bei Kindern notwendig sind, um dieses Thema zu behandeln.