Wer das Buch wegen der Rezepte kaufen will, sei gewarnt: viele Zutaten sind nicht einfach zu bekommen und auch die Tipps zur Restaurantszene dürften sich an amerikanischen Städten orientieren. Auf jeden Fall empfehle ich, vorher mal reinzublättern.
Was allerdings wirklich toll ist, ist der lockere und undogmatische Ton, der hier angeschlagen wird, wirklich brauchbare Tipps, wie man in einer Übergangssituation bei der Stange bleiben kann und ein gewisses sexy Vokabular und -feeling. Selbst die Weltrettungspläne, auf die ich gern verzichtet hätte - witzig bei dem Titel - waren angenehm zu lesen. Am meisten gefallen hat mir also, dass es hier jemand auf eine Art vermittelt, die sich recht cool anfühlt.
Wer wirklich über einige Tage und Wochen vegane Küche probieren will, kommt ganz sicher nicht damit aus, aber um zu sehen,
wie es andere machen, ist das ein tolles Buch. Ich habe selten eins gesehen, dass ich so optisch schön und motivierend empfand.
Als besonderen Bonus erfährt man auch, wie man charmant bei privaten Einladungen vorgehen kann,, ohne den Gastgeber zu verstören.
Ein wenig geguckt hab ich schon, als sie vorschlug, im Restaurant darum zu bitten, Risotto ohne Hühnerbrühe zuzubereiten. Nun sind wir alle nicht Alicia Silverstone und Risotto dauert von Haus aus sehr lange, aber wollen wir mal nicht pingelig sein.
Richtig klasse fand ich die Gegenüberstellung von Steak und Bohnen in Tabellenform, noch paar mehr davon und sie hätte mich auch ohne den Rest überzeugt. Ein Buch, das mir Spaß gemacht und Lust, das mal zu probieren. Dass das nur ein Einstieg sein kann, daran lässt sie, die sich dem Buch nach zu 80% makrobiotisch ernahrt, keinen Zweifel und mir war mal kurz Angst und Bange, wo das hinführt, bis sie mich wieder darauf hinwies, locker zu bleiben und nach eigenem Tempo und Umfang zu erkunden, was vegane Küche bieten kann.